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11.07.2018 18:02
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"Whatever happens" - Langfristig wird Gold profitieren

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Die letzten Wochen zeigten nicht nur chaotische Verhältnisse in der Bundesregierung, auch an den globalen Aktienmärkten nehmen die Unsicherheit und das Risiko stetig zu. Geopolitische Spannungen und weltweite Krisenherde werden dabei noch wenig wahrgenommen, da sie medial derzeit nicht mehr wesentlich begleitet werden.
Die andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten, die zunehmende Eskalation des Iran-Themas oder auch die Spannungen auf der Krim sind derzeit nur noch selten Hauptthema - und rücken daher auch bei der Bevölkerung in den Hintergrund.
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Das ganze politische Schmierentheater der letzten Wochen hat längst auch von den Gefahren am Finanzmarkt abgelenkt. Hier braut sich der nächste Sturm zusammen, denn die US-Zinspolitik bedroht nicht nur die Emerging Markets, sondern schadet vor allem China. Auch der aufgeblasene Anleihemarkt hängt wie ein Damoklesschwert über uns.

Insgesamt dürfte die Liquiditäts-Hausse an den globalen Aktien- und Finanzmärkten, die wir seit über einem Jahrzehnt erleben, schon bald ihr Ende finden. Hier gilt es gut vorzusorgen und ausreichend zu diversifizieren.

Noch wird der sichere Hafen weitgehend ignoriert

Als Edelmetallanleger fällt es derzeit sicher schwer Ruhe zu bewahren, denn die Streckfolter zieht sich trotz hervorragender Ausgangslage weiter hin. Die Märkte ignorieren die deutlich angestiegenen Inflationserwartungen ebenso, wie sämtliche (geo-)politischen Risiken. Die Terminmarktpositionierung spricht ebenfalls für Gold. Die Nachfrage als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten erfordert wohl eine weitere Zuspitzung der Lage.

Noch herrscht über Handelskrieg, erneuter Euro- und Bankendämmerung am Horizont und dem nahenden Ende des Konjunkturzyklus eine beinahe beunruhigende Sorglosigkeit. Dies mag daran liegen, dass die vergangenen Jahren gezeigt haben, dass die Zentralbanken den Finanzmärkten bisher jede Krise abgenommen haben. "Whatever it takes" - die berühmten Londoner Worte von Draghi, welche die Spekulationen gegen ein Auseinanderbrechen der Eurozone 2012 beendeten, haben sich im Gedächtnis der Investoren als "Draghi-Put" eingeprägt.

Trendwende bei den Edelmetallen steht unmittelbar bevor

Das Handelsverhalten der Goldminen zum Gold legt den Verdacht nahe, dass sich die großen Spieler schon seit Wochen langsam wieder einkaufen, auf der anderen Seite aber den Goldpreis (noch) unter Kontrolle halten. Die Annahme, dass Zentralbanken mit Nullzinsen und Gelddrucken alle Probleme lösen könnten, ist ein Trugschluss. Vergleichbar mit der Meinung einer Gans, die nach wochenlangem Mästen der festen Überzeugung ist, dass alles bestens und der Bauer ein guter Freund ist - bis zum nächsten Festessen.

Wer jetzt beim Gold kapituliert, weil gewisse Trendlinien in Gefahr sind, der sollte der festen Überzeugung sein, dass in unserem Papiergeldsystem alles bestens läuft und Gold als Portfoliodiversifikation überflüssig ist. Andernfalls bietet die aktuelle Schwächephase bei den Edelmetallen eine hervorragende Zukaufchance.

Weiterhin gilt es zu beachten, dass in einem Liquiditäts-Crash kurzfristig auch Gold unter Druck kommen wird, da viele Investoren dringend Kapital brauchen. Das wäre dann eine weitere Gelegenheit zum Kauf, denn in einer anhaltenden Krise an den Aktienmärkten wird der Goldpreis am langen Ende deutlich profitieren.

Nicht nur die Edelmetalle können glänzen…

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Dirk Müller ist Deutschlands bekanntester Wirtschafts- und Börsenexperte, mehrfacher Spiegel-Bestseller Autor, Politikberater und Initiator des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Als erfolgreicher Internet- und Medienunternehmer gründete er das Finanzinformationsportal Cashkurs.com und die Börsenbriefe Cashkurs-Trends.de und Cashkurs-Gold.de. Er gilt als „Dolmetscher zwischen den Finanzmärkten und den Menschen außerhalb der Börse“. Heute ist er das bekannteste Gesicht des Börsenparketts. Von vielen Medien wird er daher auch gerne „Mr. DAX“ genannt.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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