Vielversprechende Kombi

Thales-Aktie: Darum sollten KI-Anleger den Rüstungskonzern auf dem Radar haben

30.05.24 21:37 Uhr

Mix aus Palantir und Rheinmetall: Die Thales-Aktie sollten KI-Interessierte auf dem Schirm haben | finanzen.net

Ein bisschen Palantir, ein bisschen Rheinmetall - der französische Rüstungskonzern Thales vereint die Vorteile beider Unternehmen. Seine KI-Kapazitäten heben Thales von anderen Unternehmen der Branche ab, weshalb Anleger die Aktie auf dem Radar haben sollten.

Werte in diesem Artikel

• Thales - Europas größtes Unternehmen für Verteidigungselektronik
• Starkes Auftrags- und Umsatzwachstum im ersten Quartal 2024
• Künstliche Intelligenz spielt große Rolle



Thales ist ein französischer Rüstungskonzern, den viele Anleger wohl noch gar nicht wirklich auf dem Schirm haben dürften - insbesondere nicht, wenn es um künstliche Intelligenz geht. Das in Paris ansässige Unternehmen teilt sich in drei große Geschäftsbereiche auf: Verteidigung und Sicherheit, digitale Identität und Sicherheit sowie Luft- und Raumfahrt.

Thales erweitert KI-Fähigkeiten

Daneben baut Europas größtes Unternehmen für Verteidigungselektronik aber auch seine KI-Kapazitäten zunehmend aus, weshalb künstliche Intelligenz künftig immer mehr zum Treiber für die Rüstungsumsätze werden könnte, wie Barron’s berichtet. Bereits jetzt werde KI in diversen Produkten im gesamten Unternehmen eingebettet. Dieser Aspekt "macht es zu allem anderes als einem gewöhnlichen Verteidigungslieferanten".

Ende März verkündete Thales außerdem die Gründung einer Forschungsgruppe namens cortAIx, die die Fähigkeiten des Unternehmens im Bereich KI bündeln soll. cortAIx beschreibe Thales zufolge einen "AI Accelerator", der KI-Lösungen für Streitkräfte, Flugzeughersteller und Betreiber kritischer Infrastruktur entwickelt. "Thales entwickelt bereits einbettbare, sparsame, vertrauenswürdige, erklärbare und sichere End-to-End-Lösungen und geht heute mit dem Erwerb bedeutender KI-Fähigkeiten, die den Sicherheits- und Souveränitätsanforderungen unserer Kunden entsprechen, auf die nächste Stufe", erklärte Thales-Chairman und -CEO Patrice Caine dazu. Der Rüstungskonzern gab sich weiterhin überzeugt davon, das KI-Game eigenständig mitspielen zu können: "Wir haben kein Interesse an Fusionen und Übernahmen im Bereich KI, und der Grund dafür ist ganz einfach. Ich meine, wir haben von innen heraus, aus Sicht von Thales, alles, was wir brauchen", erklärte Finanzvorstand Pascal Bouchiat während einer Telefonkonferenz Ende April.

Thales - ein guter Mix aus Palantir und Rheinmetall

Im ersten Quartal 2024 freute sich Thales über ein starkes Auftrags- und Umsatzwachstum. Umsatzseitig meldete der Konzern ein Plus von 7,9 Prozent auf 4,421 Milliarden Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt. "In der zweiten Jahreshälfte wird sich das Wachstum zweifellos normalisieren", sagte Finanzvorstand Pascal Bouchiat zudem voraus. CEO Caine erklärte daneben aber auch: "Die Gruppe beschleunigt ihre Entwicklung in der Spitzentechnologie weiter, wie die Einführung von cortAIx zeigt, unserer neuen Organisation, die unsere Talente bündelt und unsere Kapazitäten im Bereich künstliche Intelligenz stärkt. Wir konzentrieren uns weiterhin auf unsere Wachstumsstrategie in wachsenden Märkten und bestätigen alle unsere Finanzziele für 2024".

Im zurückliegenden Quartal konnte sich Thales diverse relevante Aufträge sichern. So wuchs der Auftragseingang im ersten Quartal 2024 gegenüber dem ersten Quartal 2023 um fast 50 Prozent auf 5,037 Milliarden Euro an. Thales zog vier Großaufträge im Wert von jeweils mehr als 100 Millionen Euro an Land. Auch schon im vierten Quartal 2023 konnte sich Thales über diverse relevante Großaufträge freuen, darunter ein Auftrag des britischen Verteidigungsministeriums, welches für über zwei Milliarden Euro Systeme geordert hatte. In diesem Rahmen solle Thales die Royal Navy dabei unterstützen, KI bei den maritimen Operationen zu integrieren, wie Barron’s erklärt. Daneben kam auch ein wichtiger Vertrag mit den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Pilotenausbildung auf französischen Rafale-Kampfjets zustande.

Analysten sehen bei Thales Parallelen zu Palantir, das KI-Software zur Analyse riesiger Datenmengen anbietet. Barron’s bezeichnet Thales außerdem als Mischung aus Rheinmetall und Palantir - also als ein Konzern, der beide Branchen miteinander verbindet.

Analysten zuversichtlich für die Thales-Aktie

So ist die Stimmung unter den Analysten auch zunehmend bullish. "Thales ist führend in den Bereichen Cyber und künstliche Intelligenz. Wenn die Synergien mit dem Rest der Gruppe voll zum Tragen kommen, könnte die Aktie weiter an Wert gewinnen, wobei Technologieunternehmen als potenzielle Benchmarks dienen", zitiert Barron’s Deutsche Bank-Analyst Christophe Menard. Dieser hob sein Kursziel daher kürzlich auf 180 Euro an. Die Bank of America stufte Thales derweil von "neutral" auf "buy" hoch, das Kursziel wurde zugleich von 161 auf 187 Euro angehoben. Auch JPMorgan zeigte sich optimistisch und erhöhte das Kursziel von 171 auf 175 Euro. Derzeit steht die Thales-Aktie an der EURONEXT Paris bei 164,05 Euro. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei TipRanks bei 168,36 Euro - ein Aufwärtspotenzial von rund 2,63 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau (Stand: Schlusskurs vom 29. Mai 2024). Von 11 von TipRanks befragten Wall Street-Analysten empfehlen sieben, die Aktie zu kaufen, drei raten, sie zu halten, während lediglich ein Analyst den Verkauf für sinnvoll hält. Seit Jahresbeginn hat sich das Papier des französischen Rüstungskonzerns um mehr als 22 Prozent verteuert.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: E.Briot/Thales Alenia Space/Stratobus, Den Rise / Shutterstock.com

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