Investieren in Zeiten hoher Inflation: Partizipieren Sie an Unternehmen, die sich im Umfeld steigender Preise besser behaupten können - Mehr erfahren!-w-
24.03.2016 03:00

Weltklasse-Aktien: Das sind die zehn besten Titel!

Euro am Sonntag-Titel: Weltklasse-Aktien: Das sind die zehn besten Titel! | Nachricht | finanzen.net
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Die Redaktion von Euro am Sonntag hat 1200 Titel analysiert. Das Ergebnis der Suche nach den weltbesten Werten ist auch für Börsen-Neulinge ein Volltreffer.
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€uro am Sonntag
von S. Bauer, K. Schachinger und F. Westermann, Euro am Sonntag

Das wäre es: Eine Geldanlage, die sicher und beständig wie ein Sparbuch Rendite abliefert. Nur sollten es statt mikroskopischer 0,07 Prozent im Jahr (das ist tatsächlich der ­aktuelle Durchschnitt in Deutschland) vielleicht sieben oder acht Prozent sein. Verluste sollten ausgeschlossen, Schwankungen diesem Investment fremd sein.


Eines vorweg: Den sicheren Weg zum Wohlstand hat die Redaktion nicht entdeckt. Doch die Ergebnisse der aufwendigen Analyse, die das €uro am Sonntag-Aktien-Team in den vergangenen Wochen absolvierte, kann sich dennoch sehen lassen. Bilanz- und Bewertungskennziffern wurden studiert, die Performance-Zahlen verglichen - und ­Aktien gefunden, die auch Einsteigern und vorsichtigen Anlegern in Niedrigzinszeiten gute Renditen bieten.


Bei der Analyse von fast 1.200 Titeln aus den USA und Europa hatte die Redaktion ein ambitioniertes, aber klares Ziel: Sie wollte die besten Aktien der - westlichen - Welt finden. Werte, die nahe dran sind am Ideal steter Rendite. Nestlé etwa zählt zu dieser Aktien-Elite. Wer hier vor zehn Jahren eingestiegen ist, kann sich über gut 160 Prozent Kurs­plus freuen. Ausschüttungen machen den Schweizer Nahrungsmittelkonzern noch appetitlicher: Samt Dividenden sprangen hier fast 14 Prozent pro Jahr für Anleger heraus.

Renditeweltmeister

Die Kursspitze unter diesen zehn Top-Aktien bildet der Tabakkonzern Reynolds American. Die Aktie stieg binnen zehn Jahren um über 300 Prozent. Inklusive Dividende brachte der US-Wert Anlegern eine wahre Traumrendite: Es waren über 20 Prozent jährlich.

Neben solchen großen Namen finden sich unter den Toptiteln auch unbekanntere Werte wie der US-Autoteilehändler Genuine Parts. Das Unternehmen erhöht seit beinahe 60 Jahren stets die Dividende. Damit zählt die Firma zum erlesenen Kreis der sogenannten Dividenden-Aristokraten, den besten Dividendentiteln an der Wall Street. Über zwölf Prozent jährlich brachte Genuine Parts Anlegern einschließlich der Ausschüttungen in den zurückliegenden zehn Jahren.

Doch wie hat €uro am Sonntag die vorgestellten Weltklasse-Aktien gefunden? Am Anfang der Untersuchungen stand die Überzeugung, dass Unternehmen, die auch Krisenzeiten gut überstehen sollen, eine solide Bilanz und einen niedrigen Schuldenstand haben müssen. In die Wahl kamen deshalb nur Kandidaten, deren Schulden nicht größer sind als das Eigenkapital.

Zudem sollten die Firmen in attraktiven Märkten unterwegs sein und gutes Geld verdienen. Als Maßstab wurde daher die ­sogenannte Eigenkapitalrendite gewählt. Sie sollte bei mindestens zehn Prozent liegen. Zusammen mit der hohen Eigenkapitalausstattung ist das eine hohe Hürde. Darüber hinaus suchte die Redaktion Aktien mit einer Dividendenrendite nicht unter zwei Prozent. Grund: Die Ausschüttungen liefern einen großen Teil zur gesamten Rendite einer Kapitalanlage in Aktien.

