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22.02.2019 19:35
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Anleihenwette schiefgegangen: Deutsche Bank verliert 1,6 Milliarden Dollar - und Warren Buffett ist involviert

US-Kommunalanleihen: Anleihenwette schiefgegangen: Deutsche Bank verliert 1,6 Milliarden Dollar - und Warren Buffett ist involviert | Nachricht | finanzen.net
US-Kommunalanleihen
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Die Deutsche Bank hat mit eigentlich sicher scheinenden US-Kommunalanleihen eine Bruchlandung hingelegt - und 1,6 Milliarden US-Dollar verloren.
Der Fehlschlag nahm Ausmaße an, die sich auch rückwirkend auf die Bilanzen hätten auswirken können. Deutschlands größtes Finanzhaus kam eine Investition in ein Portfolio von US-Kommunalanleihen teuer zu stehen. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, hat der Trade die Frankfurter 1,6 Milliarden US-Dollar gekostet.

Fehler mit massiven Ausmaßen

Angaben des Blattes zufolge hat die Deutsche Bank im Jahr 2007 ein Portfolio von insgesamt 500 Kommunalanleihen im Gesamtwert von 7,8 Milliarden US-Dollar erworben. Die vermeintlich sichere Anlage entpuppte sich als Pulverfass, als die Finanzkrise ausbrach und das Risiko von Kreditausfällen auch auf Kommunen übergriff.

Das Finanzhaus habe reagiert und sich das Portfolio gegen Kreditausfälle versichern lassen - von Berkshire Hathaway, der Holding des US-Starinvestors Warren Buffett. Der Ausfallschutz für die Anleihen habe 140 Millionen US-Dollar gekostet, so das WSJ weiter.

Schlechtes Timing

Doch nicht nur das schlechte Timing des Anleiheninvestments hat sich als Boomerang erwiesen - die verantwortlichen Manager der Deutschen Bank haben in der Folgezeit offenbar zu lange damit gezögert, die entstandenen Wertverluste zu erfassen und den zwischenzeitlich massiv gesunkenen Marktwert bei der Bewertung des Portfolios anzugeben. Dies habe zu einem Streit zwischen Führungskräften der Bank und dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG geführt, heißt es in dem Bericht weiter.

Als das Finanzhaus schließlich entschied, die Anleihen und die zugehörigen Derivate im Jahr 2012 in eine Bad Bank auszulagern, war der Schaden bereits entstanden. "Diese Transaktion wurde 2016 als Teil der Schließung unserer Geschäftseinheit Non-Core Operations abgewickelt", so ein Banksprecher gegenüber dem Blatt in einer E-Mail. "Externe Anwälte und Wirtschaftsprüfer haben die Transaktion überprüft und bestätigt, dass sie den Rechnungslegungsstandards und -praktiken entspricht".

Die Abwicklung des Anleihenpaketes im Zuge der Schließung der Bad Bank habe der Deutschen Bank unter dem Strich für einen Trade einen Verlust von 1,6 Milliarden Dollar eingebracht - einer der größten Fehlschläge in der gesamten Bankenbranche.

Deutsche Bank sieht von Bilanzkorrektur ab

Eine nachträgliche Korrektur der Bankbilanzen sei in Folge der massiven Verluste bis April 2018 diskutiert worden - schlussendlich habe die Bank die Untersuchung aber abgeschlossen und sich gegen eine Bilanzkorrektur entschieden.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Slava2009 / Shutterstock.com, TK Kurikawa / Shutterstock.com
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