09.05.2021 16:57

Ein Jahr nach dem Crash: Warren Buffetts Aussage zu Bargeld ist aktueller denn je

Notgroschen: Ein Jahr nach dem Crash: Warren Buffetts Aussage zu Bargeld ist aktueller denn je | Nachricht | finanzen.net
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Mehr als ein Jahr ist es her, dass die Corona-Pandemie den gesamten Globus ergriffen hat. Sämtliche Freizeitausgaben kamen zum Erliegen und die Sparquote erreichte nun einen Höchststand. Buffetts Aussage zu Bargeld aus 2010 scheint in diesem Umfeld besonders relevant.
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• Persönliche Sparquote ist auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten
• Liquide Mittel lassen Buffett "gut schlafen"
• Bargeldpolster für schlechte Zeiten bewahren


Während manche Menschen während der Coronapandemie um ihre Existenz bangten, wurden andere aufgrund der Stay-at-Home-Mentalität gewissermaßen zum Sparen gezwungen. Doch wenn Konzerte, Restaurantbesuche und Co. wieder locken, sollte nicht allzu großzügig mit dem Ersparten um sich geworfen werden. Denn die Pandemie zeigte, wie aktuell die Aussage von Investorenlegende Warren Buffett zur Liquidität von Berkshire Hathaway auch heute für jeden Einzelnen ist.

Berkshires Finanzkraft lässt Buffett "gut schlafen"

In seinem Brief an die Investoren schrieb Berkshire Hathaway-Chef Warren Buffett mitunter: "Wir zahlen einen hohen Preis, um unsere erstklassige Finanzkraft zu erhalten." Und weiter: "Die mehr als 20 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln, die wir üblicherweise halten, bringen derzeit einen Hungerlohn ein. Aber wir schlafen gut." Den "hohen Preis", den Buffetts Konglomerat für die Barmittelreserven aufwendet, erlaubt Berkshire durch raue Gewässer zu steuern. Auch in 2020 hat die Investmentgesellschaft ihre Barreserven kräftig erhöht und sich bei Übernahmen zurückgehalten. Grund ist mitunter auch, dass sich noch kein attraktives, zur Strategie passendes Übernahmeziel gefunden hat.

Buffetts Botschaft in 2021 besonders aktuell

Die Botschaft aus dem Jahr 2010 dürfte zum einen in Rückblick auf den Beginn der Pandemie, zum anderen auf die Zeit danach für viele relevant sein. Zwar trägt das Halten von Bargeld nicht so zum Vermögensaufbau bei wie renditebringende Anlageklassen, jedoch ist der Kern seiner Aussage viel mehr, dass eine Art Notgroschen existenzielle Sorgen in den Hintergrund rücken kann. Wer also im Laufe der Pandemie mitsamt der ausgelösten Einschränkungen etwas Geld beiseitegelegt hat, dem kann das Notfallpolster im Falle einer Unerwarteten Notlage womöglich zugutekommen. Außerdem hat die Pandemie gelehrt, wie wichtig genau dieses Handeln sein kann.

Ersparnisse für weniger finanzielle Sorgen

Auch andere Experten sprechen sich für bare Ersparnisse aus. Gegenüber Yahoo!Finance äußerte Henry Hoang, ein zertifizierter Finanzplaner bei Bright Wealth Advisors: "Bargeld oder Bargeldäquivalente in Ihrem Portfolio zu haben, gibt Ihnen Sicherheit und die Möglichkeit, Kapital zu schlagen, wenn alle anderen während einer Marktkorrektur den Verstand verlieren."

Wie viel eine Person sparen sollte, lässt sich nicht pauschal sagen, sondern orientiert sich anhand zahlreicher Faktoren, die sich aber insbesondere an der Tätigkeitsbranche orientieren. Eine Faustregeln, die weithin bekannt ist, besagt, dass drei bis sechs Monate der Lebenserhaltungskosten mit Bargeldreserven gedeckt werden können sollten. Die Menge an gehortetem Geld sollte es einem zumindest erlauben, "gut zu schlafen", wie es die Investmentlegende formulierte.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: J. Kempin/Getty Images, NICHOLAS ROBERTS/AFP/Getty Images

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