09.04.2018 17:41

Bitcoin-Mining könnte umweltschonender und effizienter werden

Intel lässt Chip patentieren: Bitcoin-Mining könnte umweltschonender und effizienter werden | Nachricht | finanzen.net
Intel lässt Chip patentieren
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Mit Bitcoins das große Geld machen, nie wieder arbeiten müssen und sich stattdessen die Sonne auf den Bauch scheinen lassen - es gibt wohl einige, die sich ärgern, nicht rechtzeitig beim Bitcoin eingestiegen zu sein. Heute hätte man reich sein können.
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Eine Möglichkeit, auf dem Bitcoin-Markt Fuß zu fassen, stellt neben dem Investieren - was für viele mittlerweile zu teuer ist - das sogenannte Mining dar, also das Schürfen von Kryptowährungen. Dabei werden über die Rechenleistung von Computern Bitcoin-Einheiten hergestellt. Pro hergestelltem Block für die Blockchain wird der Miner mit 12,5 Bitcoin belohnt. Insgesamt 21 Millionen Einheiten des Bitcoin können geschürft werden, dann ist Schluss und es können keine neuen Einheiten mehr erzeugt werden. Aktuell sind bereits mehr als 16 Millionen Bitcoin im Umlauf, je mehr Einheiten vorhanden sind, desto komplizierter wird der Mining-Vorgang und desto mehr Rechenleistung wird benötigt, um einen weiteren Coin zu schürfen.

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Rechnerleistung allein reicht nicht zum Schürfen aus

Aus diesem Grund kann mittlerweile nicht mehr jeder einfach mit seinem eigenen Computer Bitcoin-Mining betreiben, meist reicht die Leistung eines Heimrechners dazu nicht aus. Begeisterten Schürfern kann jedoch mit bestimmter Bitcoin-Mining-Hardware oder einer sehr guten Grafikkarte geholfen werden.

Mining-Hardware und passende Chips bietet momentan hauptsächlich das chinesische Unternehmen Bitmain Technologies Ltd. an, das damit im vergangenen Jahr zwischen drei und vier Milliarden US-Dollar eingenommen haben soll und beinahe eine Monopolmacht auf das Bitcoin-Schürfen hat - was im gravierenden Gegensatz zum dezentralisierten Ansatz der Kryptowährung steht.

Bitcoin-Mining-Hardware-Beschleuniger von Intel patentiert

Doch nun könnte auch der US-amerikanische Halbleiterhersteller Intel in den Ring steigen und Bitcoin-Minern eine Alternative anbieten, die gegenüber den bisherigen Technologien einige Vorteile bietet. Ein Patentantrag auf die Chips fürs Krypto-Mining, der von Intel bereits 2016 eingereicht wurde, wurde Ende März öffentlich. Darin sichert sich Intel die Rechte an einem "Bitcoin Mining Hardware Accelerater with Optimized Message Digest and Message Scheduler Datapath", kurz gesagt einem Bitcoin-Mining-Hardware-Beschleuniger.

Der Chip besteht laut Patentschrift aus einem CPU-Kern und speziellen Schaltkreisen, durch die das Bitcoin-Mining ermöglicht wird. Die Patentschrift lässt vermuten, dass der Intel-Bitcoin-Beschleuniger nicht nur als alleinstehender Miner genutzt, sondern in verschiedenste Geräte eingebaut werden kann.

Größter Vorteil: geringerer Stromverbrauch

Im Gegensatz zum herkömmlichen Minen kann der Chip vor allem durch zwei Aspekte punkten: Der Hardware-Beschleuniger soll 15 Prozent weniger Fläche benötigen und gleichzeitig 35 Prozent weniger Strom verbrauchen. Vor allem der zweite Punkt könnte für viele Miner verführerisch klingen. Durch den enormen Stromverbrauch beim Bitcoin-Mining ist das Schürfen ein relativ teurer Prozess, der in manchen Ländern aufgrund zu hoher Strompreise den Aufwand kaum mehr lohnt. Gerade im Zusammenhang mit fallenden Preisen für den Bitcoin, ist die Effizienz beim Bitcoin-Mining kaum mehr gegeben. Und auch die Umwelt dürfte sich über den geringeren Stromverbrauch freuen, wurden zuletzt doch auch immer öfter staatliche Stimmen laut, die Bitcoin-Mining als Umweltkatastrophe betiteln.

Mit dem neuen Intel-Chip könnte das Bitcoin-Mining also wieder effizienter und der dabei verbrauchte Strom minimiert werden. Intel hat in dem Bereich bereits Erfahrung gesammelt: 2015 entwickelte das Unternehmen Chips fürs Mining für das Bitcoin-Startup 21 Inc. Ob und wann der Bitcoin-Mining-Hardware-Beschleuniger, an dem Intel nun die Patentrechte inne hat, auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. Bitcoin-Miner müssen sich also noch etwas gedulden, bevor sie mit höherem Wirkungsgrad Kryptogold schürfen können.

Redaktion finanzen.net

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