Überdies deuten Dividendenzahlungen darauf hin, dass die Unternehmen nicht in allzu kapitalintensiven Branchen tätig sind. Das begrenzt das Risiko. Firmen mit steten und eher konjunkturunempfindlichen Einnahmen hingegen zahlen meist Dividenden. Solche Titel wurden gesucht. Gleichwohl schafften es auch große und stabile Industrietitel wie 3M und United Technologies in die Auswahl.

Mehr noch: Um sicherzugehen, dass die Geschäfte wirklich nachhaltig laufen, mussten die Konzerne in den vergangenen zehn Jahren ihre Dividende stets gesteigert haben. Das war das härteste Kriterium, denn auch die Finanz- und Wirtschaftskrise fällt in diesen Zeitraum.

Daneben wurden auch kurs­bezogene Filter verwendet. Die Werte sollten weniger stark schwanken als ihr Vergleichsindex. In keinem der vergangenen zehn Jahre sollte der Kurs 15 Prozent oder mehr im Verhältnis zum Index gefallen sein. Überdies sollten sie über zehn Jahre besser gelaufen sein. Im Visier waren gute Aktien, die Anleger dennoch ruhig schlafen lassen.

Als Grenze für das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Gewinnschätzungen für 2016 wurde 25 gesetzt. Das ist viel, aber für Qualitätstitel müssen Anleger mehr ausgeben.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Auch unsere zehn Top-Aktien sind nicht gegen Kurs­verluste gefeit. Die Leser dürfen sich aber entspannen. Denn die gewählten acht Kriterien haben sich bewährt: Bereits 2014 und 2015 hat die Redaktion den breiten US-Index S & P 500, den europäischen Stoxx 600 ­sowie den deutschen HDAX ­(besteht aus DAX, MDAX und TecDAX) nach dieser Methode durchkämmt.

Die acht Titel aus Ausgabe 09/2015 brachten binnen zwölf Monaten im Schnitt elf Prozent Gesamtentwicklung - der DAX verlor 18 Prozent. Fünf Werte aus 2015 sind wieder dabei (siehe S. 20). Anleger sollten beachten, dass die Währungsentwicklung eine wichtige Rolle spielt. Steigt der Euro, dämpft das die Renditeentwicklung.

Die zehn besten Aktien der Welt (pdf)

3M
Kleben statt kleckern

Begonnen hat die Geschichte von Minnesota Mining and ­Manufacturing, kurz 3M, 1902 im US-Bundesstaat Minnesota. Damals baute das Unternehmen Mineralien ab und stellte daraus Schleifpapier für die Automobilbranche her. Heute finden Verbraucher die gelben Post-it-­Notizzettel oder die Scotch-Klebebänder der Amerikaner praktisch - oder werden von deren Thinsulate-Vlies gewärmt. Die Mehrzahl der rund 50 000 Produkte des Mischkonzerns ist aber für Firmenkunden bestimmt. Neben Spezialklebern gehören etwa Folien und Beschichtungen zur Produktpalette. In den Genen liegt auch die ständige Suche nach Neuem. In Neuss bei Köln etwa entwickeln 3M-Experten für Materialwissenschaften jährlich bis zu hundert neue Produkte der Spezialchemie, etwa neue Oberflächenbeschichtungen. Mit knapp sechs Prozent des Umsatzes investiert der US-Konzern fast doppelt so viel in die Entwicklung wie die Konkurrenz. Doch die Mühe lohnt sich: 3M besitzt rund 25.000 Patente, die Produkte liefern überdurchschnittlich hohe Margen, auch weil sie häufig im Kundenauftrag entwickelt werden. In der Regel liegt die operative Profitabilität über 20 Prozent. Die Eigenkapitalrendite erreicht sogar knapp 50 Prozent. Die Nettoverschuldung ist niedriger als das Eigenkapital, das Verhältnis ergibt rund 75 Prozent, ein solider Wert.

