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07.06.2019 14:29
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Gold oder Staatsanleihen: Womit sichern Investoren ihr Portfolio besser ab?

Niedrigzinsumfeld im Blick: Gold oder Staatsanleihen: Womit sichern Investoren ihr Portfolio besser ab? | Nachricht | finanzen.net
Niedrigzinsumfeld im Blick
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Immer mehr Beobachter rechnen mit einer Rezession. Für Investoren stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, wie sie ihr Depot gegen mögliche Kursturbulenzen am besten sichern. Eine neue Studie gibt Aufschluss.
Während sich viele Beobachter über den Zeitpunkt uneinig sind, steht für viele von ihnen aber fest: Die Weltwirtschaft steuert auf eine Rezession zu. Die Aktienmärkte sind in den vergangenen Jahren äußerst gut gelaufen und haben sich für Investoren als ertragreiches Pflaster erwiesen. Doch viele Anleger haben ihr Depot angesichts der starken Performance von Aktien nur unzureichend gegen Kursverluste abgesichert. Der neue "In gold we trust"-Report zeigt im historischen Kontext, welche Instrumente sich in der Vergangenheit für diesen Zweck als hilfreich erwiesen haben.
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Depotabsicherung: Gold oder Staatsanleihen?

Dazu nahmen die Experten die Kursentwicklung der vergangenen Monate und Jahre unter die Lupe. Deutlich wurde: Während die größten internationalen Aktienindizes, wie S&P 500, DAX, Hang Seng und FTSE, seit ihren Höchstständen in den Jahren 2017-2019 zurückgekommen sind, hat der Goldpreis zeitgleich angezogen. Anleger, die in ihrem Portfolio ausschließlich auf Aktien gesetzt haben, haben im direkten Vergleich also Verluste eingefahren.

In einem typischen Anlegerdepot finden sich allerdings selten nur Aktien, aus Gründen der Diversifizierung haben Investoren häufig auch Anleihen im Portfolio. Und auch dies hat sich in der Vergangenheit als kluge Entscheidung erwiesen, wie die Autoren der Studie herausgefunden haben. Denn in Rezessionszeiten oder kurz davor haben die Aktienmärkte teils empfindliche Verluste hinnehmen müssen, während die Anleihenkurse im gleichen Zeitraum zulegen konnten und damit einen Teil der Kursverluste in den Depots kompensierten. "Steigende Anleihenkurse hatten also in der jüngeren Vergangenheit in der Tat das Potenzial, bei Aktienbärenmärkten Kursgewinne zu verzeichnen", heißt es im Rahmen der Studie.

Aber auch Gold hat sich als geeigneter Diversifikator erwiesen. "Anleihen und Gold (sind) komplementäre Aktiendiversifikatoren", heißt es im aktuellen Gold-Report. Sie entwickeln sich also gegenläufig zu den Aktienkursen und sind daher in schwachen Börsenzeiten geeignet, um Kursverluste abzufedern. "Die historische Analyse beweist demnach eindeutig, dass sich Gold und 10-jährige US-Staatsanleihen in der Vergangenheit als Aktiendiversifikator bewährt haben. Insbesondere während Aktienbärenmärkten konnten Gold und 10-jährige US-Staatsanleihen mehrheitlich zulegen und sich hervorragend ergänzen", so das Fazit der Experten.

Staatsanleihen: Noch das geeignete Instrument?

Doch insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Lage der Weltwirtschaft - und explodierenden Staatsschulden - stellt sich die Frage, ob diese Diversifikationsstrategie weiterhin erfolgversprechend ist.

Denn die Geldpolitik der Zentralbanken ist ein großer Einflussfaktor für die Entwicklung der Anleihenkurse. Sowohl die Zinspolitk der Währungshüter als auch unkonventionelle Maßnahmen wie QE wirken direkt auf die Kapitalmarktzinsen und die Anleihenkurse, erklären die Autoren Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek in ihrem "In gold we trust"-Report. In Zeiten steigender Leitzinsen eignen sich Anleihen besser als Aktiendiversifikator. Jedoch konstatieren sie: "Die immer expansivere Geldpolitik seit den 1980er-Jahren hat die Anleihenkurse im Laufe der Zeit sukzessive nach oben gedrückt." Das Niedrigzinsumfeld gibt den Zentralbanken daher wenig Möglichkeiten, in Sachen Zinssenkung noch aktiv zu werden - sich durch Kursgewinne bei Anleihen gegen fallende Aktienkurse zu schützen, sei vor diesem Hintergrund immer schwieriger, heißt es weiter.

Zwar können Zentralbanken die Anleihenkurse durch unkonventionelle Maßnahmen wie QE stützen, doch kämen die Währungshüter früher oder später an praktische, rechtliche, wirtschaftliche oder politische Grenzen, so die Autoren der Studie. "Der Spielraum der Zentralbanken in der Geldpolitik ist nicht unendlich".

Niedrigzinsumfeld spricht für Gold

Angesichts des aktuellen Marktumfeldes kommt der Report zu dem Schluss, dass Anleihen als klassische Absicherung gegen fallende Aktienkurse derzeit nur bedingt brauchbar seien. "Aufgrund des immer noch niedrigen Zinsumfeldes sind Anleihen weiterhin nahe ihrer Allzeithochs bewertet. In einer derartigen Ausgangssituation sind Anleihen als Absicherung gegen fallende Aktienkurse unserer Meinung nach mit Vorsicht zu genießen".

Gold sei vor diesem Hintergrund als Instrument zur Diversifizierung aktuell die bessere Wahl. "Je lockerer die Geldpolitik, desto besser für Gold", so die Experten. Allerdings warnen sie vor möglichen unerwarteten Maßnahmen der Währungshüter: So dürfe "die Kreativität und Entschlossenheit der Zentralbanken bei der Entwicklung neuartiger Instrumente und Auslegung alter Vorgaben nicht unbeachtet bleiben", heißt es weiter.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Sergey Nivens / Shutterstock.com, Lisa S. / Shutterstock.com

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