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12.01.2020 16:50
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Investoren im Edelmetallrausch: Gold mit bestem Jahr seit 2010?

Die Goldpreisrally: Investoren im Edelmetallrausch: Gold mit bestem Jahr seit 2010? | Nachricht | finanzen.net
Die Goldpreisrally
Im vergangenen Jahr zeigte sich der Goldpreis sehr dynamisch und markierte sogar ein neues Euro-Allzeithoch. Doch wieviel Rendite konnte man im Jahr 2019, im Vergleich zu den vorherigen Jahren, tatsächlich mit dem Edelmetall einstreichen?
Gold startet mit Kursfeuerwerk in das neue Jahr
• Goldpreis kletterte 2019 um 18,42 Prozent
• Im Jahr 2010 stieg der Preis um 29,80 Prozent
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Den Goldkurs scheint im aktuellen Marktumfeld nichts mehr zu bremsen. Der Preis für das eigentlich sehr antizyklische Asset kletterte selbst nach den Weihnachtsfeiertagen, trotz der Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt die Mehrheit der globalen Aktien zulegen konnte und sich eine Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China abzeichnete. Dementsprechend haben nur die wenigsten Analysten damit gerechnet, dass das gelbe Edelmetall noch zwischen Weihnachten und Neujahr über die magische Marke von 1.500 US-Dollar springt.

2019 - das beste Jahr für Gold seit 2010

Diese grandiose Endjahresrally am Goldmarkt machte das Jahr 2019 zum besten Kalenderjahr für Goldinvestoren seit dem Jahr 2010. Der Goldpreis startete mit einem Preis von 1.281 US-Dollar je Feinunze in das vergangene Jahr und konnte es nach einem rekordverdächtigen Anstieg mit einem Kurs von 1.517 US-Dollar je Feinunze abschließen. Resultierend daraus konnten Goldinvestoren im Jahr 2019 einen Wertzuwachs in Höhe von 18,42 Prozent einstreichen. Mit einem Kurssprung von 1.095 US-Dollar auf 1.421 US-Dollar je Feinunze war im vergangenen Jahrzehnt nur das Jahr 2010 noch lukrativer für Goldanleger. Denn in diesem besagten Jahr verteuerte sich das gelbe Edelmetall um knapp 30 Prozent.

Schwache Jahre für Goldanleger

Zwischen den Jahren 2010 und 2019 hatten Goldinvestoren jedoch nur wenig Freude mit ihrem Edelmetall. Denn nach relativ moderaten Kurszuwächsen in Höhe von rund 10,9 und 6,5 Prozent in den Jahren 2011 und 2012 stürzte der Preis für das gelbe Edelmetall in den Folgejahren rapide ein. So büßte der Goldkurs in den Jahren 2013, 2014 und 2015 rund 27,5, 3,3 und 10,9 Prozent an Wert ein. Notierte die Feinunze zum Jahresstart im Jahr 2013 noch bei 1.671 US-Dollar, waren es am Ende des Jahres 2015 gerade noch 1.060 US-Dollar.

Krise am Persischen Golf treibt die Goldbullen

Aktuell sind jedoch die Goldbullen zurück am Markt und lassen das gelbe Edelmetall auf immer neue Euro-Allzeithochs steigen. Verantwortlich hierfür ist vor allem die globale Angst vor einem unkalkulierbaren militärischen Konflikt am Persischen Golf. Angesichts eines möglichen Flächenbrandes in der Region nimmt das Edelmetall nun wieder seine Funktion als Krisenwährung ein.

Notenbanken schaffen Nährboden für steigende Goldpreise

Dass der Goldpreis auf Eurobasis im Jahr 2020 weitere Allzeithochs erreichen wird, ist für viele Experten ausgesprochen wahrscheinlich. Der starke Impuls, mit dem das Edelmetall in das neue Jahrzehnt gestartet ist, könnte in den kommenden Wochen und Monaten weiter anhalten. Dabei wird der Goldkurs nicht nur von den globalen Krisenherden getrieben, sondern de facto auch von der Zinspolitik der Zentralbanken.

"Die Notenbanken bleiben global auf einem expansiven Kurs, was der entscheidende Nährboden für weiter steigende Preise für Gold - und in dessen Fahrwasser Silber und Platin - ist", so die Analysten der Commerzbank in einem Jahresausblick. Des Weiteren deuten die Experten der CoBa die zahlreichen Übernahmeaktivitäten im Minensektor als positives Zeichen für das Edelmetall. "Denn die hohe M&A-Aktivität zeigt zum einen Zuversicht für den Goldpreis von Brancheninsidern und zum anderen aber auch einen hohen Konsolidierungsdruck, da die Goldreserven schwinden", so die Analysten in ihrer Bekanntmachung.

Goldman sieht Unze bei 1.600 US-Dollar

Trotz steigender Preise und vieler guter Nachrichten für Gold werden die Aussichten für das Edelmetall nicht überall gleich positiv beurteilt. So rät beispielsweise die US-Investmentbank JPMorgan ihren Kunden, auf einen Rückgang am Rohstoffmarkt zu setzen. Andere Institutionen wie Goldman Sachs und die UBS sehen den fairen Wert des Edelmetalls hingegen weiterhin bei 1.600 US-Dollar je Unze.

Wird 2020 ein weiteres goldenes Jahr für das Edelmetall?

Gegenwärtig spricht vieles dafür, dass das weltweite Verlangen nach Gold weiter ansteigt oder zumindest konstant hoch bleibt. In der Konsequenz ist es somit durchaus denkbar, dass sich der Goldpreis auch im Jahr 2020 sehr dynamisch entwickeln könnte.

"Für einen Finanzinvestor spricht bei Abwägung von Chancen und Risiken der verschiedenen Investitionsmöglichkeiten derzeit alles für Gold und die übrigen Edelmetalle", so Eberhardt Unger von fairesearch. "Die Performance des Goldpreises könnte 2020 alle übrigen Investments in den Schatten stellen", so der Analyst weiter.

Pierre Bonnet / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: claffra / Shutterstock.com, ded pixto / Shutterstock.com

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