Coca-Cola
Prickelnde Aussichten

Die Aktie des weltgrößten ­Erfrischungsgetränkekonzerns befindet sich auf Rekordfahrt - sehr zur Freude von Warren Buffett, der mit 9,2 Prozent der größte Anteilseigner des Brauseriesen ist. Im vergangenen Jahr erzielte Coca-Cola mit über 500 Marken - 20 davon setzten jeweils mehr als eine Milliarde Dollar um - einen Umsatz von 44 Milliarden Dollar. 2016 strebt der Konzern ein Umsatzplus von vier bis fünf Prozent an. Das vergangene Jahr bezeichnete Firmenchef Muhtar Kent als Übergangsjahr. Der Konzern habe trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds Fortschritte beim Wandel gemacht. In Nordamerika will Kent den Konzern weiter verschlanken und bis Ende 2017 alle Abfüll­betriebe an Franchisepartner abgegeben. Ähnliches plant Kent in China. Offenbar aus Vorfreude hievten die Aktionäre die Aktie zuletzt auf neue Höchststände. Zudem fliehen viele Anleger in wirtschaftlich unsicheren Zeiten in Aktien von Börsendinos wie Coca-Cola.
Die Ergebnisse des Getränkeriesen gelten als gut berechenbar und mit einer Eigenkapitalrendite von 33 Prozent arbeitet der Konzern äußerst profitabel. Zudem dürfen sich die Anleger auf steigende Dividenden freuen. Seit nunmehr 54 Jahren erhöht der Konzern seine Dividende. Auch Coca-Cola gehört damit zum Kreis der Dividenden-Aristokraten, der Konzerne aus dem US-Index S & P 500, die ihre Ausschüttungen seit mindestens 25 Jahren stets steigern.

Genuine Parts
Geschraubt wird immer

Tom Gallagher gibt Gas. Vier Deals zog der 68-jährige Chef von Genuine Parts, eines Händlers von Autoersatzteilen und Industriemaschinen, seit Jahresbeginn an Land. Die regelmäßigen Zukäufe finanziert Gallagher aus dem laufenden Geschäft. Die mit 6.000 Filialen größte Werkstattkette Amerikas wirft genug dafür ab. Schließlich wollen allein im Heimatmarkt über 250 Millionen Autos gewartet werden. Aus den USA und Kanada stammen über 90 Prozent der insgesamt 15 Milliarden Dollar Konzernumsatz. Daneben ist das bereits 1928 ­gegründete Unternehmen in Mexiko und Australien aktiv. Drei Viertel des Geschäfts bringen Firmenkunden, die ihre Fahrzeugflotten warten lassen.
Die Einkünfte sind nicht nur gut planbar und stetig, das Geschäft ist mit über 20 Eigenkapitalrendite auch lukrativ. An der Wall Street ist Genuine Parts eine Legende: Im kommenden Jahr dürfte der Konzern aus Atlanta seine Dividende das sechzigste Jahr in Folge erhöhen. Dass es anders kommt, ist kaum denkbar, Genuine Parts zählt zu den nachhaltigsten ­Investments an der Wall Street. Eines der Erfolgsgeheimnisse ist die Kombination aus durchzugsstarkem Motor und verwindungssteifer Karosserie, sprich stetigem Wachstum und einer felsenfesten Bilanz. Bei 13 Prozent liegt die Nettoverschuldung bezogen auf das ­ Eigenkapital - ein Spitzenwert.

Johnson & Johnson
Gesund und gepflegt

Wer kennt ihn nicht, den hellblauen Deckel mit dem "Penaten"-Schriftzug. Seit über 110 Jahren entwickelt Penaten Pflegeprodukte für Babys und für Mütter. Was die wenigsten wissen: Hinter Penaten steht der amerikanische Pharmakonzern und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson. Im Produktportfolio der Amerikaner, die seit mehr als einem halben Jahrhundert regelmäßig mehr Geld an ihre Aktionäre ausschütten, finden sich zahlreiche andere bekannte Pflegemarken wie Bebe oder Neutrogena. Den Großteil der Erlöse - rund 80 Prozent - erzielt Johnson & Johnson aber in den Sparten Pharma und Medizintechnik. Immer öfter wird spekuliert, dass der Konzern seine Konsumsparte abspaltet. Die Analysten von Goldman Sachs beziffern den Wert der Sparte auf 40 Milliarden Dollar. Der Gesamtwert des Konzerns liegt bei rund 300 Milliarden Dollar. Auch ein Verkauf der Medizintechnik- oder der schnell wachsenden Pharmasparte wurde bereits ins Gespräch gebracht. Das Management wehrt sich zwar noch gegen eine vom Großaktionär Artisan Partners ins Spiel gebrachte Aufspaltung, die Anleger finden aber offenbar Gefallen an den Spekulationen - die Aktie notiert nur knapp unter ihren Rekordständen.
Auch bilanziell ist der Konzern grundsolide aufgestellt. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 23 Prozent. Zudem verfügt der Konzern über ein Cashpolster in Höhe von mehr als 18 Milliarden Dollar.

