15.10.2015 14:28

Wal-Mart kündigt Gewinnrückgang für 2017 an - Aktie tiefrot

Steigende Lohnkosten: Wal-Mart kündigt Gewinnrückgang für 2017 an - Aktie tiefrot | Nachricht | finanzen.net
Steigende Lohnkosten
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Der US-Handelsriese Wal-Mart hat Investoren und Marktexperten mit der Ankündigung eines Gewinnrückgangs geschockt.
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Eine Reihe von Analysten senkten am Donnerstag den Daumen über der Aktie, nachdem Wal-Mart Stores am Vortag auf einem Investorentag mitgeteilt hatte, dass steigende Lohnkosten und der verspätete Start ins Internet den Gewinn empfindlich belasten dürften.

So nahm die Bank of America/Merrill Lynch ihre Kaufempfehlung zurück. Die Investitionen, um zum Beispiel das Internetgeschäft auszubauen, dürften das Ergebnis vor allem im kommenden Geschäftsjahr stark belasten, schrieb Analyst Robert Ohmes.

Das Dow Jones-Schwergewicht hatte am Mittwoch infolge der Prognose für die kommenden Jahre an der Börse kräftig an Wert verloren. Die Aktie verbuchte am Mittwoch den größten Kursverlust in mehr als 27 Jahren. Zum Handelsende stand ein Minus von zehn Prozent auf dem Kurszettel und das Papier war so billig wie seit 2012 nicht mehr. Credit-Suisse-Analyst Michael Exstein sieht mittelfristig kaum Potenzial für die Aktie und senkte das Kursziel von 85 auf 62 US-Dollar.

Der Konzern hatte bei seinem Investorentag erklärt, dass wegen höherer Ausgaben das Ergebnis je Aktie im Fiskaljahr 2017 (Ende Januar) um 6 bis 12 Prozent zurückgehen werde. Die Analysten hatten bis dahin einen steigenden Gewinn erwartet.

Der Konzern will das aufholen, was er Beobachtern zufolge zu lange vernachlässigt hat, nämlich den Aufbau einer schlagkräftigen Internetpräsenz. Experten hatten schon seit längerem gewarnt, dass Wal-Mart immer weiter hinter Internetgrößen wie Amazon zurückfalle, zumal die Zugkraft von Wal-Marts Riesenläden nachlässt. Nun will der Konzern aus Arkansas über eine Milliarde Dollar in den E-Commerce pumpen, etwa um seinen Abholservice weiter auszubauen und die Logistik zu verbessern.

Deutlich zu Buche schlagen wird aber auch der angehobene Stundenlohn für die Mitarbeiter. Die Beschäftigten des Supermarkt-Riesen hatten lange für eine bessere Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen gestritten. Im April dieses Jahres wurde dann der Basislohn auf 9 Dollar pro Stunde angehoben, ab nächstem Jahr sollen es dann mindestens 10 Dollar sein. Zusammen mit zusätzlichen Trainingsmaßnahmen für die Mitarbeiter kostet das Wal-Mart in diesem Jahr nach eigener Aussage rund 1 Milliarde und im kommenden Jahr 1,5 Milliarden Dollar.

Es gehe um die Transformation und damit auch um die langfristige Gesundheit des Unternehmens, verteidigte Konzernchef Doug McMillion das Maßnahmenpaket in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Wir bauen ein Technologieunternehmen innerhalb Wal-Marts", kündigte er an.

Um die Aktionäre zu besänftigen, kündigte Wal-Mart am Mittwoch ein neues Aktienrückkaufprogramm über 20 Milliarden Dollar an. Dies könne allerdings ein Zeichen dafür sein, dass weiteres Ungemach drohe, zeigte sich Analyst Charles Grom von Sterne Agee & Leach skeptisch. Der Schritt lasse erahnen, dass die Margen weiter zurückgehen und auch der Umsatz nur moderat wachsen werde.

Wal-Mart befindet sich derzeit auf schwierigem Terrain. Der starke US-Dollar schmälert die im Ausland erzielten Umsätze. Aber auch die Kaufgewohnheiten der Verbraucher haben sich geändert. Die riesigen Filialen auf der grünen Wiese haben schon lange als Kundenmagnet ausgedient. Der Konzern setzt deshalb verstärkt auf kleinere Läden mit denen er auch in den Innenstädten präsent sein kann. Für das laufende Jahr erwartet Wal-Mart kaum Umsatzwachstum, in den kommenden drei Jahren könnten die Erlöse um drei bis vier Prozent anziehen, hieß es./she/zb/das/fbr

BEAVERTON (dpa-AFX)
Bildquellen: Niloo / Shutterstock.com, trekandshoot / Shutterstock.com

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