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15.07.2020 22:21

Visa richtet sich stärker auf Kryptowährungen aus

Digitalisierung: Visa richtet sich stärker auf Kryptowährungen aus | Nachricht | finanzen.net
Digitalisierung
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Der Zahlungsdienstleister Visa nähert sich dem Kryptowährungs-Trend immer mehr an: Nicht nur scheint er seine Krypto-Sparte auszubauen, auch die Forderung nach einer digitalen Zentralbankwährung wird lauter.
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• Visa stockt Krypto-Abteilung auf
• Krypto-Chef Sheffield spricht sich für digitale Zentralbankwährung aus
• Patent auf eigene digitale Währung eingereicht

Stellenausschreibung deutet auf Ausbau der Krypto-Sparte hin

Der Zahlungsdienstleister Visa hat auf seinem neuseeländischen Jobportal eine Stellenausschreibung veröffentlicht, in der Arbeitnehmer für den Umgang mit verschiedenen Kryptowährungen gesucht werden. Kandidaten für die als BlockChain Engineer bezeichnete Stelle sollen Erfahrung mit der Blockchain-Architektur mitbringen und im Optimalfall bereits mit Ripple, R3, Ethereum oder Bitcoin gearbeitet haben. Auch Programmierkenntnisse in der Sprache Solidity seien von Vorteil. Visa sucht mehrere Kandidaten für Standorte im texanischen Austin und im kalifornischen Foster City, die sich der Abteilung "Global Commercial Payments Platform" anschließen. Der Bereich beschäftigt sich vorrangig mit innovativen B2B-Zahlungen und verwaltet strategische Partnerschaften mit kritischen Finanzinstituten, setzt seinen Fokus aber auf den nicht-kartenbasierten Zahlungsverkehr. Die Stellenausschreibung könnte darauf hindeuten, dass der Kreditkartenanbieter plant, seine Krypto-Sparte weiter auszubauen.

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Wunsch nach digitaler Zentralbankwährung

Dies deckt sich ebenfalls mit aktuellen Aussagen des Leiters der Abteilung Kryptowährungen bei Visa, Cuy Sheffield. Auf seinem Twitter-Profil plädierte er am 4. Juli für die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung. So sei die Vorstellung des digitalen Zahlungsmittels einer der wichtigsten Zukunftstrends in den Bereichen Geld und Zahlung im nächsten Jahrzehnt, außerdem bestehe ein globales Interesse. Weiter ist Sheffield der Meinung, dass sich der Weg, den die Landesregierungen bei dieser Diskussion einschlagen werden, stark auf Privatsphäre, Währungssouveränität, Geopolitik, finanzielle Integration sowie auf die weltweite Einführung von Kryptowährungen auswirken werde.

Bei Interesse lädt er seine Follower dazu ein, die Debatte um die digitale Zentralbankwährung zu verfolgen, besonders was die Gestaltung und Implementierung dieser angeht. So sei die Informationsdichte bezüglich dieses Themas vor nicht allzu langer Zeit noch sehr gering gewesen, mittlerweile gebe es aber deutlich mehr Veröffentlichungen von Experten und Organisationen und eben nicht nur von Zentralbanken. Um seinen Lesern einen Überblick über die neuesten Entwicklungen zu geben, hängte er einige empfohlene Quellen an.

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Nach Libra-Ausstieg Fokus auf eigene Währung

Bereits im Mai 2020 hatte Visa beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt eine digitale Fiatwährung angemeldet, die auf der Blockchain-Technologie basieren soll. Dafür wolle man, je nach Anwendungsfall, auf Blockchain-Netzwerk Hyperledger Fabric anwenden, das von der Linux Foundation verwaltet wird. Der Unterschied zu anderen Netzwerken liege darin, dass die Identitäten von Benutzern und allen anderen Teilnehmern bekannt seien und Anonymität nicht gefördert werde. Eingereicht wurde das Dokument bereits im November 2019, einen Monat nachdem Visa die Libra Association verließ. Die Organisation wurde gegründet, um Facebooks Kryptowährung Libra zu betreiben. Vor Visa haben bereits PayPal, MasterCard, eBay, Stripe, and Mercado Pago die Vereinigung verlassen, wie The Verge berichtete.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: varandah / Shutterstock.com

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