Nestlé
Sahnehäubchen

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé ist eine von den wenigen europäischen Firmen, die unsere strengen Auswahlkriterien erfüllen. Mit Produkten wie Vittel-Wasser, Nes­café, KitKat-Schokoriegel und Felix-Katzenfutter erzielt der größte Lebensmittelkonzern der Welt einen Jahresumsatz von über 80 Milliarden Euro. Damit haben die Schweizer enorme Größenvorteile beim Einkauf. Nestlé kann Rabatte bei Rohstoffen aushandeln und so die Kosten in der Produktion senken - ein enormer Vorteil im Vergleich zur Konkurrenz. ­Zuletzt halfen auch niedrige Marktpreise etwa für Milch dem Gewinn auf die Sprünge, Milchprodukte wie Joghurt liefern große Anteile vom Umsatz. Ein echter Gewinntreiber ist das Geschäft mit Kaffeekapseln, etwa der Marke Nespresso. Außerdem vermarktet Nestlé viele Produkte unter dem Aspekt, dass sie zu Gesundheit und Wohlbefinden verhelfen. So setzen die Schweizer höhere Preise durch. Die Eigenkapitalrendite liegt bei robusten 16 Prozent, der Verschuldungsgrad ist mit 24 Prozent niedrig.

Reckitt Benckiser
Blitzblanke Bilanz

Den Haushaltsreiniger Sagrotan oder die Fußpflegeprodukte der Marke Scholl haben wohl schon viele Leser in ihren Einkaufswagen gelegt. Dennoch kennen vermutlich nur wenige den Hersteller dieser Produkte, den britisch-niederländischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser. Im abgelaufenen Jahr hat das global aufgestellte Unternehmen den Umsatz um sechs Prozent auf 11,5 Milliarden Euro gesteigert. Für 2016 plant Chef Rakesh Kapoor wegen des schwierigen konjunkturellen Umfelds vorerst mit vier bis fünf Prozent Zuwachs. Ein Wachstumstreiber ist das Geschäft mit frei verkäuflichen Arzneimitteln wie Dobendan gegen Halsschmerzen oder Nurofen gegen Fieber. Mit Kondomen, Mitteln zur Haarentfernung und Nahrungsergänzungsmitteln bedient der Konzern weitere margenträchtige Produkte im Angebot von Apotheken, Drogerien und Supermärkten. Die operative Marge lag zuletzt bei 27 Prozent. Das ist bereits einer der höchsten Werte in der Branche, die Profitabilität soll aber weiter steigen. Auch die Eigenkapitalrendite liegt bei 27 Prozent. Die Bilanz ist blitzblank, die Nettoverschuldung beträgt 24 Prozent des Eigenkapitals.

Reynolds American
Rauch und viel mehr

Das Börsendebüt des Tabakkonzerns Reynolds American im Jahr 2004 ist das Ergebnis ­einer Fusion: Damals verschmolzen R. J. Reynolds, bekannt etwa durch die Zigarettenmarken ­Camel oder Pall Mall, mit British American Tobacco und deren Ikone Lucky Strike. Die Aktie des fusionierten Zigarettenriesen entwickelte sich zum Top-Investment. In den vergangenen zehn Jahren lieferte das Papier einschließlich Dividenden im Schnitt über 20 Prozent Rendite jährlich. Wesentlicher Treiber für den starken Kursanstieg während der vergangenen zwölf Monate war ein weiterer Deal: Amerikas ehemalige Nummer 3 im Tabakgeschäft, Lorillard, ist inzwischen Teil von Reynolds. Der Anteil auf dem Heimatmarkt stieg dadurch von 24 auf 34 Prozent, Reynolds liegt auf dem US-Markt auf Rang 2 hinter Altria. Die Übernahme führte auch dank Lorillards Verkaufsschlager, Mentholzigaretten der Marke Newport, zu einer Umsatzsteigerung im vierten Quartal um 43 Prozent auf rund drei Milliarden Dollar. Auch die ­Dividende stieg beträchtlich. Reynolds bringt es auf eine ­Eigenkapitalrendite von rund 18 Prozent, die Verschuldung ist akzeptabel. Auch dank der moderaten Bewertung stehen die Chancen auf Wertzuwächse gut.

