Klöckner-Aktie im Fokus: Worthington Steel stockt Beteiligung auf

Der US-Stahlkonzern Worthington Steel hat im Zuge seiner Übernahmebemühungen den Anteil am Stahlhändler Klöckner & Co angehoben.
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Stimmrechte und Instrumente zusammengerechnet liege dieser nun bei 47,78 Prozent, hieß es in einer von den Deutschen am frühen Dienstagabend veröffentlichten Pflichtmitteilung. Zuvor hatte der Anteil über Instrumente bei 41,53 Prozent gelegen, was in etwa der Beteiligung von Großaktionär Friedhelm Loh entspricht. Dieser unterstützt die Offerte.
Der US-Konzern bietet elf Euro je Aktie für das Düsseldorfer Unternehmen, wie er am Freitag vergangener Woche mitteilte. Der Unternehmenswert inklusive Schulden des im SDAX notierten Konzerns werde bei der Transaktion mit 2,4 Milliarden US-Dollar (knapp 2,1 Mrd Euro) beziffert. Klöckner hatte bereits im Dezember mitgeteilt, dass die beiden Unternehmen über eine Übernahme verhandeln.
Worthington Steel möchte mindestens 65 Prozent der Anteile von Klöckner & Co und rechnet mit einem Abschluss der Transaktion in der zweiten Jahreshälfte. Klöckner soll nach dem Zusammenschluss weiter eigenständig bleiben mit Sitz in Düsseldorf. Worthington Steel will im Aufsichtsrat als "strategischer Partner" vertreten sein. Entlassungen oder Schließungen von Standorten seien nicht geplant, hatte es weiter geheißen.
Das US-Unternehmen will zudem nach erfolgreicher Übernahme die Möglichkeit eines Ausschlusses der Minderheitsaktionäre (Squeeze-Out), eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags sowie eines Delistings der Aktien von der Frankfurter Wertpapierbörse prüfen.
Die Marktkapitalisierung von Klöckner betrug vor der Vorlage des Angebots rund 854 Millionen Euro, die von Worthington Steel lag bei etwas mehr als 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,6 Mrd Euro). Inzwischen liegen die Deutschen bei 1,1 Milliarden Dollar und die Amerikaner bei 2,0 Milliarden Dollar.
Klöckner & Co wurde 1906 in Duisburg gegründet und beschäftigte zuletzt knapp 6.600 Mitarbeiter. 2024 hatte das Unternehmen 6,6 Milliarden Euro umgesetzt und damit trotz eines höheren Absatzes wegen sinkender Stahlpreise etwas weniger als ein Jahr davor. Das operative Ergebnis sank ebenfalls. Für 2025 rechnet das Unternehmen mit einem leichten Plus beim Absatz und Umsatz sowie einem deutlich höheren operativen Gewinn.
/he/mis
DÜSSELDORF (dpa-AFX)
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Bildquellen: Klöckner & Co
