NEU: Krypto-Sparplan bei BISON. Einfach und stressfrei in Bitcoin, Ethereum & Co. investieren. -w-
09.12.2016 12:01

Übernahmen: Neue M&A-Welle bei Pharma?

Euro am Sonntag-Meinung: Übernahmen: Neue M&A-Welle bei Pharma? | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Meinung
Folgen
US-Pharma- und US-Biotech-Konzerne bunkern riesige Mengen Cash im Ausland. Donald Trump will dieses Geld heimholen. Das könnte Pharma-Übernahmen befeuern.
Werbung
€uro am Sonntag
von Mario Linimeier, Gastautor von Euro am Sonntag

Barmittel in Höhe von 112 Milliarden US-Dollar - diese Summe steht allein in den Bilanzen der sechs großen US-Pharmakonzerne Johnson & Johnson, Merck & Co., Pfizer, Bristol-MyersSquibb, Abbvie und Eli Lilly. Fast 100 Milliarden US-Dollar davon befinden sich im Ausland. Nach Plänen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump soll dieses Geld in die Vereinigten Staaten zurückfließen und dort investiert werden. Dasselbe gilt für die auswärtigen Cashbestände der anderen amerikanischen Pharma- und Biotechkonzerne. Damit das funktioniert, will Trump das in die Heimat ­zurückgeholte Kapital nur mit zehn Prozent besteuern. Geht der Plan auf, ­würden die Cashbestände, die für Übernahmen und Fusionen (M & A) in den USA bereitstünden, dramatisch steigen und die M & A-Welle erneut anschieben.


Deren vorläufiger Höhepunkt war ­bislang im vergangenen Jahr. Damals summierten sich die weltweiten Transaktionen, von denen die meisten in den USA stattfanden, auf mehr als 300 Milliarden US-Dollar. 2016 verlief mit knapp 100 Milliarden US-Dollar bisher eher enttäuschend. Das könnte sich jedoch schon bald ändern. Denn den Pharma- und vor allem den Biotechunternehmen hat der US-Präsidentschaftswahlkampf schwer zu schaffen gemacht. Die demokratischen Bewerber Bernie Sanders und Hillary Clinton forderten immer wieder eine Begrenzung der Medikamentenpreise. Die Biopharmaaktien gerieten daher unter Druck und die Übernahmetransaktionen ins Stocken.


Jetzt ist der Wahlkampf zu Ende und mit ihm auch die hitzige Preisdiskussion. Das Healthcare-Programm von Trump fokussiert nicht die Preise. Dementsprechend haben seit seinem Sieg die Aktienkurse der Biotechfirmen um gut fünfzehn Prozent zugelegt. Das Ende der Unsicherheit dürfte auch dafür sorgen, dass sich das Übernahme­karussell schon bald wieder schneller dreht. Vor allem Big Pharma muss dringend die Pipeline an neuen Wirkstoffen und Medikamenten wieder auffüllen. Denn ständig läuft der Patentschutz gut eingeführter und ertragreicher Therapien ab. Allein im Jahr 2015 betraf dies Pharma- und Biotechprodukte mit einem Umsatzvolumen von fast 45 Milliarden Dollar. Bis 2020 kommen voraussichtlich noch einmal Arzneimittel mit 150 Milliarden Dollar Jahresumsatz hinzu. Sie müssen mit entsprechenden Generika und Biosimilars konkurrieren, die deutlich preiswerter sind.

Die Platzhirsche der Branche
müssen in Biotechs investieren

Große Pharmahersteller verlieren daher spürbar Marktanteile. Pfizer etwa, nach Novartis die weltweite Nummer 2, kommt nur noch auf einen Weltmarktanteil von 5,6 Prozent. Vor zehn Jahren waren es noch mehr als 8,3 Prozent. Bei GlaxoSmithKline hat sich der Marktanteil binnen zehn Jahren auf 3,5 Prozent sogar fast halbiert. Der summierte Marktanteil der 15 größten Pharma­konzerne ist von 2005 bis 2015 von insgesamt 61,4 auf 53,7 Prozent zurückgegangen. Die Platzhirsche können ihre Positionen eigentlich nur verteidigen, indem sie Biotechfirmen mit innovativen Produkten übernehmen oder deren Medikamente lizensieren.

