25.11.2015 16:00

Cancom: Auf Wolke Wachstum

Euro am Sonntag: Cancom: Auf Wolke Wachstum | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag
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Das IT-Systemhaus will dauerhaft 15 Prozent pro Jahr wachsen. Mindestens. Das starke Geschäft mit der Cloud und regelmäßige Zukäufe treiben die Geschäfte an.
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€uro am Sonntag
von Joachim Spiering, Euro am Sonntag

Als Klaus Weinmann 1992 neben seinem BWL-Studium ­etwas Geld hinzuverdienen wollte, kam er mit ein paar Kumpels auf die Idee, einen Computerhandel aufzuziehen. Nur, wie sollte die junge Firma heißen? Es wurde ein wenig rumgesponnen und irgendwann stand der Name: Cancom, zusammengesetzt aus dem englischen "can" für Können und "com" für Computer.


Dass Weinmann Computer kann, hat er in den folgenden 23 Jahren bewiesen. 1999 an die Börse gegangen, später ein paar harte Jahre (üb-)erlebt, ist der IT-Dienstleister aus München inzwischen zu einem sehr soliden Wachstums­unternehmen aus dem TecDAX gereift, das nächstes Jahr die Eine-Milliarde-Euro-Umsatzmarke knacken will. "Das wird knapp, ist aber das Ziel", so Weinmann gegenüber €uro am Sonntag.


Das Systemhaus ist seinen Ursprüngen als Computerhändler längst entwachsen. Inzwischen bietet es mittelständischen Unternehmen komplette IT-Infrastruktursysteme mit allen erdenklichen Hard- und Softwarelösungen an. Wichtigster Wachstumsmotor ist aber die Sparte Cloud-Solutions, also IT-Lösungen für das Verlagern von Daten und Prozessen auf externe Rechenzentren, sodass die Kunden selbst keine Server mehr betreiben müssen.

Cancoms Entwicklung ist beeindruckend. In den vergangenen fünf Jahren kletterte der Umsatz um 70 Prozent auf geschätzte 920 Millionen Euro für 2015, der Gewinn ähnlich stark auf voraussichtlich mehr als 19 Millionen. In einem ähnlichen Tempo soll es weitergehen. "Unser Ziel ist es, jedes Jahr beim Umsatz um 15 Prozent zu wachsen und beim Gewinn noch stärker", sagt Weinmann. Dabei verfolgt der Unternehmensgründer zwei Strategien: Zur einen Hälfte soll das Wachstum aus eigener Kraft erfolgen, zur anderen durch Zukäufe.


Für das organische Wachstum gibt es laut Weinmann mehrere Treiber. So profitiere Cancom von dem großen Trend Industrie 4.0, also der immer stärkeren Verzahnung und Kommunikation von Maschinen untereinander und der immer wichtiger werdenden Erfassung und Analyse industrieller Daten. Auch die Frage nach der IT-Sicherheit schiebe die Geschäfte an. "Früher war das allein ein Thema für die IT-Verantwortlichen einer Firma. Heute ist das Thema in den Vorstandsetagen angekommen." Dadurch würden die Budgets tendenziell größer, so Weinmann.

Zwar gebe es aufgrund des NSA-Skandals bei vielen Unternehmen Vorbehalte, ob eine Auslagerung der Daten auf fremde Rechenzentren gut sei. Andererseits biete Cancom Cloud-Lösungen an, die zu 100 Prozent auf deutschen Servern laufen und damit vor dem Zugriff amerikanischer Spione bestmöglich geschützt sind. Hinzu kommen Verschiebungen innerhalb des Marktes: Da IT-Lösungen immer komplexer werden, fällt es kleineren Anbietern zunehmend schwerer, hier mitzuhalten. Zudem ziehen sich größere Konzerne aus Teilbereichen zurück, in welche Cancom vorstoßen kann.

Speziell im Cloud-Geschäft sieht Weinmann erhebliches Wachstumspotenzial. Zumal er hofft, künftig lukrative Großaufträge an Land ziehen zu können, die monatliche Umsätze von einigen Hunderttausend Euro garantieren. "Wir sind an einigen solcher Aufträge dran und hoffen, in den kommenden Monaten die Unterschrift daruntersetzen zu können."

Mit einer eigenen M & A-Truppe wird der Markt permanent nach Übernahmezielen gescannt. Zwar sind laut Weinmann Schnäppchen rar geworden, bange ist ihm aber nicht. "Der IT-Markt ist so fragmentiert, dass es immer wieder Möglichkeiten geben wird." Erst kürzlich kaufte Cancom das Münchner Beratungs- und Systemhaus Xerabit und damit 27,3 Millionen Euro Umsatz (2014) hinzu. "Mit Xerabit stärken wir in Süddeutschland unsere IBM-Kompetenz."

Bislang ist Cancom in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie mit einer Niederlassung in den USA aktiv. Daran werde sich nichts ändern, eine Expansion in andere Länder Europas oder nach Asien sei nicht geplant.

Und wo steht Cancom in zehn Jahren? "Wir werden in beiden Bereichen weiter wachsen, aber mit dem Cloud-­Geschäft mehr. Insofern wird diese Sparte dann eine größere Bedeutung haben."Cancom kann also auch Cloud. Wie Cancloud.

Investor-Info

Cancom
Attraktiver TecDAX-Wert

Nach einer Rally bis Anfang 2014 tendiert der Aktienkurs seitdem unter hohen Schwankungen seitwärts. Nach guten Neunmonatszahlen nimmt er jetzt wieder Fahrt auf. Gemessen am erwarteten Wachstum ist die Aktie, die dem Offensiven Depot von €uro am Sonntag angehört, attraktiv bewertet und auch im Vergleich zum Wettbewerber Bechtle günstig. Die Kursziele reichen bis 50 Euro. Fällt der Widerstand bei 40 Euro, sind schnell weitere Gewinne drin. Solide Dividendenrendite.
Bildquellen: Cancom SE

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