Travelers Comp.
Findiger Versicherer

Da Bahnreisen im Amerika des 19. Jahrhunderts noch sehr gefährlich waren, machte der Versicherer Travelers (engl. für Reisende) Companies daraus ein Geschäftsmodell. Es blieb nicht die einzige Innovation. Als Automobile populär wurden, debütierte das 1864 in Hartford, Connecticut in der Nähe von New York gegründete Unternehmen mit Autoversicherungspolicen, später mit Flugversicherungen und Policen für Weltraumflüge. Weltweit bekannt geworden ist Travelers durch sein Firmenlogo, einen roten Schirm. Der gehörte lange Zeit dem Bankenriesen ­Citigroup, der 1998 wesentliche Teile des Versicherers übernommen hatte. Erst 2007 konnte Travelers sein populäres Logo zurückkaufen. Heute ist der Konzern in den USA der zweitgrößte Anbieter von Versicherungen für gewerbliche Immobilien und die Nummer 3 bei Policen für Konsumenten wie Haftpflicht und Autoversicherung. Darüber hinaus werden Unternehmenskunden weltweit spezielle Versicherungsprodukte angeboten, etwa gegen Kriminalität oder Schäden durch Hackerangriffe. Chef Jay Fishman hat als Ziel eine Eigenkapitalrendite im Bereich zwischen zehn und 20 Prozent ausgegeben. Aktuell sind es zwölf Prozent. Angesichts dessen ist auch Investorenlegende Warren Buffett von dieser Aktie überzeugt: Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berk­shire Hathaway hält seit 2009 Anteile am innovativen US-Versicherer.

United Technologies
Dividenden-Wunderkind

Der Industriekonzern United Technologies zahlt seinen Aktionären seit 1936 eine Dividende - ausnahmslos. In den vergangenen Jahren haben die Amerikaner die Ausschüttung zudem deutlich gesteigert. Erhielten Anleger 2001 noch elf Cent pro Aktie, sollen es im laufenden Jahr 64 Cent pro Aktie sein. Dass sich die Dividendenrendite trotz dieser enormen Steigerung nur auf knapp drei Prozent beläuft, hängt mit der starken Kursentwicklung der Aktie zusammen. In den vergangenen Jahren fokussierte sich der Konzern verstärkt auf sein Kerngeschäft. United Technologies ist der weltweit führende Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen und der weltgrößte Produzent von Heizungs-, Lüftungs- sowie Klimaanlagen. Zudem produzieren die Amerikaner Flugzeugmotoren und andere Systeme für die Luftfahrt. Für Honeywell war das Portfolio offenbar so verlockend, dass der Mischkonzern United Technologies jüngst für 90 Milliarden Dollar übernehmen wollte. United Technologies wies die Offerte allerdings als zu niedrig zurück. Zudem wäre der Zusammenschluss wohl bei den Wettbewerbshütern auf großen Widerstand ­getroffen. Langfristig profitiert der Konzern von zwei Trends: von der zunehmenden Verstädterung und vom Boom im Luftfahrtsektor.
Mit einer Verschuldung von 46 Prozent gemessen am Eigenkapital und einer Eigenkapitalrendite von 20 Prozent ist der Konzern bilanziell gut für die Zukunft gerüstet.

W.W. Grainger
Beinahe alles im Regal

Wer einmal in die Hallen von W.W. Grainger blickt, fühlt sich in einen gigantischen Baumarkt versetzt. Schleifpapier, Glüh­lampen, Rohre, Werkzeuge, Elektromotoren - in den weltweit über 30 Verteilerzentren der Amerikaner lagern Millionen von Produkten für Industrie und Gewerbe. Mehr als 25.000 Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Laden brummt. Gegründet 1927 hat sich Grainger mit einem Jahresumsatz von rund zehn Milliarden Dollar zu einem der führenden Händler für Indus­triegüter entwickelt. In Nordamerika - Grainger erzielt hier mit über 1,4 Millionen Kunden rund 80 Prozent seiner Erlöse - ist der Konzern aus Illinois die Nummer 1. Analysten rechnen damit, dass Graingers Geschäft in den kommenden Jahren stetig wächst - bis 2019 im Schnitt um vier Prozent pro Jahr. Die Aktionäre profitieren seit 45 Jahren von einer steigenden Dividende und dürfen auch in Zukunft damit rechnen, dass Konzernchef James Ryan die Ausschüttung an die Anteils­eigner regelmäßig erhöht. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 32 Prozent, die solide Bilanz taugt auch für wirtschaftlich schwierige Zeiten. Starke Nerven brauchen Anleger bei Grainger nicht unbedingt. Die Aktie schwankt spürbar weniger stark als der breite US-Markt.

