27.06.2019 20:00

Morgan Stanley: "Wir sind bullish" gegenüber Schwellenländer-Währungen

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In Anbetracht der jüngsten Äußerungen der Notenbanken sehen die Analysten von Morgan Stanley enormes Potenzial in den Währungen der Entwicklungsländer.
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Friedlichere Notenbanken begünstigen Schwellenländer-Währungen

Der US-Dollar befindet sich mittlerweile wohl in einer Baisse, glauben die Experten der US-Bank Morgan Stanley. Die Währung stürzte vergangene Woche deutlich ab, als sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-Notenbank Fed einen friedlicheren Ton anschlugen und die Fed signalisierte, die Zinsen wenn nötig weiter zu senken. Dies dürfte insbesondere den Währungen der Entwicklungsländer zugute kommen, denn ein schwächerer Dollar begünstigt deren Entwicklung in der Regel. Auch die Analysten bei Pimco glauben, die langjährige Dollar-Stärke sei "nahe ihrem Ende", weshalb Schwellenländer-Währungen nun eine attraktive Anlagemöglichkeit böten.

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Morgan Stanley zufolge dürften diese Währungen in diesem Jahr trotz der schwächeren Aussichten für das globale Wachstum eine starke Performance abliefern. "Wir sind bullish", schrieb ein Team von Analysten unter James Lord, dem in London ansässigen Leiter der Fixed-Income-Strategie. "Die Währungen der Schwellenländer sind im Rückstand, aber mit wachsender Überzeugung, dass sich der Dollar gedreht hat, denken wir, dass ein Aufholprozess im Gange ist", heißt es in einer Notiz an Kunden.

US-Dollar unter Druck

Eine günstigere US-Dollar-Finanzierung sei "eine große Ermutigung für riskante Anlagen", merkte auch Jane Foley, Senior FX-Strategin der Rabobank, an. Das Signal der Fed, den geduldigen geldpolitischen Ansatz nun aufzugeben, setzte den US-Dollar enorm unter Druck - die Schwellenländer könnten nun die größten Nutznießer sein. "Die proaktive Haltung der Fed deutet darauf hin, dass die USD-Rally verblassen sollte", so die Analysten von Morgen Stanley. "Wenn wir einen Lockerungszyklus in den USA sehen würden, wäre das sehr positiv", sagte auch Laurence Bensafi, stellvertretender Leiter der Aktienabteilung für Schwellenländer bei RBC Global Asset Management. "Ein niedrigerer Dollar wird den (Schwellenländer-) Währungen helfen, die im Moment sehr billig sind, und wir werden eine große Erholung in unseren Märkten sehen." Die Senkung der US-Zinsen könnte genau das sein, was einige Schwellenländer benötigten, schloss sich Graham Stock von BlueBay Asset Management dieser Meinung an.

Russischer Rubel, indische Rupie & Co.

Die Lieblingswährung von Morgan Stanley in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika sei derzeit der russische Rubel, berichtet Bloomberg. Dies sei in diesem Jahr bislang die leistungsfähigste Währung der Entwicklungsländer. Daneben misst die Bank auch lateinamerikanischen Währungen sowie der indischen Rupie enormes Potenzial bei. Wie Seeking Alpha schrieb, habe Morgan Stanley unter anderem den mexikanischen Peso, den brasilianischen Real und den chilenischen Peso jüngst seinem Währungskorb hinzugefügt.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Byelikova Oksana / Shutterstock.com, iStockphoto

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