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10.05.2022 15:59

Schaeffler-Aktie deutlich fester: Gewinnwarnung trotz Umsatzplus

Neue Prognose: Schaeffler-Aktie deutlich fester: Gewinnwarnung trotz Umsatzplus | Nachricht | finanzen.net
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Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat sich nach einem schwierigen ersten Quartal zu einer neuen Prognose durchgerungen.
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Das SDAX-Unternehmen will seinen Umsatz im laufenden Jahr währungsbereinigt um 6 bis 8 Prozent steigern, nachdem es die ursprüngliche Prognose wegen des Ukraine-Kriegs ausgesetzt hatte. Im ersten Quartal legte der Zulieferer vor allem im Industrie-Geschäft zu, während steigende Kosten das Ergebnis belasteten.

An der Börse kamen die Nachrichten dennoch gut an: Die Schaeffler-Aktie legt via XETRA zeitweise um 4,55 Prozent auf 5,22 Euro zu. Damit summieren sich die Verluste in diesem Jahr nun noch auf gut ein Viertel.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Unternehmen eine um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern zwischen 5 und 7 Prozent an, wie es am Montagabend in Herzogenaurach mitgeteilt hatte. Vor Ein- und Auszahlungen für Übernahmen und Verkäufe von Unternehmensteilen strebt das Management um Chef Klaus Rosenfeld einen freien Mittelzufluss von mehr als 250 Millionen Euro an, der damit aber deutlich unter dem Vorjahreswert von 523 Millionen Euro bleiben dürfte. Deutlich soll der Umsatz vor allem in der Industriesparte anziehen. Bei der Marge geht der Konzern allerdings in allen Segmenten von schlechteren Werten aus als im Vorjahr.

Ursprünglich hatte sich Schaeffler zum Ziel gesetzt, den Umsatz in diesem Jahr um 7 bis 9 Prozent zu steigern und eine bereinigte operative Marge von 6 bis 8 Prozent zu erzielen. Diese Ziele kassierte das Unternehmen im März wieder ein. Von Bloomberg befragte Analysten rechneten zuletzt mit rund 6 Prozent Umsatzwachstum in diesem Jahr und einer operativen Marge von etwas mehr als 7 Prozent.

"Wir glauben, das Unternehmen setzt mit seiner Prognose erneut die Untergrenze für das laufende Jahr", schreibt Analyst Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan. Insbesondere gelte das für die erwartete Marge für das Geschäft mit Autoteilen. Asumendi zufolge liegen die Erwartungen am Markt an der oberen Grenze von Schaefflers Prognose - das hält der Analyst für realistisch.

Im abgelaufenen ersten Quartal konnte Schaeffler beim Umsatz etwas zulegen. Zwar stieg der Umsatz nach vorläufigen Zahlen im Jahresvergleich um 5,6 Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Euro. Allerdings hätte der Konzern ohne Wechselkurseffekte nur um 1,9 Prozent zugelegt.

Der Umsatz in Schaefflers wichtigstem Segment, der Zulieferung an die Autoindustrie, ging währungsbereinigt sogar um über drei Prozent zurück. Hier stellt der Konzern Komponenten für Motoren, Getriebe und das Fahrwerk her. Besser lief es im profitablen Wartungsgeschäft, in dem die Erlöse ohne Wechselkurseffekte um gut zwei Prozent zulegten. Am stärksten wuchs mit einem währungsbereinigten Plus von knapp 16 Prozent die Sparte mit Zulieferungen für die Industrie, in der Schaeffler unter anderem Wälzlager für Industriemaschinen, Windkraft-Anlagen und Luftfahrt-Turbinen anbietet.

Beim Ergebnis bekam Schaeffler den Kriegsausbruch in der Ukraine und die Probleme in den Lieferketten zu spüren. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern sackte um gut ein Drittel auf 258 Millionen Euro ab. Die entsprechende Marge sank von 11,2 Prozent auf 6,9 Prozent. Vor Ein- und Auszahlungen für Übernahmen und Verkäufe von Unternehmensteilen flossen dem Unternehmen nur 14 Millionen Euro an freien Mitteln (Free Cashflow) zu, vor einem Jahr waren es 130 Millionen Euro gewesen. Unter dem Strich ging der Gewinn um 42 Prozent auf 136 Millionen Euro zurück.

Schaefflers Umsatz sei besser als vom Markt erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Juan Perez-Carrascosa von der Schweizer Großbank UBS in einer Ersteinschätzung. Das operative Ergebnis des Autozulieferers habe die Konsensschätzung getroffen. Zudem habe Schaeffler die Konkurrenz im Industrie- und Wartungsgeschäft klar geschlagen. Das schwächere Ergebnis in der Auto-Zulieferung führt der Analyst auf die gedrosselte Produktion der Hersteller zurück.

/jcf/ngu/mis

HERZOGENRAURACH (dpa-AFX)

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