So haben sich unsere Top-Titel von 2015 entwickelt (pdf)

Wissen kompakt

Aktienrisiko
Was mute ich mir zu?

Wer Aktien kaufen will, muss sich fragen: Wie viel Risiko will ich tragen? Und wie viel an Schwankungen mute ich mir zu? Je höher das Risiko, desto größer sind auch die Anlage­chancen. Anleger mit starken Nerven greifen deshalb gern zu Papieren von kleineren, spezialisierteren und wachstumsstärkeren Unternehmen. Deren Aktienkurse schwanken besonders stark. Vorsichtigere Naturen sind mit Aktien von großen, breit aufgestellten Unternehmen mit soliden Bilanzen besser bedient. Sie stecken Schwächephasen leichter weg. Auf solche schwankungsärmere Werte für eher konservative Anleger konzen­trieren wir uns hier. Noch ein Hinweis: Einsteiger machen oft den Fehler, alles auf eine Karte zu setzen. Es ist viel sinnvoller, das ­Kapital auf mehrere Anlagen zu verteilen - falls doch einmal etwas anbrennt, also etwa die Ergebnisse unerwartet schlecht ausfallen. Das Risiko streuen, heißt das.

Aktienrendite
Dividende bringt’s

Eine Aktie ist eine Sachanlage, ein kleiner Teil eines Unternehmens. Sie berechtigt oft zum Bezug einer Dividende. Bei der Gesamtrendite einer Aktie spielt die Dividende eine wichtige Rolle, denn diese besteht aus der Kursentwicklung zuzüglich der Dividendenzahlungen. Die Aktienkurse im breiten US-­Index S & P 500 etwa sind von 1995 bis 2015 um rund 230 Prozent gestiegen. Inklusive Dividenden beträgt die Wertsteigerung rund 380 Prozent. Insgesamt liegt sie also deutlich höher und summiert sich auf im Schnitt 8,2 Prozent Rendite pro Jahr. Die Historie bestätigt diese Größenordnung: In den vergangenen 50 Jahren verhundertfachte sich Kapital, das in US-Aktien angelegt wurde, oder brachte knapp zehn Prozent pro Jahr. Bei ­europäischen Aktien liegt die Rendite über 80 Jahre ähnlich hoch. Aktien sind damit langfristig die beste Anlage.

Steuern
Was der Fiskus will

Kursgewinne und Dividendenerträge unter­liegen der Kapitalertragsteuer oder Abgeltungsteuer. Der Steuersatz liegt für Steuerpflichtige in Deutschland bei 25 Prozent. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Insgesamt gehen etwas mehr als 26 Prozent der Erträge direkt von der Bank an den Fiskus. Es gibt aber Freibeträge. Bei Dividenden ausländischer Unternehmen müssen Anleger darauf achten, dass sie Doppelbesteuerungen vermeiden.
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Nachrichten zu Nestlé SA (Nestle)

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Analysen zu Nestlé SA (Nestle)

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27.06.2022Nestlé BuyGoldman Sachs Group Inc.
21.06.2022Nestlé Sector PerformRBC Capital Markets
20.06.2022Nestlé OverweightBarclays Capital
17.06.2022Nestlé NeutralCredit Suisse Group
17.06.2022Nestlé OverweightJP Morgan Chase & Co.
27.06.2022Nestlé BuyGoldman Sachs Group Inc.
20.06.2022Nestlé OverweightBarclays Capital
17.06.2022Nestlé OverweightJP Morgan Chase & Co.
01.06.2022Nestlé BuyHSBC
09.05.2022Nestlé BuyGoldman Sachs Group Inc.
21.06.2022Nestlé Sector PerformRBC Capital Markets
17.06.2022Nestlé NeutralCredit Suisse Group
19.05.2022Nestlé Market-PerformBernstein Research
22.04.2022Nestlé HoldDeutsche Bank AG
22.04.2022Nestlé NeutralCredit Suisse Group
21.04.2022Nestlé UnderperformJefferies & Company Inc.
28.03.2022Nestlé UnderperformJefferies & Company Inc.
17.02.2022Nestlé UnderperformJefferies & Company Inc.
03.02.2022Nestlé UnderperformJefferies & Company Inc.
05.01.2022Nestlé UnderperformJefferies & Company Inc.

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