T-Mobile US-Aktie trotzdem höher: Weniger Mobilfunkkunden als erwartet gewonnen

Der US-Telekommunikationskonzern T-Mobile US hat im vierten Quartal weniger Mobilfunkkunden gewonnen als erwartet.
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Der US-Telekommunikationskonzern T-Mobile US hat im vierten Quartal weniger Mobilfunkkunden gewonnen als erwartet. Im vierten Quartal ist die Zahl der Kunden mit Mobilfunkverträgen um 962.000 gestiegen, wie der zur Deutschen Telekom gehörende US-Mobilfunkkonzern am Mittwoch in Bellevue mitteilt. Analysten hatten hier mit rund 992.000 mehr erwartet. Im Vorquartal hatte das Unternehmen noch rund eine Million Mobilfunkkunden hinzugewonnen.
Der Umsatz stieg von rund 21,9 Milliarden Dollar auf 24,3 Milliarden. Dabei erhöht sich der Serviceumsatz um zehn Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar. Bei dem um Sondereffekte und Leasingumsätze bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Core Ebitda) verzeichnet das US-Unternehmen einen Anstieg um sieben Prozent auf 8,45 Milliarden Dollar. Unter dem Strich sank der Gewinn von rund 3,0 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 2,1 Milliarden. Als ein Grund führte das Unternehmen Aufwendungen für Personalmaßnahmen an.
Für das laufende Jahr erwartet der seit November amtierende Konzernchef Srini Gopalan einen bereinigten operativen Gewinn von 37,0 bis 37,5 Milliarden Dollar. 2025 wurden hier 33,9 Milliarden Dollar verbucht. Beim bereinigten freien Finanzmittelzufluss (Free Cashflow) werden nach rund 18 Milliarden Dollar im Vorjahr nun 18,0 bis 18,7 Milliarden Dollar angepeilt.
T-Mobile US drehen nach Zahlen ins Plus - T-Aktie profitiert
Nach einem sehr schwachen Handelsstart haben sich die Aktien von T-Mobile US nach vorgelegten Quartalszahlen und Aussagen zum neuen Jahr am Mittwoch deutlich erholt. Dabei zogen sie auch die Papiere der Mutter Deutsche Telekom mit nach oben. Analysten sahen zwar Wermutstropfen angesichts der schwächer als vom Konsens erwarteten Prognose für den freien Barmittelzufluss (FCF), äußerten sich insgesamt aber positiv.
Kurz nach dem US-Handelsstart sackten T-Mobile US um fast 6 Prozent ab, drehten dann aber recht rasch ins Plus und stiegen zeitweise auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember. Bis zum Handelsende ging es für das Papier an der NASDAQ um 5,077 Prozent auf 209,54 US-Dollar nach oben. Die T-Aktie wurde ebenfalls auf Berg- und Talfahrt geschickt. Am späteren Nachmittag kletterte kurz auf den höchsten Stand seit Anfang September, bevor sie im etwas schwächeren DAX mit plus 0,6 Prozent auf 30,37 Euro schloss.
Aktienexperte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel sprach von einem leicht negativen Gesamteindruck der US-Tochter. Während die Prognose für das operative Ergebnis (Ebitda) in der Mitte der Spanne etwas über den Erwartungen herausgekommen sei, liege die FCF-Prognose darunter. Das habe die Aktie zeitweise unter Druck gebracht.
Analyst Sebastiano Petti von JPMorgan hob hervor, dass die von T-Mobile US abgegebenen Jahresprognosen für Ebitda und FCF ihn mit seinen Schätzungen an das obere Ende der vom Unternehmen angegebenen Spannen schiebe.
Insgesamt sprach er zwar von einem gemischten Zahlenwerk, nannte die Aktie aber nach wie vor "ein Top Pick auf der US Equity Analyst Focus List" von JPMorgan, womit Petti sie als besonders aussichtsreich einschätzt. Ebitda- und FCF-Wachstum je Aktie seien nach wie vor branchenführend. T-Mobile habe zudem in Bereichen mit geringer Marktdurchdringung langfristige Chancen für Marktanteilsgewinne im Postpaid-Telefon-Geschäft. Außerdem hob er noch die "robusten mehrjährigen Kapitalausschüttungsprogramme" des Unternehmens hervor. /err/stk
BELLEVUE (dpa-AFX)
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