13.11.2020 17:56

Stabilus-Aktie unentschlossen: Stabilus blickt wieder zuversichtlicher nach vorne

Nach schwierigem Jahr: Stabilus-Aktie unentschlossen: Stabilus blickt wieder zuversichtlicher nach vorne | Nachricht | finanzen.net
Nach schwierigem Jahr
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Nach einem schwierigen und von der Corona-Krise beeinträchtigten Geschäftsjahr 2019/2020 blickt der Automobil- und Industriezulieferer Stabilus wieder optimistischer nach vorne.
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Demnach soll der Umsatz im seit Anfang Oktober laufenden neuen Geschäftsjahr bei 850 bis 900 Millionen Euro liegen und damit im Vergleich zum Vorjahr wieder klar zulegen, wie das im Nebenwerteindex SDAX notierte Unternehmen am Freitag bei der Zahlenvorlage mitteilte.

Wie bereits bekannt, waren die Erlöse im zurückliegenden Geschäftsjahr um rund 14 Prozent auf 822 Millionen Euro zurückgegangen. Die Marge des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) erwartet Stabilus im laufenden Jahr bei 12 bis 13 Prozent und damit ebenfalls über dem Vorjahreswert von 11,8 Prozent.

Konzernchef Michael Büchsner gab sich dennoch zuversichtlich: "Wir konnten das Jahr profitabel abschließen und für die kommenden Geschäftsjahre bis 2025 rechnen wir mit einem Umsatzwachstum." Im vergangenen Geschäftsjahr brach der Überschuss allerdings um fast zwei Drittel auf 30,0 Millionen Euro ein und wurde dabei auch von einer hohen Wertminderung belastet. Bis 2025 strebt Stabilus ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 6 Prozent pro Jahr sowie eine Rückkehr zu einer bereinigten Ebit-Marge von 15 Prozent an, die das Unternehmen noch im Jahr vor der Corona-Krise erreicht hatte.

Im vierten Geschäftsquartal hatte der Spezialist für Gasfedern, Dämpfer und elektromechanische Antriebe aber von einer Erholung der weltweiten Fahrzeugproduktion profitiert und im Vergleich zum Vorquartal wieder besser abgeschnitten. Im Schlussquartal ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Prozent auf 222,8 Millionen Euro zurück. Ohne Zu- und Verkäufe sowie Währungseffekte waren die Erlöse den Angaben zufolge nur um 4,6 Prozent rückläufig. Die bereinigte Ebit-Marge lag bei 13,4 Prozent und legte damit im Vergleich zum Vorquartal, als 3,9 Prozent erreicht wurden, wieder deutlich zu.

Büchsner sprach von einem "ungewöhnlichen Geschäftsjahr", in dem nur das erste Quartal noch nach Plan gelaufen sei. Die letzten drei Quartale seien dagegen durch die Pandemie geprägt gewesen.

Während das Unternehmen im Gesamtjahr in der Asien-Pazifik-Region beim Umsatz dennoch wachsen konnte, musste der Zulieferer sowohl in der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) als auch in Amerika Einbußen hinnehmen. Das Automotive-Geschäft spürte die Pandemie-Folgen dabei noch deutlicher als das Industriegeschäft.

Ausblick von Stabilus reißt Anleger nicht vom Hocker

Der Autozulieferer Stabilus hatte am Freitag mit seinem Geschäftsausblick nicht so recht überzeugen können. Nach einem zuletzt starken Lauf, hielten sich die Anleger wie schon in den vergangen Tag eher zurück. Der Kurs des SDAX-Papiers schwankte nun zum Wochenschluss zwischen Gewinnen und Verlusten: In der Spitze stieg er im XETRA-Handel bis auf 58,25 Euro und damit auf ein Hoch seit Ende Januar, später gaben die Papiere mit einem Minus von rund 1,31 Prozent auf 56,40 Euro aber dann doch nach.

Damit haben sie sich aber gemessen an ihrem Corona-Tief im März von 28,62 immer noch fast verdoppelt und schneiden sogar noch etwas besser aber als der europäische Autosektor, der seit seinem Corona-Tief 91 Prozent dazugewonnen hat.

Der Umsatz von Stabilus soll im seit Anfang Oktober laufenden Geschäftsjahr 850 bis 900 Millionen Euro erreichen. Für die bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) plant das Management aktuell mit zwölf bis 13 Prozent. Ein Händler sprach in einer ersten Reaktion von einem eher durchwachsenen Ausblick.

Analystin Sabrina Reeh von der Schweizer Bank UBS blieb dennoch bei ihrer Kaufempfehlung. Mit den neuen Prognosen liege Stabilus am oberen Ende der Markterwartungen, Reehs Erwartungen sind noch höher. Stark sei im Abschlussquartal des beendeten Geschäftsjahres der freie Barmittelfluss gewesen, lobte die Expertin.

Marc-Rene Tonn, Analyst bei Warburg Research, nannte den Ausblick konservativ, bedingt wohl durch die gegenwärtigen Unsicherheiten mit Blick auf weitere Pandemie-Belastungen. Die Quartalszahlen seien gleichwohl stark ausgefallen. Tonn votiert ebenfalls weiterhin mit "Buy".

(dpa-AFX)

Bildquellen: Stabilus

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