INTERVIEW/SAP-CEO: Buchungen sind weiter stark

29.01.26 11:48 Uhr

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Von Matthias Goldschmidt

DOW JONES--Die Cloud-Buchungen bei SAP sind laut Vorstandschef Christian Klein trotz der leichten Abschwächung des Wachstums im Auftragsbestand im Schlussquartal weiterhin stark. "Die Buchungen sind sehr stark, stärker als erwartet", sagte Klein im Gespräch mit Dow Jones Newswires.

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SAP hatte am Donnerstagmorgen für das vierte Quartal einen währungsbereinigten Anstieg des sogenannten Current Cloud Backlog (CCB), der die gesicherten Aufträge auf Sicht eines Jahres beziffert, von 25 Prozent gemeldet. Der Konzern hatte im Oktober 26 Prozent in Aussicht gestellt. Dies und das leicht schwächere Cloud-Wachstum, das SAP für das laufende Jahr prognostiziert hat, sorgen für Enttäuschung bei den Anlegern. Die Aktie bricht am Donnerstag um über 14 Prozent ein.

Als Grund für die Abweichung beim CCB nennt Klein einen höheren Anteil an Buchungen von sehr großen Kunden, vor allem in November und Dezember. Diese Großkunden bringen im ersten Jahr oft nicht viel Umsatz, weil der Umstieg in die Cloud nach und nach erfolgt. Die Umsätze zeigten sich erst im späteren Verlauf der Zusammenarbeit. Als weiteren Grund nennt Klein, dass SAP mehr Geschäft als erwartet mit dem öffentlichen Sektor gemacht hat, was gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsklauseln einschließt. "Diese Abschlüsse werden Umsatz bringen, wir können sie nur nicht im CCB berücksichtigen", so der Manager.

So erkläre sich auch der Ausblick für das Cloud-Wachstum für 2026, das mit einem währungsbereinigten Plus von 23 bis 25 Prozent schwächer ausfallen dürfte als im Vorjahr. Mehr Erlöse dürften im Folgejahr realisiert werden. "Ich sehe gute Chancen, dass wir das Wachstum des Gesamtumsatzes 2027 und darüber hinaus beschleunigen", sagte Klein. Darauf deute auch der gesamte Cloud-Auftragsbestand (Total Cloud Backlog) hin, der währungsbereinigt um 30 Prozent auf 77 Milliarden Euro zulegte.

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Auf Zukäufe ist SAP für das Wachstum nicht angewiesen. "Wir schauen uns den Markt an, aber die gute Nachricht ist, dass wir nicht den Druck haben, etwas zu kaufen, nur um das Umsatzwachstum zu beschleunigen", sagte Klein. SAP sei sehr finanzstark, die Flexibilität sei vorhanden.

SAP hat den freien Cashflow im vergangenen Jahr auf gut 8,2 Milliarden Euro nahezu verdoppelt, was vor allem auf eine höhere Profitabilität und geringere Zahlungen für Restrukturierung und anteilsbasierte Vergütungen zurückzuführen war. Der Konzern will nun bis Ende 2027 eigene Aktien für bis zu 10 Milliarden Euro zurückkaufen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/mgo/kla

(END) Dow Jones Newswires

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