AKTIEN IM FOKUS 2: Autowerte nach neuen EU-Regeln für China-Exporte unter Druck

12.01.26 18:15 Uhr

(neu: Schlusskurse, Auslieferungszahlen VW und Mercedes, Händler zu Porsche.)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine neue Leitlinie der Europäischen Union für den Import von Elektroautos aus China hat die deutschen Auto-Aktien am Montag belastet. Im DAX war BMW mit einem Abschlag von 1,7 Prozent der größte Verlierer. Volkswagen (Volkswagen (VW) vz) büßte 1,3 Prozent ein. Die Papiere der Porsche Holding (Porsche Automobil) und von Mercedes-Benz (Mercedes-Benz Group (ex Daimler)) verloren jeweils knapp ein Prozent.

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Im MDAX sackten die Aktien der Porsche AG (Porsche vz) als Schlusslicht sogar um sechs Prozent ab. Ein Händler verwies als zusätzliche Belastung für die Papiere des Sportwagenbauers auf Aussagen des Managements bei einer Analystenkonferenz, wonach die Markterwartungen zum Jahresschluss zu hoch sein könnten.

Die EU-Kommission zeigte den chinesischen Autobauern zu Wochenbeginn einen Weg zur Vermeidung der 2024 eingeführten Zusatzzölle auf. Unternehmen können sich nach einer neuen Leitlinie verpflichten, für in die Europäische Union exportierte Fahrzeuge Mindestpreise festzusetzen, um sich die Preisaufschläge zu ersparen. Zudem würden bei einem entsprechenden Angebot Zusagen zu Investitionen in der EU oder eine Begrenzung der Exporte positiv angerechnet werden.

Aus Sicht von Citigroup-Analyst Harald Hendrikse ist das ein weiterer großer Sieg für die chinesischen Hersteller. Zwar könnte die Vereinbarung BMW und Volkswagen dabei helfen, ihre in China produzierten Autos günstiger in die EU zu schiffen. Allerdings dürfte der Konkurrenzkampf in Europa durch chinesische Marken umso härter werden. Weniger wettbewerbsfähige europäische Produktionskapazitäten würden weiter entwertet.

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Die neue Leitlinie könne Europas Autobauern außerdem nicht auf dem chinesischen Markt helfen, ergänzte Hendrikse. Es sei unvermeidbar, dass die europäischen Hersteller dort weitere Marktanteile verlieren. Die genauen Konsequenzen für die hiesige Branche seien allerdings erst absehbar, wenn die tatsächlichen Mindestpreise feststünden.

Entsprechende Preisangebote der chinesischen Autobauer will die EU-Kommission objektiv und fair bewerten, heißt es in der Leitlinie. Voraussetzung für die Annahme sei, dass die Maßnahmen die schädigenden Auswirkungen von Subventionen beseitigten und eine den Zöllen gleichwertige Wirkung entfalteten. Das Handelsministerium in Peking begrüßte die erzielten Fortschritte.

Hintergrund der 2024 eingeführten EU-Zusatzabgaben war eine Untersuchung der EU-Kommission. Diese kam zu dem Ergebnis, dass Hersteller in China von unfairen Subventionen profitieren, die ihnen einen erheblichen Vorteil auf dem europäischen Markt verschaffen. Seitdem variiert die Höhe der Zusatzzölle je nach Hersteller zwischen 7,8 und 35,3 Prozent. Betroffen sind auch in China tätige ausländische Konzerne wie BMW und Mercedes.

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Die deutschen Autobauer tun sich bereits seit geraumer Zeit auf dem wichtigen chinesischen Markt äußerst schwer. Rückschläge dort und in den USA haben bei VW und Mercedes 2025 auch insgesamt für rückläufige Verkäufe gesorgt. Beide Unternehmen legten zum Wochenstart Verkaufszahlen vor. Während der VW-Konzern im abgelaufenen Jahr 0,5 Prozent weniger Fahrzeuge auslieferte als im Vorjahr, gingen die Verkäufe bei Mercedes sogar um zehn Prozent zurück./niw/men

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Nachrichten zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

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Analysen zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

DatumRatingAnalyst
11:46Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Equal WeightBarclays Capital
08:06Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.01.2026Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
15.01.2026Mercedes-Benz Group (ex Daimler) NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
14.01.2026Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyDeutsche Bank AG
DatumRatingAnalyst
15.01.2026Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
14.01.2026Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyDeutsche Bank AG
12.01.2026Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
05.01.2026Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
26.11.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
DatumRatingAnalyst
11:46Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Equal WeightBarclays Capital
08:06Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.01.2026Mercedes-Benz Group (ex Daimler) NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
14.01.2026Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Market-PerformBernstein Research
13.01.2026Mercedes-Benz Group (ex Daimler) NeutralUBS AG
DatumRatingAnalyst
18.02.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) UnderweightBarclays Capital
13.01.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) UnderweightBarclays Capital
03.12.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) UnderweightBarclays Capital
17.12.2021Daimler HoldHSBC
18.02.2021Daimler SellWarburg Research

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