BP-Aktie leichter: Investoren drängen auf Erklärung für wachsende Öl-Ausgaben

BP muss laut einer Forderung von Investoren die höheren Ausgaben für die Öl- und Gasproduktion rechtfertigen.
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Die neu ausgerichtete Strategie und der erneute Fokus auf Öl und Gas würden die eigentliche Ursache für die unterdurchschnittliche Performance von BP nicht beheben, heißt es in einem Aktionärsantrag, der von britischen und europäischen Pensionsfonds sowie dem aktivistischen Investor Australasian Centre for Corporate Responsibility (ACCR) eingereicht wurde.
BP lenkt wieder mehr Investitionen in sein traditionelles Geschäft mit fossilen Brennstoffen. Zuvor hatte ein zeitlich schlecht gewählter Vorstoß in erneuerbare Energien die Gewinne belastet und zu Abschreibungen in Milliardenhöhe geführt. Das Unternehmen hat seine Strategie im Februar vergangenen Jahres neu ausgerichtet, Kosten gesenkt und sein Führungsteam ausgetauscht. Damit soll das Vertrauen der Investoren zurückgewonnen werden, dass der Konzern klug investieren und höhere Renditen erzielen kann.
Die Antragsteller, darunter der Greater Manchester Pension Fund, Nest sowie mehr als 100 Einzelaktionäre, repräsentieren 0,42 Prozent des Aktienkapitals von BP. Ihr gemeinsamer Anteil wurde laut LSEG-Daten am Dienstag mit mehr als 400 Millionen Dollar bewertet.
Die Investoren forderten BP auf, einen disziplinierteren Ansatz bei den Investitionsausgaben zu verfolgen und detailliertere Daten anzubieten. Dies solle es den Anlegern ermöglichen, "besser zu beurteilen, ob und wie die Investitionsentscheidungen des Unternehmens eine disziplinierte Kapitalallokation fördern".
Ein Sprecher von BP lehnte eine Stellungnahme ab.
Im Rahmen seiner neuen Strategie erhöht BP die Investitionen in Öl und Gas für die Jahre 2025 bis 2027 auf rund 10 Milliarden Dollar pro Jahr. Dies liegt 20 Prozent über der früheren Prognose; BP erwartet für diese Projekte Renditen von mehr als 15 Prozent.
BP sollte besser darlegen, wie es die Wettbewerbsfähigkeit bei den Kosten für jedes Projekt bewertet und wie Kostenüberschreitungen berücksichtigt werden, so die Aktionäre. Zudem müsse erklärt werden, wie Investitionen in die Exploration Werte für die Aktionäre schaffen. Diese Offenlegungen sollten spätestens zur Hauptversammlung im nächsten Jahr erfolgen.
"Verbesserte Offenlegungen werden den Investoren von BP die Einblicke geben, die sie benötigen, um zu beurteilen, ob die Pläne des Unternehmens zur Erhöhung der Upstream-Investitionen eine wertsteigernde Strategie für sie darstellen", erklärte die Gruppe.
Im Dezember, als die externe Kandidatin Meg O'Neill zur nächsten CEO von BP ernannt wurde, lobte Chairman Albert Manifold ihre finanzielle Disziplin und sagte, "erhöhte Strenge und Sorgfalt" seien notwendig, damit das Unternehmen den Wert für die Aktionäre maximieren könne.
Die Glaubwürdigkeit von BP bei der Kapitalallokation sei durch die teuren Fehltritte der vergangenen zehn Jahre stark beeinträchtigt worden, schrieb Barclays-Analystin Lydia Rainforth kürzlich.
Das Unternehmen müsse den Investoren zeigen, wie es die Entscheidungsprozesse geändert habe, die zu anhaltenden und erheblichen Abschreibungen geführt hätten, so Rainforth.
BP hatte im Januar angekündigt, den Wert seiner Sparte für Gas und CO2-arme Energie um bis zu 5 Milliarden Dollar abzuschreiben.
Die BP-Aktie verliert in London zeitweise 0,66 Prozent auf 4,59 GBP.
DJG/DJN/mgo/rio
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