24.02.2020 20:58

Münchner Bankhaus steigt ins Krypto-Geschäft ein: Kryptoverwahrung und digitaler Euro

Tokenisierung: Münchner Bankhaus steigt ins Krypto-Geschäft ein: Kryptoverwahrung und digitaler Euro | Nachricht | finanzen.net
Tokenisierung
Folgen
Traditionelle Finanzhäuser entdeckten in der jüngsten Vergangenheit dank einer kürzlich in Kraft getretenen regulatorischen Änderung das Kryptoverwahrgeschäft für sich. Auch das Bankhaus von der Heydt will nun in das Token-Geschäft einsteigen.
Werbung
• Regulatorische Änderung macht Kryptoverwahrung für Kreditinstitute interessant
• Von der Heydt will Blockchain-Technologie nutzen
• Zusammenarbeit mit Berliner FinTech

Das Bankhaus von der Heydt gehört zu den ältesten Privatbanken Europas. Nun will die Traditionsbank mit der Zeit gehen und ihr Geschäft effizienter gestalten, indem sie Verbriefungen und Schuldverschreibungen tokenisiert, also mit Hilfe der Blockchain-Technologie abbildet. Von der Heydt plant in diesem Rahmen zum Anderen auch einen digitalen Euro auf den Markt zu bringen - dieser Stable-Coin soll also an den Euro-Kurs gebunden sein. Des Weiteren will das Bankhaus künftig auch im Bereich der Kryptoverwahrung aktiv werden. Dafür arbeitet von der Heydt, wie die Bank in einer Pressemitteilung berichtet, mit dem FinTech-Unternehmen Bitbond aus Berlin zusammen.

Wichtige regulatorische Änderungen

Seit dem 1. Januar 2020 gibt es eine wichtige regulatorische Änderung auf dem Krypto-Markt: Durch das Gesetz zur Umsetzung der Änderungsrichtlinie zur vierten EU-Geldwäscherichtlinie wurde das Kryptoverwahrgeschäft als eigene Finanzdienstleistung in das deutsche Kreditwesengesetz (KWG) aufgenommen. Wer Kryptowährungen und -assets verwahren möchte, benötigt also seit Jahresanfang eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Zwar gibt es Übergangsbestimmungen für Unternehmen, die diese nun neue, eigene Finanzdienstleistung bereits zuvor angeboten haben, doch die Anforderungen an die Verwahrung von Kryptowährungen, am so oft für seine mangelnde Regulierung kritisierten Kryptomarkt, werden höher. Zusätzlich wurde das Trennungsgebot aufgehoben, das bisher untersagte, dass die Verwahrung von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Litecoin & Co. und der Handel mit traditionellen Anlagen aus einer Hand angeboten werden. Weil dadurch Kryptowährungen von regulierten, seriösen Marktteilnehmern angeboten werden können, könnte diese Entwicklung den Krypto-Markt für Investoren, die sich zuvor um die Sicherheit und Seriosität solcher Angebote sorgten, interessanter machen.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Zusammenarbeit mit Bitbond

Für die Umsetzung der Pläne kooperiert das Banhaus von der Heydt mit dem FinTech Bitbond. Das Berliner Unternehmen arbeitet seit 2013 auf dem Gebiet Blockchain-basierter Finanzdienstleistungen und gilt als Pionier in der Branche. Bitbond war im vergangenen Jahr das erste Unternehmen landesweit, das ein Security Token Offering (STO) mit einem von der BaFin bewilligten Wertpapierprospekt durchgeführt hat.

Für beide Unternehmen ist das gemeinsame Vorhaben ein bedeutender Schritt. Philipp Doppelhammer, Geschäftsführer des Münchner Bankhauses, meinte: "Eine der großen Stärken des Bankhauses von des Heydt ist es, sehr schnell und flexibel auf technologische Neuerungen zu reagieren. Wir beobachten die Blockchain-Technologie in Hinblick auf Finanzdienstleistungslösungen schon länger, da wir der Meinung sind, dass sie unseren Kunden einen äußerst großen Mehrwert bieten wird. Daher freuen wir uns sehr, dass die Tokenisierung von Vermögenswerten nun aus regulatorischer und technologischer Hinsicht die Marktreife erlangt hat und hoffen, dass wir - als einer der ersten Anbieter für Kryptoverwahrlösungen im Markt überhaupt - dadurch einen entscheidenden strategischen Vorteil gegenüber großen und weniger agilen Universalbanken erlangen".

Das könnte Sie auch interessieren: JETZT NEU - Bitcoin & Co. über die finanzen.net App handeln - oder für Profis über die Börse Stuttgart Digital Exchange

Und auch bei Bitbond zeigt man sich erfreut über die Zusammenarbeit: "Wir arbeiten mit mehreren Banken und Finanzintermediären an verschiedenen Projekten im Bereich Tokenisierung und Verwahrung digitaler Vermögenswerte. Die Kooperation mit von der Heydt freut uns ganz besonders, da diese Bank eine der ersten ist, die im Bereich von Verbriefungen und Private Placements Blockchain-Technologie einsetzt. Wir gehen davon aus, dass viele Häuser diesem Beispiel folgen werden. Umso mehr freut es uns, mit einem so ausgewiesenen Branchenexperten zusammenarbeiten zu dürfen", wird Bitbond-Chef Radoslav Albrecht in der Pressemitteilung des Bankhauses wiedergegeben.

Der regulatorische Rahmen, der bezüglich der Verwahrung von Kryptowährungen nun geschaffen wurde, wird den Einsatz der Blockchain sicher schon in naher Zukunft auch für weitere Geldinstitute interessant machen und diese mit ins Token-Geschäft einsteigen lassen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Alexander Yakimo / Shutterstock.com, Wit Olszewski / Shutterstock.com
Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,19710,0001
0,00
Japanischer Yen130,30500,1500
0,12
Pfundkurs0,87160,0033
0,38
Schweizer Franken1,1025-0,0012
-0,11
Russischer Rubel90,7650-0,6605
-0,72
Bitcoin51283,6406-1564,2383
-2,96
Chinesischer Yuan7,81330,0052
0,07

Heute im Fokus

DAX fester erwartet -- Asiens Börsen freundlich -- Daimler mit starkem Jahresauftakt -- HeidelbergCement und HelloFresh in Q1 deutlich über Erwartungen -- Pfeiffer Vacuum im Fokus

Insolvenzverwalter wird Asien-Töchter von Wirecard los. Pfizer-Chef: Wahrscheinlich dritte und jährliche Impfdosis notwendig. Chinesische Wirtschaft legt wie erwartet stark zu. VINCI baut Stromübertragung in Benin für hunderte Millionen Euro aus. L'Oréal steigert die Einnahmen kräftig. Analyst hebt Kursziel für Tesla-Aktie massiv an. Jack Ma verdient kräftig an Rekordstrafe für E-Commerce-Riesen Alibaba.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Top-Rankings

Die wertvollsten Fußballer der Welt
Welche Spieler sind die teuersten aller Zeiten?
20 Dinge, die man für 1,78 Billionen Euro kaufen könnte
20 Dinge, die man für 1,78 Billionen Euro kaufen könnte
James Bond und seine Autos
Welcher Sportwagen gehörte zu welchem Bond-Film?

Umfrage

Wo sehen Sie den Bitcoin-Kurs Ende 2021?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln