AUTO1-Aktie denoch in Rot: Nach Rekordjahr erwartet Unternehmen weiter steigenden Gewinn

AUTO1 hat im vergangenen Jahr dank eines starken Wachstums sowohl das eigene Ziel für den Bruttogewinn als auch die Markterwartungen übertroffen.
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Für das laufende Jahr stellt der im MDAX notierte Autohändler, der die Plattform Autohero betreibt, weiteres Wachstum bei Absatz und Bruttogewinn in Aussicht.
Im abgelaufenen Jahr stieg die Zahl der verkauften Autos um 22 Prozent zum Vorjahr auf 842.271 Einheiten. Der Umsatz legte um 30 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro zu.
Der Bruttogewinn kletterte um 37 Prozent auf 991 Millionen Euro. AUTO1 selbst hatte nach einer Erhöhung der Prognose im November mit 940 bis 975 Millionen Euro gerechnet. Analysten hatten in einem Konsens von Visible Alpha 975 Millionen Euro prognostiziert.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg den weiteren Angaben des Unternehmens zufolge um 81 Prozent auf 198 Millionen Euro. Im Schlussquartal betrug es 45 Millionen Euro, ein Anstieg von 22 Prozent zum Vorjahr.
Für das laufende Jahr prognostiziert der Konzern einen Absatz von 940.000 bis 1 Million Autos. Der Bruttogewinn soll 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro erreichen. Das bereinigte EBITDA wird bei 250 bis 275 Millionen Euro gesehen.
AUTO1-Aktie gedreht - Bodenbildungsversuch zunächst gescheitert
Die Aktien von AUTO1 haben am Mittwoch nach einem nur kurzzeitig soliden Handelsauftakt ihre jüngste Talfahrt nochmals beschleunigt. Nachdem sie Ende Januar über der 30-Euro-Marke noch dem höchsten Stand seit 2021 nahe waren, wird die Februar-Bilanz immer düsterer. Am Mittwoch war der Kurseinbruch zuletzt via XETRA fast 16 Prozent groß. Dabei kosteten die Aktien nur noch 16,35 Euro. Binnen weniger Wochen haben sie sich also fast halbiert.
Eine in den vergangenen Tagen versuchte Bodenbildung ist damit jäh gescheitert. 2026 sind die Titel des Online-Gebrauchtwagenhändlers mit einem Minus von 40 Prozent der größte Verlierer im MDAX. Immer wieder heißt es am Markt, dass die Titel in diesen Tagen bei Leerverkäufern wieder beliebt sind, die auf fallende Kurse spekulieren. Internet-Werte wie Auto1 waren zuletzt schon stark unter Druck geraten wegen der Sorge, dass agentenbasierte KI ihre Geschäftsmodelle stören könnte.
An den Resultaten, die Auto1 am Mittwoch vorgelegt hatte, wurde auf Analystenseite kaum etwas moniert. Das Ergebnis sei stark gewesen, schrieb etwa Alexander Zienkowicz vom Analysehaus MWB. Er betonte daher, dass bei dem Unternehmen im Hinblick auf Wachstum und Profitabilität alles intakt sei. Der Ausblick liege beim Absatz leicht über den Erwartungen, schrieb James Tate von Goldman Sachs. Die Profitabilität treffe am oberen Rand der Zielspanne den Marktkonsens.
Auch Andrew Ross von Barclays hatte nichts zu meckern. Er zog daraus den Schluss, dass die Aktie günstig geworden sei. Er betonte daher ihre Rolle als "bevorzugte Overweight-Empfehlung für 2026".
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