26.01.2022 23:00

Bitcoin-Anleihen im Blick: Was sind eigentlich Volcano-Bonds?

Bitcoin City im Fokus: Bitcoin-Anleihen im Blick: Was sind eigentlich Volcano-Bonds? | Nachricht | finanzen.net
Bitcoin City im Fokus
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Die Regierung von El Salvador hat ambitionierte Pläne im Kryptobereich. Nachdem das Land den Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel zugelassen hat, plant Regierungschef Nayib Bukele bereits den nächsten Coup.
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• El Salvador als Vorreiter in Sachen Krypto
• Megaprojekt Bitcoin City in Planung
• Volcano Bonds sollen Pläne finanzieren

Seit September 2021 ist die Kryptowährung Bitcoin ein offizielles Zahlungsmittel in El Salvador. Als erstes Land der Welt sind die Mittelamerikaner mit diesem Schritt vorgeprescht. Händler im Land, die über die technische Ausstattung verfügen, müssen jetzt BTC-Zahlungen akzeptieren. Bürger können auch ihre Steuern in Bitcoin bezahlen.

Bitcoin City: Nayib Bukele will den nächsten Coup

Für den Präsidenten des Landes, Nayib Bukele, ist die Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel aber nur ein erster Schritt auf dem Weg, El Salvador zu einem der Vorreiter im Kryptosegment zu machen. So hat der Regierungschef mit "Bitcoin City" ein Mega-Krypto-Projekt angekündigt. Die neue Stadt soll an der Grenze zu Honduras und Nicaragua in der Region La Unión im Osten des Landes entstehen. Geplant wird das Mega-Projekt rund um den Conchagua-Vulkan. Die Wahl des Standortes ist dabei nicht zufällig: Bukele zufolge prüfe man aktuell die Nutzung der geothermischen Vulkanenergie zum Minen von Bitcoin.

Bitcoin City soll offenbar ein Steuerparadies und ein Mekka für Krypto-Großinvestoren werden. Außer Mehrwertsteuern wird es keine weiteren Abgaben geben, so der Staatschef. Zudem sei der ökologische Aspekt bei der Planung der Stadt vorrangig.

Finanzierung durch Bitcoin-Anleihen

Finanziert werden soll das Mega-Projekt ausschließlich mit Bitcoin, rund 300.000 der Krypto-Coins werde man dafür benötigen, so Ukele bei der Präsentation der Pläne. Zu diesem Zweck will das Land so genannte Vulkan-Anleihen ausgeben, die ihren Namen nach dem geplanten Standort von Bitcoin City am Conchagua-Vulkan erhalten haben.

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Einen ersten mit Bitcoin besicherten Volcano-Bond will das Land 2022 auf den Markt bringen. Dieser soll anfangs ein Volumen von einer Milliarde US-Dollar haben und einen Kupon von 6,5 Prozent aufweisen. Mit der Hälfte der Einnahmen will man die Infrastruktur in Bitcoin City aufbauen, mit der anderen Hälfte will El Salvador in Bitcoins investieren, wovon man sich Profite erhofft. Die Bitcoins werden nach fünf Jahren nach und nach verkauft, so die Pläne - die damit erzielten Gewinne fließen teilweise in die Taschen der Investoren zurück. "Das ist dann die Bitcoin-Dividende", beschreibt Samson Mow, der Chefstratege von Blockstream, das Konzept in einem Bloomberg-Interview. Umgesetzt werden sollen die Pläne in Kooperation mit der Bitcoinbörse Bitfinex.

Gesetzentwürfe vorgelegt

Bevor El Salvador seine erste Vulkananleihe auflegen kann, muss aber zunächst der Rechtsrahmen geschaffen werden. Reuters zufolge hat der Kongress des Landes zwanzig Gesetzentwürfe zur Ausgabe von Bitcoin-Anleihen vorliegen. Laut Alejandro Zelaya, Finanzminister des Landes, will man auf diesem Weg einerseits den regulatorischen Rahmen schaffen und zudem die Ausgabe von Krypto-Wertpapieren rechtlich abdecken.

Wann ein Gesetz verabschiedet werden und eine Vulkan-Anleihe tatsächlich auf den Markt gebracht werden könnte, ist unterdessen noch unklar. Nayib Bukele setzt aber auf 2022 und rechnet damit, in diesem Jahr mit dem Produkt an den Start gehen zu können. In einem Twitter-Post zum Jahresstart teilte er seine Vision für den Kryptomarkt, in der er unter anderem prognostizierte, dass das Krypto-Urgestein bis auf 100.000 US-Dollar nach oben schießen werde.

Darüber hinaus rechnet er mit dem Baubeginn für Bitcoin City und sagte zudem voraus, die Vulkan-Anleihen würden sich einer großen Nachfrage erfreuen und überzeichnet sein. Ob der Mikrostaat seine ambitionierten Kryptopläne tatsächlich in den kommenden Monaten umsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: vonDUCK / Shutterstock.com, Lightboxx / Shutterstock.com
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