11.11.2019 17:53

TeamViewer-Aktie im Plus: TeamViewer bestätigt nach starkem Quartalswachstum 2019er-Prognose

Umsatz gesteigert: TeamViewer-Aktie im Plus: TeamViewer bestätigt nach starkem Quartalswachstum 2019er-Prognose | Nachricht | finanzen.net
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Der seit kurzem an der Börse notierte Softwarekonzern TeamViewer ist im dritten Quartal rasant gewachsen.
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Die in Rechnung gestellten Umsätze stiegen in den drei Monaten bis Ende September um 63 Prozent auf 83 Millionen Euro, wie das Technologieunternehmen am Montag in Göppingen mitteilte. Im laufenden Jahr peilt der Hersteller von Software zur Computer-Fernwartung und Videokonferenzen bei diesem Wert weiter ein Wachstum von 35 bis 39 Prozent auf 310 Millionen Euro bis 320 Millionen Euro an.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im dritten Quartal um 95 Prozent auf 46 Millionen Euro geklettert. Auch für diesen Werte bestätigte TeamViewer die Prognose. Demnach soll der operative Gewinn auf 177 Millionen Euro bis 183 (2018: 121) Millionen Euro steigen. Unter dem Strich verdiente TeamViewer im dritten Quartal 14 Millionen Euro und damit 40 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Das Unternehmen profitiere stark von der Digitalisierung, sagte der Konzernchef Oliver Steil am Montag in einer Telefonkonferenz. Die höchste Wachstumsrate erzielte Teamviewer in Nord- und Südamerika. Die Zahl der kostenpflichtigen Abonnements belief sich zum Ende des dritten Quartals insgesamt auf mehr als 430.000 und damit auf doppelt so viel wie vor einem Jahr.

Teamviewer entwickelt seine Software stetig für neue Anwendungen weiter. Entsprechend investiert der Konzern auch in Forschung und Innovation. Privatnutzer könnten die Software zunächst kostenlos nutzen und sollen so überzeugt werden, die Anwendungen später dann auch geschäftlich einzusetzen, erklärte Konzernchef Steil. TeamViewer hat im September mit einem Emissionsvolumen von gut 2,2 Milliarden Euro den größten deutschen Tech-Börsengang seit dem Platzen der Dot-Com-Blase hingelegt. Profiteur war dabei der Finanzinvestor Permira, der das Unternehmen 2014 für 870 Millionen Euro gekauft hatte. Er hält auch nach dem Börsengang noch rund 60 Prozent an dem zuletzt mit rund 5 Milliarden Euro bewerteten Unternehmen.

Für die Zeichner des Börsengangs war TeamViewer noch keine Erfolgsgeschichte. Ausgehend vom Ausgabepreis ging es in den ersten Wochen um rund ein Fünftel bis auf 21,38 Euro nach unten. In den vergangenen Wochen konnte sich Papier wieder erholen und lag mit einem Kurs von 25,10 Euro nur noch knapp fünf Prozent unter dem von Permira beim Börsengang erlösten Preis.

Das Unternehmen gilt wegen seiner Bewertung als Kandidat für den MDAX, dürfte aber bei der nächsten Index-Entscheidung im Dezember wegen des zu geringen Börsenumsatzes noch nicht in den Nebenwerte-Index einziehen. Stattdessen dürfte die Aktie in den SDAX aufgenommen werden.

Teamviewer-Aktie im Fokus

Überraschend gute Quartalszahlen haben die Papiere von TeamViewer am Montag auf das höchste Niveau seit dem Börsengang Ende September getrieben. In der Spitze ging es bis auf 27 Euro hoch. Damit ließen sie ihr bisheriges Hoch von 26,71 Euro vom ersten Börsentag am 25. September hinter sich. Zu Börsenschluss kosteten sie auf der Handelsplattform Lang & Schwarz mit einem Plus von 2,44 Prozent 26,23 Euro.

Der Hersteller von Software zur Computer-Fernwartung und Videokonferenzen war im dritten Quartal rasant gewachsen. Sowohl die in Rechnung gestellten Umsätze als auch der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hätten positiv überrascht, sagte ein Händler.

Die Prognosen für 2019 bestätigte das Unternehmen. Alles andere wäre auch verwunderlich gewesen, nachdem der Börsengang erst Ende September erfolgt sei, schrieben die Autoren des täglichen Bernecker-Börsenbriefes. Die Umsatzsteigerung sei beachtlich, was allerdings nicht darüber hinwegtäusche, dass Teamviewer mit einem Börsenwert von aktuell mehr als fünf Milliarden Euro schlicht überteuert sei, hieß es weiter.

Analysten jedoch trauen den Teamviewer-Aktien weitere Steigerungen zu. So liegt etwa das Kursziel von Mohammed Moawalla von der US-Investmentbank Goldman Sachs derzeit bei 33 Euro. Alle wichtigen Kennziffern seien besser als erwartet ausgefallen, schrieb er in einer ersten Reaktion auf den Quartalsbericht.

Mit 29 Euro liegt das Kursziel von Expertin Sherri Malek vom Analysehaus RBC ebenfalls über dem derzeitigen Kurs. Die überlegene Wachstumsdynamik sei noch nicht angemessen eingepreist, schrieb sie.

Der größte deutsche Technologie-Börsengang seit dem Platzen der Dotcom-Blase verlief bislang holprig. Hatte der Ausgabepreis bei 26,25 Euro gelegen, ging es in der ersten Oktoberhälfte bis auf 21,38 Euro abwärts. Bis Anfang November hatten sich die Anteile dann bis zur Marke um die 25 Euro berappelt.

/zb/fba

GÖPPINGEN / FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Teamviewer, II.studio / Shutterstock.com

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