Gold kostet erstmals mehr als 4.700 US-Dollar - Silber ebenfalls mit Rekord

20.01.26 07:56 Uhr

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LONDON (dpa-AFX) - Gold und Silber bleiben bei Investoren angesichts der vielen geopolitischen Krisen gefragt. Die Preise für die beiden Edelmetalle kletterten am Dienstag im frühen Handel auf weitere Rekordstände - Gold kostete erstmals mehr als 4.700 US-Dollar. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) des gelben Edelmetalls stieg um bis zu ein Prozent auf 4.717 Dollar.

Das Niveau konnte der Goldpreis nicht ganz halten, lag aber mit 4.711 Dollar immer noch 0,9 Prozent im Plus. Der Silberpreis stieg im frühen Handel in der Spitze um 0,4 Prozent auf 94,73 Dollar und war damit ebenfalls so teuer wie noch nie. Zuletzt rutschte der Silberpreis allerdings leicht ins Minus.

Im neuen Jahr hat sich Gold hauptsächlich wegen der vielen geopolitischen Krisenherde wie der Lage im Iran und zuletzt den Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen einige europäische Staaten, um seinen Anspruch auf Grönland durchzusetzen, bereits um mehr als neun Prozent verteuert. Gold war bereits im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr.

Bei Silber war das Jahresplus 2025 mit fast 150 Prozent noch deutlich höher; im laufenden Jahr ging es bereits um weitere 31 Prozent nach oben. Während der Preis für Gold seit etwa einem halben Jahr kontinuierlich gestiegen ist, hat der Höhenflug beim Silber seit Anfang Dezember deutlich an Tempo gewonnen.

Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird./zb/jkr/tih

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