Vorsichtiger Ausblick

PATRIZIA-Aktie kräftig unter Druck: Operativer Gewinn von PATRIZIA bricht ein

29.02.24 14:24 Uhr

PATRIZIA-Aktie stürzt ab: Immobilien-Krise setzt PATRIZIA zu | finanzen.net

Der Immobilieninvestor PATRIZIA blickt nach einem deutlichen Einbruch des operativen Gewinns im vergangenen Jahr vorsichtig auf 2024.

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"Ich erwarte im laufenden Jahr einen abnehmenden Abwertungsdruck", sagte Finanzvorstand Christoph Glaser mit Blick auf die Immobilienmärkte am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Er gehe auch von einem Anziehen der Transaktionen aus, die in den vergangenen Jahren angesichts der Immobilien-Krise fast zum Erliegen gekommen waren. PATRIZIA rechne im laufenden Jahr mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) in einer Spanne von 30 bis 60 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr war die Kennzahl nach vorläufigen Zahlen um 31,5 Prozent auf 54,1 Millionen Euro eingebrochen. Insgesamt hatte PATRIZIA 2023 einen Verlust von 4,1 Millionen Euro ausgewiesen. Die Augsburger betonten aber, dass auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens ein Gewinn von 5,8 (Vorjahr: 7,3) Millionen Euro entfallen sei. Die Dividende will PATRIZIA leicht anheben.

Rasant gestiegene Zinsen, höhere Kapitalkosten, die hohe Inflation und explodierende Baukosten machen Immobilien-Unternehmen zu schaffen. Große Transaktionen wurden vielfach verschoben oder auf Eis gelegt. Das erschwert auch die Preisfindung am Markt. Zahlreiche Immobiliengesellschaften hatten auch deshalb ihre Bestände abwerten müssen.

Auch an PATRIZIA ging die Entwicklung nicht spurlos vorbei. Beim verwalteten Vermögen (Assets under Management) verzeichneten die Augsburger auch durch "den marktbedingten Bewertungsdruck" 2023 einen Rückgang um 3,2 Prozent auf 57,3 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr erwartet Glaser sie in einem Korridor zwischen 54 und 60 Milliarden Euro. Insgesamt verfüge PATRIZIA über eine starke Bilanz, finanzielle Flexibilität und einen soliden Cashflow von 73,8 Millionen Euro im Jahr 2023. Deshalb wolle PATRIZIA für das vergangene Jahr eine um drei Prozent auf 0,34 Euro erhöhte Dividende zahlen.

Der Augsburger Immobilien-Investor hatte seine Anlagen in den vergangenen Jahren diversifiziert und setzt verstärkt auf Anlagen im Bereich Infrastruktur. Dazu zählen etwa Glasfasernetze oder Investitionen in die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen und erneuerbare Energien.

Kursrutsch bei PATRIZIA nach dreitägiger Kursrally

In einem ansonsten robusten Branchenumfeld sind die Aktien von PATRIZIA am Donnerstag deutlich unter Druck geraten. Laut Händlern sind die am Vorabend nach Börsenschluss präsentierten Eckdaten gemischt ausgefallen. Nach zuletzt drei positiven Handelstagen, die in der Summe einen Kurssprung um elf Prozent ergaben, reichten die Nachrichten nicht für einen weiteren Anstieg.

Während die Papiere des Immobilienunternehmens vie XETRA zeitweise um 10,43 Prozent auf 7,37 Euro absacken, erholte sich der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Real Estate um ein halbes Prozent von seinem niedrigsten Niveau seit Ende November. Da die Branche sehr zinsempfindlich ist, warten die Anleger gespannt auf Inflationssignale, die am Donnerstag aus Deutschland und den USA erwartet werden.

Die vom hohen Zinsniveau geprägte Flaute am Immobilienmarkt drückt sich weiterhin in den Resultaten von Patrizia aus. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Bewertungsdruck in der Branche auch im laufenden Geschäftsjahr 2024 noch anhält. "Der Ausblick spiegelt diese Unsicherheit immer noch wider", sagte ein Händler.

Nach zwei Jahren mit starken Rückgängen spreche die Zielspanne für den Gewinn im besten Falle für eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau, im schlechtesten aber nochmals für einen Rückgang des operativen Ergebnisses (Ebitda) um fast die Hälfte. Patrizia erwartet 2024 das Ebitda bei 30,0 bis 60,0 Millionen Euro. Im Jahr davor war das operative Ergebnis um 31,5 Prozent auf 54,1 Millionen Euro gesunken.

Düsseldorf/Frankfurt (Reuters/dpa-AFX)

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Bildquellen: Patrizia Immobilien

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