Rohstoff im Blick

Goldpreis weiter im Höhenflug - Rekordhoch in US-Dollar und Euro

05.03.24 15:47 Uhr

Goldpreis klettert auf neues Allzeithoch in US-Dollar und Euro | finanzen.net

Der Goldpreis hat seinen Höhenflug mit der Spekulation auf fallende Zinsen fortgesetzt und ein Rekordhoch erreicht.

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Am Dienstag wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) an der Börse in London bei 2141 US-Dollar gehandelt. So teuer war das Edelmetall noch nie. Der alte Rekord aus dem Dezember ist damit Geschichte. Auch in Euro erreichte der Goldpreis ein Rekordhoch. Hier wurden 1974 Euro für eine Feinunze des Edelmetalls gezahlt und damit so viel wie noch nie.

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Seit Ende Februar geht es mit dem Goldpreis nach oben. Die Notierung ist in den vergangenen drei Handelstagen um etwa 100 Dollar je Unze gestiegen. Der Höhenflug des Goldpreises wird am Markt mit einer stärkeren Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen erklärt, zu denen auch das Edelmetall gezählt wird. Dabei wird unter anderem auf geopolitische Risiken im Nahen Osten verwiesen.

Als wichtige Triebfeder für den Höhenflug gilt aber vor allem die Spekulation auf sinkende Zinsen. Da Anlagen in Gold keine Zinsen abwerfen, verstärken sinkende Kapitalmarktrenditen die Nachfrage nach dem Edelmetall.

"Der Katalysator hinter dem jüngsten Aufstieg von Gold sind die enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten", erklärte Alexander Zumpfe, Edelmetallhändler beim Handelshaus Heraeus die Kursentwicklung. Zuletzt wurde die Spekulation auf sinkende Zinsen unter anderem durch enttäuschende Daten zur Stimmung in der US-Industrie und zur Konsumlaune in den USA verstärkt.

An den Finanzmärkten wird die erste Zinssenkung durch die US-Notenbank derzeit überwiegend im Sommer erwartet. Rohstoffexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank wies allerdings darauf hin, dass noch viel Unsicherheit hinsichtlich des Beginns der Zinssenkungen bestehe. Sie hält den starken Anstieg des Goldpreises für fragil. "Eine leichte Abwärtskorrektur in den kommenden Tagen aufgrund von Gewinnmitnahmen wäre nicht verwunderlich", sagte die Commerzbank-Expertin.

LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com, Netfalls - Remy Musser / Shutterstock.com

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