25.04.2022 07:41

Goldpreis: Zweiwochentief wegen anhaltender Zinssorgen

Goldpreis und Ölpreis: Goldpreis: Zweiwochentief wegen anhaltender Zinssorgen | Nachricht | finanzen.net
Goldpreis und Ölpreis
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Das gelbe Edelmetall startet mit negativen Vorzeichen in die neue Handelswoche nachdem sich die Anzeichen für starke US-Zinserhöhungen immer mehr verdichten.
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von Jörg Bernhard

Das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group zeigt mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von über 97 Prozent an, dass wir Anfang Mai einen Zinsschritt um 50 Basispunkte sehen werden, nachdem vor einem Monat hier lediglich ein Wert von 68 Prozent registriert worden war. Der Höhenflug von Dollar und US-Renditen verhinderten bislang einen erneuten Angriff auf die Marke von 2.000 Dollar. In dieser Woche stehen aktuelle Zahlen zur deutschen Inflationsrate im April zur Bekanntgabe an. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich die Teuerung von 7,3 auf 7,2 Prozent p.a. leicht verlangsamt haben. In den vergangenen zwölf Monaten ist Gold seinem Ruf als Inflationsschutz auf jeden Fall gerecht geworden, schließlich hat sich die Feinunze seither um rund 20 Prozent verteuert.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 16,20 auf 1.918,10 Dollar pro Feinunze.
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Rohöl: Dickes Minus zum Wochenstart

Der fossile Energieträger sieht sich im Zuge der drohenden Zinserhöhungen und des Lockdowns in China derzeit heftigen Gegenwinden ausgesetzt. Auf der Angebotsseite gibt es derzeit jedoch widersprüchliche Signale. Aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wird in der EU über ein sechstes Sanktionspaket inklusive eines Embargos russischen Öls diskutiert. Die Tatsache, dass Kasachstan seit Freitag - nach einem 30-tägigen Exportausfall - mittlerweile wieder ohne Einschränkungen liefern kann und der am Freitagabend veröffentlichte Wochenbericht der im Ölsektor tätigen US-Dienstleistungsfirma Baker Hughes über die nordamerikanischen Bohraktivitäten, der zum fünften Mal in Folge bei der Zahl der Öl-Bohranlagen einen Anstieg gemeldet hat, verpuffte an den Ölmärkten ohne Wirkung.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,61 auf 99,46 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,62 auf 103,53 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: farbled / Shutterstock.com, Julian Mezger

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