Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Rote Vorzeichen vor US-Inflationsdaten

13.03.26 08:09 Uhr

Goldpreis fällt: Anleger vorsichtig vor US-Inflationsdaten | finanzen.net

Der Goldpreis steuert auf den zweiten Wochenverlust in Folge zu, was vor allem auf die stark gestiegenen Energiepreise und die getrübte Aussicht auf kurzfristige Zinssenkungen in den USA zurückzuführen ist.

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von Jörg Bernhard

Dennoch hat Gold in dieser Woche bislang mehr als ein Prozent an Wert verloren, obwohl die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt leicht gesunken sind. Sollten die Ölpreise weiterhin hoch bleiben, dürfte dies den Spielraum der US-Notenbank für eine Lockerung der Geldpolitik einschränken. Obwohl die Ölpreise stark anzogen, forderte US-Präsident Donald Trump erneut Fed-Chef Jerome Powell auf, die Zinsen zu senken. Das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group zeigt aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 34 Prozent (42 Prozent) an, dass wir bereits Ende Juli (Mitte September) niedrigere Leitzinsen sehen werden als heute. Auf kurze Sicht dürften sich die Marktakteure nun für die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe (14.30 Uhr) und den PCE-Preisindex (Freitag) stark interessieren. Obwohl in den Monaten zuvor die Inflationsdaten darauf hingedeutet haben, dass der Preisdruck nachgelassen hat, könnten der Krieg und der damit verbundene starke Anstieg der Ölpreise die Teuerungsraten wieder nach oben treiben. Investoren warten nun auf die Veröffentlichung des US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) für Januar, (14.30 Uhr). Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten wird gegenüber dem Vormonat mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent (Dezember: 0,3 Prozent) gerechnet.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 31,70 auf 5.094,10 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Wechsel in Seitwärtsmodus

Sowohl die Nordseemarke Brent (+9,2 Prozent) als auch die US-Sorte WTI (+5,8 Prozent) weisen hohe Wochengewinne aus, obwohl die USA versuchten, die Sorgen um das Ölangebot zu lindern. Washington erteilte zuletzt eine 30-tägige Sondergenehmigung, damit Länder russisches Öl und Ölprodukte kaufen können, die derzeit auf See sind. Zusammen mit der Freigabe von 172 Millionen Barrel Öl aus den strategischen Erdölreserven der USA, versucht man den hohen Ölpreisen entgegenzuwirken - bislang ohne Erfolg.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,44 auf 96,17 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 5,75 auf 101,21 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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