04.10.2016 12:22

MorphoSys-Aktie schießt hoch: Starke Nachrichten im Gepäck

Zulassung rückt näher: MorphoSys-Aktie schießt hoch: Starke Nachrichten im Gepäck | Nachricht | finanzen.net
Zulassung rückt näher
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Das zuletzt mit einigen Problemen kämpfende Biotechunternehmen MorphoSys steht vor einem großen Erfolg: Erstmals in der fast 25-jährigen Geschichte des Unternehmens könnte bald ein Medikament auf Basis eines MorphoSys-Antikörpers auf den Markt kommen.
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Befreiungsschlag für die Aktien von MorphoSys: Die Aussicht auf einen möglichen Erfolg bei einem Medikament auf Basis eines Antikörpers hat die Papiere am Dienstag kräftig zulegen lassen. Die Aktien führten nach dem langen Wochenende den TecDAX mit einem Plus von mehr als 15 Prozent auf zeitweise über 43 Euro an. Damit lagen sie aber weit hinter früheren Kursständen. Im Frühjahr hatten die Titel zeitweise die 50-Euro-Marke überschritten, 2014 gab es noch Kurse von mehr als 80 Euro. Diese Marke könnte MorphoSys laut Deutscher Bank wieder erreichen.

Positive Studienergebnisse

Das US-Pharmaunternehmen Janssen als Lizenznehmer habe positive Ergebnisse aus einer zulassungsrelevanten Studie für das Mittel Guselkumab gegen Schuppenflechte veröffentlicht, teilte MorphoSys am Samstag in Martinsried mit.

Analysten hatten auf positive Daten zu Guselkumab gehofft, damit der seit einiger Zeit stark unter Druck stehende Aktienkurs wieder auf die Beine kommt. So hatte Commerzbank-Experte Daniell Wendorff erst in der vergangenen Woche geschrieben, dass positive Daten zu dem Wirkstoff den Aktienkurs von MorphoSys deutlich antreiben könnten. Der Börsenwert des deutschen Unternehmens hatte in den vergangenen Monaten zuletzt deutlich unter den Problemen bei einigen Partnerprogrammen gelitten.

Aktienkurs war zuvor heftig eingebrochen

Der Aktienkurs fiel im bisherigen Jahresverlauf um 35 Prozent auf 37,225 Euro. Das Papier ist damit der zweitschwächste Wert im TecDAX. Die Nachricht ist nach Einschätzung des Commerzbank-Analysten Daniel Wendorff denn auch ein wichtiger Treiber, um die deutliche Bewertungslücke der Aktien zu schließen. Der Experte hob sein Kursziel um 3 auf 60 Euro an und bestätigte seine Kaufempfehlung. Die MorphoSys-Aktien zählen im bisherigen Jahresverlauf trotz des Kurssprungs am Dienstag mit einem Minus von rund 25 Prozent weiterhin zu den schwächsten TecDAX-Werten.

Im April hatte der Kurs unter einem Rückschlag für den Medikamentenkandidaten Bimagrumab für den Einsatz gegen eine seltene, schwere Muskelerkrankung (sIBM) gelitten. Im Juni hatten dann klinische Studiendaten zu den Antikörpern MOR202 und MOR208 für Abgabedruck gesorgt, wenngleich Händler dies als überzogen bewertet hatten.

Eine - wahrscheinliche - Zulassung von Guselkumab würde nach Einschätzung des Analysten Gunnar Romer von der Deutschen Bank die Stimmung der Anleger nach den Rückschlägen in den vergangenen Monaten deutlich aufhellen. Zudem würden die Risiken für den Anlagehintergrund sinken. So könnte Spielraum für eine ausgeglichene Bilanz bei den Mittelzu- und -abflüssen (Cashflow) entstehen. Romer hob sein Kursziel um 2 auf 80 Euro an und stuft die Papiere weiterhin mit "Kaufen" ein.

Zulassungsantrag voraus

Die Johnson&Johnson-Pharmasparte Janssen hat sich bisher noch nicht dazu geäußert, wann der Zulassungsantrag bei den Behörden gestellt werden soll. Im günstigsten Falle könnte das Mittel aber noch im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Bei Janssen laufen noch zwei weitere Phase-3-Studien zu dem Mittel, der Zulassungsantrag wird aber dennoch zeitnah erwartet.

Wenn nun der Antikörper mit dem Namen Guselkumab auf den Markt kommt, wird MorphoSys erstmals an Umsätzen beteiligt. Die genauen Umsatzbeteiligungen benennt MorphoSys nicht. Generell sind aber bei allen Kooperationen Beteiligungen im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgehandelt.

Schuppenflechte ist eine Autoimmunkrankheit mit einem Umsatzpotenzial für die Branche jenseits der Milliarden-Dollar-Grenze. Schätzungen zufolge leiden daran weltweit mehr als 100 Millionen Menschen, der chronische Krankheitsverlauf führt zu langen Behandlungszeiten. Den Markt müssen sich aber mehrere Hersteller teilen. Das gängigste Mittel ist aktuell Humira, ein Produkt des US-Konznerns Abbvie.

Es ist eines der umsatzstärksten Medikamente überhaupt, kommt aber auch bei anderen Krankheiten zum Einsatz. In der aktuellen Studie von Janssen schnitt Guselkumab besser ab als Humira. In Kooperation mit Boehringer Ingelheim arbeitet Abbie ebenfalls an einem neuen Mittel. Auch Novartis hat ein neues Produkt auf dem Markt.

MorphoSys hat sein Geld bislang damit verdient, dass es in Partnerschaft mit großen Pharmakonzernen Antikörper entwickelte und für die darauf bezogenen Medikamenten-Entwicklungen sogenannte Meilensteinzahlungen und Forschungsgelder bezog. Zuletzt musste MorphoSys jedoch einige Rückschläge hinnehmen, weil ein Partner sich zurückzog und ein Arzneimittelkandidat nicht die erhofften Ergebnisse brachte.

Um unabhängiger von dem Erfolg von Partnerprogrammen zu werden, setzt MorphoSys seit einiger Zeit stärker auf die Entwicklung von eigenen Medikamenten. Dies ist teurer, bringt aber auch höhere Gewinnchancen mit sich als Kooperationen mit großen Pharmaunternehmen. In diesem Jahr wird es aber wegen der Investitionen ein dickes Minus und einen Umsatzeinbruch geben.

Leisten kann sich MorphoSys das dank Mitteln aus einer Kapitalerhöhung. "Wir sind überzeugt, dass wir unsere solide finanzielle Basis am besten nutzen, indem wir in vielversprechende Entwicklungskandidaten investieren", hatte Finanzvorstand Jens Holstein im Sommer gesagt. Vorne stehen dabei zwei Blutkrebsmedikamente-Kandidaten (MOR202 und MOR208). Einer davon könnte im kommenden Jahr in eine zulassungsrelevante Studie überführt werden.

MARTINSRIED (dpa-AFX)

Bildquellen: MorphoSys

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