Nordex-Aktie springt zweistellig an: Starkes Schlussquartal - Mittelfristiges Margenziel steigt

Nordex hat im vergangenen Jahr bei einem moderaten Wachstum das Ergebnis nach einem starken Schlussquartal beachtlich gesteigert.
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Für 2026 rechnet der Windturbinenhersteller mit weiterem Wachstum. Zudem hob der Konzern seinen mittelfristigen Margenausblick deutlich an.
So will Nordex die EBITDA-Marge mittelfristig auf 10,0 bis 12,0 Prozent steigern. Der Konzern verwies auf die starke Entwicklung 2025 und gute Sichtbarkeit auf Basis des Auftragsbestands und des Serviceportfolios. Bislang hatte das Ziel bei 8 Prozent gelegen.
Für dieses Jahr rechnet das Hamburger Unternehmen mit einer EBITDA-Marge zwischen 8,0 und 11,0 Prozent. Der Umsatz soll 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro erreichen. Analysten erwarteten für 2026 bislang knapp 8,3 Milliarden Euro Umsatz und 8,6 Prozent EBITDA-Marge.
Für 2025 wies Nordex einen operativen Gewinn (EBITDA) von 631 Millionen Euro aus, nach 296 Millionen Euro im Vorjahr. Damit wurde die Markterwartung von 609 Millionen Euro übertroffen. Die entsprechende Marge rückte auf 8,4 von 4,1 Prozent vor. Im Schlussquartal betrug die Marge 12,1 Prozent.
Netto stand im Gesamtjahr ein Überschuss von 274 Millionen Euro zu Buche verglichen mit 9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Hier lag der von Visible Alpha zusammengestellte Konsens bei 249 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 3,5 Prozent auf 7,55 Milliarden Euro. Der Auftragseingang im Projektbereich erhöhte sich um ein Viertel auf 9,3 Milliarden Euro.
Optimistischer Ausblick treibt Nordex auf Hoch seit Juni 2002
Starke Ziele für 2026 und darüber hinaus haben die Nordex-Aktie am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Mitte 2002 katapultiert. Letztlich legte sie via XETRA um 17,35 Prozent auf 41,12 Euro zu und war damit Spitzenreiter im Index der mittelgroßen Werte, dem MDAX. Das Kursplus im noch jungen Jahr 2026 beträgt bereits rund 39 Prozent, womit die Aktie aktuell zu den am besten gelaufenen 10 Prozent der 40 MDAX-Unternehmen zählt.
Constantin Hesse, Analyst beim Investmenthaus Jefferies, sprach von einem "hervorragenden vierten Quartal", und auch der Jahresausblick sowie die mittelfristige Prognose für die Geschäftsentwicklung seien besser als gedacht. RBC-Analyst Colin Moody sieht nun Potenzial, dass die Konsensschätzung für das operative Ergebnis (Ebitda) 2026 und darüber hinaus im mittleren zehnprozentigen Bereich steigen könnte.
Allerdings sieht er in dem Bericht von Nordex nicht nur Positives: Die Situation mit Blick auf die Ausschüttungen an die Aktionäre ist ihm zufolge "klar negativ". Er stößt sich dabei vor allem an den Verzögerungen bis 2027, "auch wenn sie auf technische Gründe im Rechnungswesen zurückzuführen sind", sowie am "relativ konservativen Ziel einer angestrebten Mindestrendite von 50 Millionen Euro für die Aktionäre ab 2027". Dies sei insbesondere angesichts des sehr starken freien Cashflows in diesem Jahr enttäuschend.
Analyst Richard Dawson von der Privatbank Berenberg wandte dagegen ein: Das Unternehmen habe sich zu "vorhersehbaren und nachhaltigen" Aktionärsrenditen in den kommenden Jahren durch Dividenden oder Rückkäufe verpflichtet. Dass vom kommenden Jahr an mindestens 50 Millionen Euro pro Jahr an die Aktionäre fließen sollen, unterstreiche entsprechend das Vertrauen des Managements in den gegebenen Ausblick.
Für Analyst Vivek Midha von der Citigroup stehen unterdessen vor allem die Prognosen des Managements zur operativen Profitabilität im Fokus. Diese sind ihm zufolge die hauptsächlichen Kurstreiber an diesem Tag.
Bereits vor dem Zahlenwerk sei die Aktie deutlich gestiegen, schrieb Midha, da - wie sich aus vorausgehenden Gesprächen mit Investoren ergeben hatte - bereits mit einer mittelfristigen Prognose von 10 Prozent Ebitda-Marge gerechnet wurde.
Allerdings sei die vom Management nun avisierte Zielspanne im laufenden Jahr weitaus besser als erwartet ausgefallen, was wiederum zu einem schneller als von den Investoren erwarteten Erreichen des mittelfristigen Niveaus führen könnte, so der Experte. Schließlich sei Nordex, was die Mitte der für 2026 prognostizierten Ebitda-Margenspanne von 8 bis 11 Prozent betreffe, bereits dicht unter der 10-Prozent-Marke. Daher hatte der Citigroup-Analyst eine positive Kursreaktion bereits erwartet.
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