TeamViewer-Aktie deutlich schwächer: Vorsichtiger Ausblick für 2026

TeamViewer hat einen vorsichtigen Ausblick für das laufende Jahr abgegeben.
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Der im MDAX und TecDAX notierte Softwarekonzern erwartet einen leichten Margenrückgang und ein Umsatzwachstum unter Vorjahr. Die im Januar gemeldeten vorläufigen Kennzahlen für Umsatz und Marge, mit denen der Konzern seine Jahresziele erreicht hat, wurden bestätigt.
Für das laufende Jahr nimmt sich TeamViewer ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 0 bis 3 Prozent vor. 2025 betrug der währungsbereinigte Anstieg des Umsatzes auf Pro-forma-Basis 5 Prozent auf 767,5 Millionen Euro. Im vierten Quartal verlangsamte sich das Wachstum auf 2 Prozent. Der IFRS-Umsatz lag im Gesamtjahr bei rund 747 Millionen Euro.
Die bereinigte EBITDA-Marge wird 2026 bei "rund" 43 Prozent gesehen, nachdem sie im Vorjahr auf 44,3 von rund 43 Prozent im Vorjahr gestiegen war. Im vierten Quartal lag sie bei etwa 45 Prozent.
Der wiederkehrende Umsatz (ARR) stieg 2025 währungsbereinigt um rund 2 Prozent zum Vorjahr auf etwa 760 Millionen Euro. Erste Zeichen einer Verbesserung habe es im Schlussquartal bei dem Zukauf 1E gegeben. Die britische Tochter habe ein ARR-Wachstum zum Vorquartal gezeigt, so der Konzern. Die bislang größte Übernahme der Unternehmensgeschichte hatte sich für TeamViewer bislang nicht so ausgezahlt wie geplant. CEO Oliver Steil spricht von einer "Trendwende" bei 1E.
Mittelfristig will TeamViewer das Umsatzwachstum im Konzern in den mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich beschleunigen.
So reagiert die TeamViewer-Aktie
TeamViewers Jahresziele für 2026 haben am Dienstag die Erholung der Aktie von ihrem Rekordtief Anfang des Monats wieder weitgehend zunichtegemacht. Analysten dürften nun ihre Schätzungen für das Umsatzwachstum zusammenstreichen.
Das Papier des Anbieters von Software-Lösungen für den Fernzugriff gab am frühen Nachmittag via XETRA im moderat schwächelnden MDAX um 5,3 Prozent auf 5,59 Euro nach. Zeitweise war sie sogar bis auf 5,39 Euro abgesackt. Die tags zuvor zurückeroberte 21-Tage-Durchschnittslinie, die den kurzfristigen Trend signalisiert und aktuell bei 5,71 Euro liegt, hielt den Fall nicht auf - ebenso wenig wie die dicht darüber liegende 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend. Die langfristige 200-Tage-Linie wurde bereits seit Mai 2025 nicht mehr nach oben hin durchstoßen.
Erst vor knapp einer Woche, am 4. Februar, hatte TeamViewer bei gut 5,30 Euro ein Rekordtief erreicht. Sie war, wie die gesamte weltweite Branche in letzter Zeit von Sorgen erfasst worden, dass Künstliche Intelligenz Geschäftsmodelle von Software-Unternehmen erschüttern könnte.
Das Großkundengeschäft von TeamViewer laufe solide, aber in diesem Jahr würden Wechselkurse den Konzern erneut treffen, schrieb Analystin Wassachon Udomslipa von der kanadischen Bank RBC. Sie rechnet nun damit, dass Analysten ihre Schätzungen für den Umsatz überarbeiten werden. Ihr Kollege Mohammed Moawalla von Goldman Sachs sieht ebenfalls einen "gewissen Korrekturbedarf beim Konsens" und hob die Vorsicht des Managements hinsichtlich der wiederkehrenden Umsätze (ARR) im laufenden Jahr hervor.
Toby Ogg, Analyst bei JPMorgan, verwies auf ein gedämpftes Marktumfeld, das in einigen Bereichen von TeamViewer Spuren hinterlasse. Obendrein habe das Unternehmen für 2026 "einen negativen Währungseffekt von 2,8 Prozentpunkten angeführt, der in Verbindung mit der Umsatzwachstumsprognose und der Prognose für die bereinigte operative Ergebnismarge voraussichtlich zu einer Abwärtskorrektur der Konsensschätzung führen wird", präzisierte er.
DOW JONES / (dpa-AFX)
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