Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Trügerische Ruhe kehrt ein

03.03.22 07:52 Uhr

Goldpreis: Trügerische Ruhe kehrt ein | finanzen.net

An den Goldmärkten ist es relativ ruhig geworden. Diese Entwicklung könnte sich allerdings als trügerisch erweisen.

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von Jörg Bernhard

Fed-Chef Jerome Powell stellte beim gestrigen Rechenschaftsbericht vor dem Bankenausschuss des US-Senat eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte noch in diesem Monat in Aussicht. Dieser vorsichtige Schritt hat die Zinsängste abflauen lassen und dadurch zu höheren US-Renditen geführt. Dadurch wurden die Aufwärtsambitionen des Goldpreises spürbar begrenzt. Beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares gab es am gestrigen Mittwoch dennoch kräftige Kapitalzuflüsse zu vermelden. Während sich dessen gehaltene Goldmenge am Dienstag um 13,36 Tonnen erhöht hat, verzeichnete er am gestrigen Mittwoch ein Plus von 7,82 Tonnen. Damit sind die Goldbestände des ETF seit Kriegsausbruch um fast 21 Tonnen auf 1.050,22 gestiegen, den höchsten Wert seit fast 12 Monaten. Massive Abflüsse dürften wohl erst einsetzen, wenn Putin von der politischen Weltbühne verschwunden ist. Allerdings nur, falls der neue starke Mann kein Kriegstreiber sein wird.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 8,80 auf 1.931,10 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Keine Entspannung in Sicht

Massive Sorgen um das weltweite Ölangebot haben den Ölpreis weiter in die Höhe getrieben und bei der Nordseemarke Brent zu einem Neunjahreshoch geführt. Weil die OPEC bei ihrem gestrigen Treffen keine Beschlüsse für einen stärkeren Ausbau der Förderquoten getroffen hat, tendierte der fossile Energieträger weiter bergauf. An den Finanzmärkten wird mittlerweile befürchtet, dass der hohe Ölpreis zu einer weltweiten Stagflation führen könnte. Und dies würde bedeuten: Hohe Inflation bei geringem Wirtschaftswachstum.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 4,07 auf 114,67 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 4,14 auf 117,07 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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