06.02.2018 20:08

Nach Kursrutsch an der Wall Street - Goldman Sachs: Es wird keinen Börsencrash geben

Talfahrt an den Märkten: Nach Kursrutsch an der Wall Street - Goldman Sachs: Es wird keinen Börsencrash geben | Nachricht | finanzen.net
Talfahrt an den Märkten
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Die US-Börsen gingen am Montag auf Talfahrt. Zum Börsenschluss stand ein Minus von über 4 Prozent - die Anleger sind besorgt. Doch laut Goldman Sachs droht kein neuer Börsencrash.
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Die Angst vor schneller steigenden Zinsen drückte die US-Finanzmärkte tief ins Minus. Der Dow Jones Industrial beendete den Montagshandel 4,6 Prozent im Minus, der größte Verlust seit mehr als sechs Jahren. Auch der S&P 500 schloss über 4 Prozent im Minus. Anleger sind nun besorgt und stellen nun eine durchaus berechtigte Frage: Droht ein zweiter Black Monday und somit ein Verlust von über 30 Prozent? Goldman Sachs gibt indes Entwarnung.

Stecken wir mitten im Börsencrash?

Der Dow Jones fiel am Montag um mehr als 1.000 Punkte, nur zwei Aktien im S&P 500 konnten sich der allgemeinen Talfahrt entgegenlehnen und gingen mit Gewinnen aus dem Handel während alle 30 Werte im US-Leitindex Dow Jones Verluste auswiesen. Die Gewinne aus dem laufenden Jahr haben beide Indizes bereits verloren. Dennoch ist der Kurssturz am Montag laut Experten kein Börsencrash. Von einem Crash am Markt sprechen Experten bei einem schnellen Rückgang von 20 Prozent oder mehr. Sowohl der Black Thursday 1929, der Black Monday im Jahr 1987, die Dotcom-Blase 2000 und die Finanzkrise 2008 hatten diesen Kursrückgang gemeinsam. Da der Dow Jones jedoch derzeit nur 8,5 Prozent unter seinem Allzeithoch rangiert, ist ein Crash laut Experten noch in weiter Ferne, auch wenn der nun bereits mehrere Tage andauernde Ausverkauf eine Marktkorrektur eingeläutet haben könnte. Denn von dieser spricht man, wenn ein Rückgang von mindestens 10 Prozent stattgefunden hat. Sollten die Indizes also im Dienstagshandel weiter nachgeben, befinden sich die US-Märkte offiziell in einer Korrekturphase.

Goldman Sachs: Es wird keinen Crash geben

Die Investmentbank Goldman Sachs setzt trotz des Ausverkaufs an den US-Märkten auf Entwarnung. Die Angst vor einem Börsencrash bezeichnen die Analysten der Investmentbank als schlichtweg "übertrieben". Entgegen dem Negativtrend gebe es sogar Anlass zu Optimismus. Beschleunigtes BIP-Wachstum, schwacher US-Dollar und steigende Rohstoffpreise hätten die Rally an den US-Börsen im Januar 2018 befeuert. Auch weiterhin könnten diese laut der Investmentbank die Unternehmensgewinne in weitere Höhen treiben und so die Märkte stützen. Die bisherigen Gewinne am US-Aktienmarkt seien durch ein steigendes EPS, vor allem als Ergebnis der US-Steuerreform und nicht aufgrund einer Überbewertung, wie bei der Dotcom-Blase 2000, verzeichnet worden. Die Gewinne stünden deshalb auf einem festeren Fundament. Dennoch warnt Goldman Sachs zur Vorsicht. So könnte die optimistische Einschätzung der Aktienentwicklung für das laufende Jahr 2018 die tatsächlichen Ergebnisse übertreffen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: conrado / Shutterstock.com, Chanthanee / Shutterstock.com

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