23.04.2018 08:57
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Von wegen 8.000 US-Dollar: Zwei Forscher wollen den wahren Wert von Bitcoin ermittelt haben

Theoretische Berechnungen: Von wegen 8.000 US-Dollar: Zwei Forscher wollen den wahren Wert von Bitcoin ermittelt haben | Nachricht | finanzen.net
Theoretische Berechnungen
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Wieviel ist der Bitcoin wirklich wert? Diese Frage treibt die Bitcoin-Community nicht erst seit dem Run auf Kryptowährungen im Allgemeinen und den Bitcoin im Speziellen um. Forscher haben im Rahmen einer Studie jetzt den überraschenden "wirklich fairen Wert" von Bitcoin ermittelt.
Kaum eine Anlage zeigt sich so volatil wie die größte Digitalwährung Bitcoin. Der Bitcoin-Kurs hat innerhalb von 12 Monaten Notierungen zwischen 1.000 bis 20.000 US-Dollar gesehen. Aktuell scheint sich der Kurs bei rund 8.000 Dollar einzupendeln. Der Markt scheint keine befriedigende Antwort auf die Frage gefunden zu haben, wie viel ein Bitcoin wirklich wert ist - das beweisen die anhaltend starken Kursschwankungen. Doch zwei Ökonomen wollen den fairen Wert des Bitcoin jetzt ermittelt haben - indem sie eine Theorie aus dem Jahr 1911 auf den Kryptowährungsmarkt angewandt haben. Wieviel die beliebteste Kryptowährung der Welt tatsächlich wert ist, dürfte nicht nur eingefleischte Krypto-Fans überraschen.

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Bitcoin massiv überbewertet?

Die beiden Ökonomen Savvas Savouri, Partner bei einem Londoner Hedgefonds, und Richard Jackman, emeritierter Professor an der London School of Economics, haben die Theorie "Côtes du Rhône Theory" genannt. Im Wesentlichen basiert diese darauf, dass man den Wert einer Währung berechnen kann, wenn man dessen gesamte Verfügbarkeit - die Geldmenge also - die Umlaufgeschwindigkeit und die Menge an Waren und Dienstleistungen, für die es ausgegeben wird, kennt, berichtet "Bloomberg". Die Theorie der beiden Forscher basiert auf der Quantitätsgleichung des US-Wissenschaftlers Irving Fisher.

Basierend auf dieser Theorie kommen Savouri und Jackman zu einer überraschenden Erkenntnis über den wahren Wert des Bitcoin. Die aktuelle verfügbare Menge der Bitcoin-Token beläuft sich auf rund 15 Millionen. Basierend auf der Annahme, dass die digitalen Münzen durchschnittlich vier Mal im Jahr verwendet werden, müssten also im Jahr rund 60 Millionen Bitcoin-Zahlungen vorgenommen werden. Die Summe der mit Bitcoin bezahlten Güter und Dienstleistungen geben Savouri und Jackman mit 1,2 Milliarden US-Dollar an. Teilt man diese Summe durch die angenommenen 60 Millionen Bitcoin-Zahlungen im Jahr kommt man auf einen überraschend niedrigen Preis von 20 US-Dollar.

Theorie mit Schwächen

Doch so simpel die Theorie sein mag, so anfällig ist sie auch, denn sie beruht zu großen Teilen auf Schätzungen. Schließlich ist bis auf die im Umlauf befindliche Geldmenge keiner der anderen Faktoren bestätigt.

So hatte ein Analyst Dan Davies von Frontline, erst vor wenigen Monaten unter Anwendung der gleichen Theorie einen Bitcoin-Wert von 600 Dollar ermittelt. Wie "Bloomberg" berichtet, hatte er seinerseits Schätzwerte für die Variablen angegeben, die ein anderes Ergebnis zur Folge hatten.

Auch die Experten von Allianz Global Investors hatten kürzlich versucht, dem inneren Wert von Bitcoin auf den Grund zu gehen. Ihr Ergebnis: Die Kryptowährung hat eine inneren Wert von Null. Die Experten begründeten ihre pessimistische Einschätzung damit, dass beim Bitcoin - im Unterschied zu Staatsanleihen, Aktien oder Papiergeld - keine Forderung gegenüber einem Dritten besteht. Außerdem bringe das Internetgeld dem Besitzer keine Erträge ein.

Unterdessen überschlagen sich Experten auch weiterhin mit Kurszielen für die weltgrößte Kryptowährung. Der bekennende Bitcoin-Bulle Tim Draper rechnet mit einer Verdreißigfachung des Bitcoin-Wertes innerhalb der nächsten vier Jahren. Seine Prognose: Der Bitcoin werde bis auf 250.000 US-Dollar steigen. Andere Experten geben Bitcoin-Kursziele zwischen 100 und 91.000 US-Dollar heraus.

Dabei wird deutlich: Auch für Marktexperten ist die Kursentwicklung bei einer noch recht jungen Erscheinung wie Kryptowährungen nicht absehbar. Verlässliche Prognosen und Analysten zur weiteren Wertentwicklung gibt es kaum. Wohin die Reise beim Bitcoin geht, dürfte insbesondere davon abhängig sein, wie die Anwendungsmöglichkeiten für die Digitalwährungen zugrunde liegende Blockchain-Technologie in Zukunft genutzt werden. Denn in einem sind sich viele Experten einig: Diese Technologie ist zukunftsfähig.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Carlos Amarillo / Shutterstock.com, 3Dsculptor / Shutterstock.com, Gajus / Shutterstock.com, Lightboxx / Shutterstock.com

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