Starker Verkaufsdruck

Douglas-Aktie nach verkorkstem IPO weiter im Abwärtssog

22.03.24 17:53 Uhr

Douglas-Aktie erneut leichter: Anleger bleiben auch nach enttäuschendem IPO skeptisch | finanzen.net

Das Börsen-Comeback der Parfümerie-Filialkette Douglas wurde an der Frankfurter Börse mit großem Interesse verfolgt. Der IPO aber floppte, die Douglas-Papiere mussten am Donnerstag zweistellige Kursverluste hinnehmen. Auch am Freitag setzt sich der Abwärtstrend fort.

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• Douglas-IPO enttäuscht auf ganzer Linie
• Analysten warnen: CVC wird Tranchen verkaufen wollen
• Hoher Schuldenstand stimmt Investoren skeptisch

Infolge des starken Börsensentiments steigt die Zahl der Börsengänge nach der IPO-Flaute 2022 und 2023 wieder deutlich an. Allein in dieser Woche feierten drei Unternehmen ihre vielbeachtete Premiere. Der erste Handelstag der US-Social-News-Website Reddit verlief äußerst erfreulich, die Reddit-Aktie sprang umgehend nach oben. Auch das Schweizer Pharmaunternehmen Galderma legt einen starken Börsenauftakt hin. Bei Douglas sieht das hingegen ganz anders aus.

IPO von Douglas floppt - auch Freitag geht es bergab

Der IPO von Douglas - besser gesagt, handelt es sich um ein Comeback, war Douglas doch bis 2013 bereits an der Deutschen Börse notiert - enttäuschte auf ganzer Linie. Schon der Erstkurs von 25 Euro lag unter dem Ausgabepreis von 26 Euro, der wiederum bereits am unteren Ende der anvisierten Ausgabespanne von 26 bis 30 Euro gelegen hatte. Anschließend ging es in der Donnerstagssitzung per XETRA immer weiter bergab. Letztlich schloss die Douglas-Aktie 11,31 Prozent leichter bei 23,06 Euro.

Am Freitag setzte sich der Abwärtstrend der Douglas-Aktie fort. Zum Handelsende notierten die Papiere der Düsseldorfer Parfümerie-Kette im XETRA-Handel 4,16 Prozent tiefer bei 22,10 Euro.

CVC mit Eigeninteresse - Schlecht für Douglas-Aktienkurs?

Die Aktionäre scheinen den Aussichten von Douglas somit ebenso zu misstrauen, wie es das Gros der Analysten tut. Beispielsweise sieht Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets die Rolle des hinter Douglas stehenden Finanzinvestors CVC sehr skeptisch. Seit 2015 besitzt das luxemburgische Finanzunternehmen ungefähr 55 Prozent der Douglas-Anteile. Nach dem Börsen-Comeback sind nun 32 Prozent der Douglas-Anteile wieder frei handelbar. Die Familie Kreke hält weitere 15 Prozent.

CVC habe großes Interesse daran, die Bewertung nach oben zu maximieren, meint Oldenburger. In den kommenden Monaten dürfte die Private-Equity-Firma immer wieder Tranchen auf dem Markt loswerden wollen. "Zudem sollten Investoren in Zukunft mit weiteren Tranchen-Verkäufen des Private-Equity-Investors rechnen, die den Kurs immer wieder unter Druck bringen könnten." Dieses Vorgehen sei bereits bei anderen Börsengängen mit ähnlicher Konstellation zu beobachten gewesen, meint Oldenburger.

"Alles andere als eine gute Story für die Börse"

Auch das Handelsblatt kommt zu einem negativen Urteil, was die gegenwärtige Lage und die zukünftigen Aussichten der Douglas-Aktie an der Börse angeht. "Wieso kam es zu dem Flop? Sicher ist die Lage an den IPO-Märkten nicht einfach. Nur wenige Firmen wagten im vergangenen Jahr den Sprung aufs Börsenparkett." Die Misere habe Douglas aber selbst zu verantworten. Die Fundamentaldaten sprächen gegen ein Investment in die Papiere der Parfümerie-Kette. "3,8 Milliarden Euro Schulden lasten auf dem Unternehmen. Mit den Einnahmen aus dem IPO in Höhe von 850 Millionen Euro plus frischem Eigenkapital will die Parfümeriekette diese Schulden auf 2,08 Milliarden Euro verringern. Statt in Wachstum und Zukunft zu investieren, muss sich Douglas mit Altlasten der Vergangenheit beschäftigen. Das ist alles andere als eine gute Story für die Börse", urteilt die Wirtschaftszeitung.

Immerhin gab die letzte Zahlenvorlage von Douglas auch einen Grund zur Hoffnung: Im Schlussquartal 2023 steigerte Douglas seinen Umsatz um acht Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Ob Douglas mittels eines stabilen Umsatzwachstums in den kommenden Jahren seine dramatische Schuldensituation verbessern kann, scheinen Anleger zumindest derzeit anzuzweifeln.

Redaktion finanzen.net

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