07.12.2022 16:06

Evonik-Aktie im Minus: Evonik-Chef Kullmann warnt vor langer Wirtschaftsflaute - Kurzarbeit möglich

Teure Gasversorgung: Evonik-Aktie im Minus: Evonik-Chef Kullmann warnt vor langer Wirtschaftsflaute - Kurzarbeit möglich | Nachricht | finanzen.net
Teure Gasversorgung
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Der Chef des Chemiekonzerns Evonik rechnet wegen der schwierigen und teuren Gasversorgung Deutschlands infolge des Kriegs Russlands gegen die Ukraine mit massiven Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft.
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Kurzarbeit bei dem Essener MDAX-Konzern will Christian Kullmann daher nicht ausschließen. Eine solche Maßnahme habe den Zweck, in Krisenzeiten Beschäftigung zu sichern. "Bei Evonik wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben", sagte der Manager im Gespräch mit der "Westdeutschen Allgemeine Zeitung" (WAZ).

"Die Lage ist ernst. Die Krise ist tief und wird lange dauern", sagte Kullmann der Zeitung weiter. "Wir zahlen jetzt den Preis der Solidarität" mit der Ukraine. Dennoch sei es richtig, an der Seite der Ukraine zu stehen. Die deutsche Wirtschaft sieht Kullmann im Wesentlichen auf zwei Säulen: technologische Kompetenz und eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. "Die zweite Säule hat nun tiefe Risse bekommen."

Evonik selbst hatte auf die Gaskrise mit dem Weiterbetrieb des eigenen Kohlekraftwerks Marl reagiert, dessen Stilllegung ursprünglich für dieses Jahr geplant war. Ebenfalls in Marl wurde das neue, konzerneigene Gaskraftwerk mit Hilfe des Ölkonzerns BP auf Autogas umgestellt.

Die chemische Industrie ist stark abhängig von Gas. Es wird vor allem zur Erzeugung hoher Temperaturen gebraucht, die für viele chemische Prozesse notwendig sind. Ein kleinerer Teil fließt zudem als Rohstoff direkt in die Produktion ein.

Mit Blick auf 2022 hält Kullmann im Gespräch mit der "WAZ" am Unternehmensziel eines bereinigten operativen Gewinns (Ebitda) von 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro fest, nach 2,4 Milliarden im vergangenen Jahr. Für 2023 äußerte er sich aber zurückhaltend. "Klar ist auch: Wenn unsere Kunden leiden, leiden wir mit."

Evonik ernennt Maike Schuh zur CFO ab April

Bei Evonik steht ein Wechsel im Finanzressort an. Ute Wolf wird Ende März nach fast 10-jähriger Vorstandstätigkeit den Spezialchemiekonzern verlassen. Aus "persönlichen Gründen" stehe Wolf für eine dritte Amtszeit nicht zur Verfügung, teilte das Unternehmen mit Sitz in Essen mit.

Nachfolgerin wird ab April die aktuelle Chefin der Konzernsparte Performance Materials, Maike Schuh. Die 48-Jährige ist seit 2015 im Konzern und bringt neben Controlling-Expertise Erfahrungen aus dem operativen Geschäft im In- und Ausland mit.

Evonik-Vorstandschef Christian Kullmann sagte, die scheidende Finanzvorständin Wolf habe "maßgeblich" zum wirtschaftlichen Erfolg von Evonik beigetragen.

Zeitweise gibt die Evonik-Aktie via XETERA um 1,11 Prozent auf 18,32 Euro ab.

ESSEN / FRANKFURT (dpa-AFX / Dow Jones Newswires)

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17.01.2023Evonik OverweightJP Morgan Chase & Co.
17.01.2023Evonik HoldJefferies & Company Inc.
16.01.2023Evonik NeutralUBS AG
09.01.2023Evonik OutperformBernstein Research
21.12.2022Evonik BuyWarburg Research
17.01.2023Evonik OverweightJP Morgan Chase & Co.
09.01.2023Evonik OutperformBernstein Research
21.12.2022Evonik BuyWarburg Research
20.12.2022Evonik BuyBaader Bank
07.12.2022Evonik OutperformBernstein Research
17.01.2023Evonik HoldJefferies & Company Inc.
16.01.2023Evonik NeutralUBS AG
19.12.2022Evonik NeutralUBS AG
13.12.2022Evonik NeutralUBS AG
09.12.2022Evonik HoldJefferies & Company Inc.
15.12.2022Evonik UnderperformCredit Suisse Group
28.11.2022Evonik SellGoldman Sachs Group Inc.
09.11.2022Evonik SellGoldman Sachs Group Inc.
08.11.2022Evonik SellGoldman Sachs Group Inc.
17.10.2022Evonik UnderperformCredit Suisse Group

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