finanzen.net
01.02.2017 11:59

Volkswagen stimmt weiterer Milliardenzahlung in USA zu

Folgen des Abgasskandals: Volkswagen stimmt weiterer Milliardenzahlung in USA zu | Nachricht | finanzen.net
Folgen des Abgasskandals
Folgen
Der Autokonzern Volkswagen hat in den USA zur Bewältigung des Abgasskandals einer weiteren Milliardenzahlung zugestimmt.
Werbung
Damit sollen betroffene Kunden entschädigt werden, wie VW am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte. Demnach zahlt VW Besitzern von größeren Dieselfahrzeugen mit 3-Liter-Motoren im Zuge von Rückkäufen insgesamt bis zu 1,2 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro), wie auch aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Diese wurden am Dienstag (Ortszeit) in den USA veröffentlicht.

VW will damit einen Vergleich mit privaten Klägern erreichen. Nordamerika-Chef Hinrich Woebcken sagte laut Mitteilung, es gebe nun für alle betroffenen Kunden in den USA eine Lösung. Der Konzern hatte bereits kurz vor Weihnachten bei den Fahrzeugen mit 3-Liter-Motoren eine Grundsatzeinigung mit US-Klägern erzielt. Dabei ging es um Reparaturen, Rückkäufe und Entschädigungen bei insgesamt gut 80 000 Dieselwagen. Es handelt sich dabei um größere Autos aus dem VW-Konzern wie Porsche Cayenne, VW Touareg und verschiedene Audi-Modelle.

Nun wurden Details bekannt. Die Fahrzeuge sind in zwei Gruppen aufgeteilt. Für ältere Modelljahrgänge gilt das Angebot des Rückkaufs, dies betrifft laut VW 20 000 Fahrzeuge. Für Fahrzeuge jüngeren Modelldatums will Volkswagen im Zuge eines Rückrufs eine technische Anpassung an die Emissionsnormen vornehmen, dies betreffe 58 000 Autos.

Falls die US-Behörden aber kein grünes Licht für Reparaturen dieser Fahrzeuggruppe erteilen, will VW auch für diese Fahrzeuge einen Rückkauf anbieten. In diesem Fall könnten die Zahlungen für VW auf mehr als 4 Milliarden Dollar steigen.

Insgesamt waren von den Manipulationen bei Abgastests in den USA weit mehr als 500 000 Dieselfahrzeuge betroffen. Bei etwa 475 000 Autos mit kleineren, 2,0-Liter-Motoren hatte VW bereits einen Vergleich geschlossen, der den Autobauer bis zu 16,5 Milliarden Dollar kosten kann.

VW hatte im September 2015 nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden eingeräumt, in großem Stil Messwerte zum Ausstoß des Schadstoffs Stickoxid bei Dieselwagen manipuliert zu haben. Mit zahlreichen US-Klägern hat sich der Konzern bereits auf straf- und zivilrechtliche Vergleiche in Höhe von bisher umgerechnet rund 22 Milliarden Euro geeinigt.

18,2 Milliarden Euro hat der Konzern an Rückstellungen beiseite gelegt. Im Januar hatte VW mit den US-Behörden auch einen Vergleich in einem strafrechtlichen Verfahren erzielt. Dabei musste VW bereits einräumen, dass das bisher zur Seite gelegte Geld nicht reichen könnte.

Die Rückstellungen im Zusammenhang mit den 3-Liter-Dieselmotoren wurden bei der VW-Tochter Audi gebildet. Audi hatte zum Ende des dritten Quartals 2016 insgesamt 980 Millionen Euro als Rückstellungen für die 3-Liter-Fahrzeuge in den USA gebildet. "Wir werden die nun mit allen Parteien in den USA getroffenen Vereinbarungen im Rahmen des Jahresabschlusses 2016 bewerten und dann entscheiden, welche Rückstellungen für 2016 noch gebildet werden müssen", sagte ein Sprecher am Mittwoch in Ingolstadt.

Anders als in den USA sträubt sich VW in Europa gegen vergleichbare Angebote für betroffene Kunden. Dies könnte für den Konzern finanziell zu massiven Problemen führen. VW verweist außerdem auf eine andere Rechtslage.

In Deutschland gibt es zahlreiche Klagen von betroffenen Kunden. Anleger haben außerdem Klagen wegen angeblicher Marktmanipulation eingereicht. VW soll im Herbst 2015 zu spät über den Dieselskandal informiert haben. Das Unternehmen weist dies zurück./hoe/DP/stb

SAN FRANCISCO/WOLFSBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: JuliusKielaitis / Shutterstock.com, FotograFFF / Shutterstock.com

Nachrichten zu Volkswagen (VW) AG Vz.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen (VW) AG Vz.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
04.08.2020Volkswagen (VW) vz overweightBarclays Capital
04.08.2020Volkswagen (VW) vz buyDeutsche Bank AG
01.08.2020Volkswagen (VW) vz overweightJP Morgan Chase & Co.
31.07.2020Volkswagen (VW) vz buyDeutsche Bank AG
31.07.2020Volkswagen (VW) vz HoldJefferies & Company Inc.
04.08.2020Volkswagen (VW) vz overweightBarclays Capital
04.08.2020Volkswagen (VW) vz buyDeutsche Bank AG
01.08.2020Volkswagen (VW) vz overweightJP Morgan Chase & Co.
31.07.2020Volkswagen (VW) vz buyDeutsche Bank AG
31.07.2020Volkswagen (VW) vz OutperformRBC Capital Markets
31.07.2020Volkswagen (VW) vz HoldJefferies & Company Inc.
30.07.2020Volkswagen (VW) vz HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
20.07.2020Volkswagen (VW) vz HoldJefferies & Company Inc.
17.07.2020Volkswagen (VW) vz HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
18.06.2020Volkswagen (VW) vz HoldJefferies & Company Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen (VW) AG Vz. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!
Werbung

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- US-Börsen im Plus -- Siemens übertrifft Erwartungen -- Lufthansa: Milliardenverlust -- Merck wird optimistischer -- Henkel, Beiersdorf, Munich Re, Rheinmetall im Fokus

LEG Immobilien-Aktien drehen nach Zahlen moderat ins Plus. Bristol-Myers profitiert weiter von Celgene-Übernahme. Covestro-Aktie höher nach Metzler-Kaufempfehlung. Amazon-Chef Bezos schlägt erneut Aktien los. BayWa bleibt von Corona weitgehend unbehelligt. adidas: Betriebsgewinn im dritten Quartal erwartet. Türkische Lira fällt auf Rekordtief zum US-Dollar.

Umfrage

Wenn die Kurse steigen, denken viele Anleger vermehrt über Sicherungsmechanismen nach. Was halten Sie von Teilschutz-Zertifikaten?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
Plug Power Inc.A1JA81
Apple Inc.865985
NEL ASAA0B733
Amazon906866
Ballard Power Inc.A0RENB
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
TeslaA1CX3T
Lufthansa AG823212
Microsoft Corp.870747
NikolaA2P4A9
Siemens AG723610
Infineon AG623100