Bei derartigen M & A-Transaktionen werden jedoch erhebliche Aufgelder ­gezahlt. Nicht selten entsteht ein handfester Bieterwettbewerb. Beispiel Medivation: Anfang dieses Jahres bot der französische Sanofi-Konzern für den Biopharmawert aus den USA 52,50  Dollar pro Aktie und besserte das Angebot auf 58 Dollar nach. Anschließend stiegen Pfizer, Gilead, Celgene und Merck & Co. in den Bieterstreit ein. Am Ende machte Pfizer mit einem Preis von 81,50 Dollar pro Aktie das Rennen und stärkt so sein Medikamentenportfolio mit dem Blockbustermittel Xtandi gegen Prostatakrebs. Ein satter Aufschlag - Pfizer zahlt immerhin 55 Prozent mehr als Sanofi anfangs geboten hatte.

Medivation ist keineswegs eine Ausnahme. Allergan legt für den Biotech-Small-Cap Vitae einen Aufschlag von 160 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vor Bekanntgabe der Offerte auf den Tisch. Bei der Übernahme des Nebenwerts Tobira Therapeutics beläuft sich das gebotene Aufgeld sogar auf fast 500 Prozent. Anleger, die entsprechend positioniert sind, könnten von dieser Entwicklung erheblich profitieren.

Kurzvita

Mario Linimeier,
Analyst bei Medical Strategy

Der Betriebswirt und Molekularbiologe arbeitet seit 2013 bei der Fondsboutique Medical Strategy als Health­care-Analyst. Zuvor war ­er für eine große, international tätige Unternehmensberatung tätig. Medical Strategy ­konzentriert sich im Rahmen seiner ­Kernkompetenz ­ausschließlich auf das Management und die Beratung von Aktienportfolios aus dem ­Gesundheitsbereich.
Ausgewählte Hebelprodukte auf AbbVie Inc
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Produkte auf AbbVie Inc
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Hebel
KO
Emittent
Laufzeit
Bildquellen: Javier Correa / Shutterstock.com, Medical Strategy GmbH

Nachrichten zu Pfizer Inc.

  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Pfizer Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
11.01.2022Pfizer Equal WeightBarclays Capital
07.01.2022Pfizer NeutralGoldman Sachs Group Inc.
23.12.2021Pfizer Equal WeightBarclays Capital
17.12.2021Pfizer NeutralGoldman Sachs Group Inc.
15.12.2021Pfizer Equal WeightBarclays Capital
13.12.2021Pfizer BuyUBS AG
03.02.2021Pfizer kaufenDZ BANK
02.12.2020Pfizer OutperformRBC Capital Markets
16.10.2020Pfizer OutperformRBC Capital Markets
09.09.2020Pfizer OutperformRBC Capital Markets
11.01.2022Pfizer Equal WeightBarclays Capital
07.01.2022Pfizer NeutralGoldman Sachs Group Inc.
23.12.2021Pfizer Equal WeightBarclays Capital
17.12.2021Pfizer NeutralGoldman Sachs Group Inc.
15.12.2021Pfizer Equal WeightBarclays Capital
03.05.2018Pfizer VerkaufenDZ BANK
16.05.2017Pfizer SellCitigroup Corp.
27.11.2012Pfizer verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
28.08.2012Pfizer verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
10.01.2012Pfizer verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Pfizer Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX schließt stärker -- Erneuter US-Techausverkauf -- ifo-Index über Erwartungen -- EVOTEC kooperiert mit Boehringer -- IBM mit starkem Umsatzsprung -- Lufthansa, NVIDIA, Meta, VW, SUSE im Fokus

Ringen um Konzernumbau bei Airbus tritt in entscheidende Phase. Tankkarten-Anbieter DKV will anscheinend an die Börse. J&J steigert Umsatz. Bayer beteiligt sich an künftigem Hersteller von Zelltherapien. BioNTech und Pfizer starten klinische Studie zu Omikron-Impfstoff. Rio Tinto-Aktie stärker: Einigung auf milliardenschweres Bergbauprojekt in der Mongolei.

Umfrage

Halten Sie es für richtig, dass die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik festhält?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln