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09.01.2020 18:46
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Goldpreis-Rally: Darum könnte es im Jahr 2020 weiter bergauf gehen

Dynamische Entwicklung: Goldpreis-Rally: Darum könnte es im Jahr 2020 weiter bergauf gehen | Nachricht | finanzen.net
Dynamische Entwicklung
Nachdem das glänzende Edelmetall 2019 ein äußerst starkes Jahr abgeschlossen hat, geht es auch zu Beginn des neuen Jahres weiter bergauf. Sollte sich das Umfeld nicht radikal verändern, dürfte die Goldpreis-Rally für den Rest des Jahres 2020 anhalten, glauben Rohstoffexperten.
• Starke Goldpreis-Entwicklung in 2019
• Rohstoffexperten blicken zuversichtlich auf das neue Jahr 2020
• Geopolitische Risiken, makroökonomische Faktoren und weitere Aspekte sprechen für Fortsetzung der Rally
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Im jüngst beendeten Jahr 2019 hat sich der Goldpreis überaus stark entwickelt, so konnte das glänzende Edelmetall sein bestes Jahr seit 2010 abschließen. "Seit Beginn des Jahres 2019 ist der Goldpreis nun eindeutig aus seiner Seitwärtsbewegung ausgebrochen", zitiert das Manager Magazin Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Degussa Goldhandel. Gold kostet so viel wie seit vielen Jahren nicht mehr, denn Anleger fürchten sich vor einer Eskalation und fliehen in als sicher geltende Häfen, was den Preis wiederum weiter anschiebt.

Doch wird die dynamische Entwicklung auch im Jahr 2020 anhalten? Zahlreiche Experten sehen jedenfalls durchaus Potential für eine weitere Wertsteigerung der Krisenwährung.

Notenbanken und Dollar-Schwäche

Ein Grund für diese Einschätzung ist die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken, glaubt auch Polleit. "Die Notenbanken bleiben global auf einem expansiven Kurs, was der entscheidende Nährboden für weiter steigende Preise für Gold - und in dessen Fahrwasser Silber und Platin - ist", zitiert boerse.ARD die Rohstoffexperten der Commerzbank. "Die anhaltende Niedrigzinswelt bleibt ein guter Nährboden für anhaltend hohe Goldpreise", glaubt dem Manager Magazin zufolge auch Dora Borbely, Rohstoffanalystin der Dekabank. Denn in solch einem Umfeld sind Anleger eher bereit, ihr Geld in Gold anzulegen.

Ein weiterer Faktor ist die Entdollarisierung. Immer mehr Länder versuchen, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren, indem die Notenbanken ihre Goldbestände verstärken. So sollen sich die Nettokäufe in der Zeit von Januar bis September 2019 laut dem World Gold Council (WGC) auf 547,5 Tonnen summiert haben - ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Es wird immer noch Kasachstan, Russland und China geben, die immer noch Nettokäufer von Gold sein werden - das ist eine Art von Rente für den Goldmarkt", merkte Colin Hamilton, Managing Director of Commodities Research bei BMO Capital Markets, gegenüber CNBC an. Daneben treibt die derzeitige Schwäche des US-Dollars den Goldpreis, da Gold international in US-Dollar denominiert ist.

Brexit, Handelskrieg & Co.

Neben den verstärkten Goldkäufen der Notenbanken, der Dollar-Schwäche sowie der Entdollarisierung gibt es jedoch weitere Faktoren, die für eine anhaltende Rally des gelben Edelmetalls sprechen könnten. "Das Umfeld für Gold bleibt positiv", zeigte sich auch Edelmetallhändler Alexander Zumpfe überzeugt und verwies dabei auf die Unsicherheit bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung, die Sorgen rund um den Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China sowie die noch unvorhersehbaren Folgen des Brexits. Derzeit scheint es zwar so, als seien die Risiken diesbezüglich gesunken und die Konflikte entschärft, dennoch gebe es nach wie vor Gefahren am Markt, weshalb "die strukturelle Goldnachfrage hoch bleiben dürfte", schätzt Gabor Vogel, Analyst der DZ-Bank. "Die physische Nachfrage bewegt sich derzeit auf dem höchsten Niveau seit mehreren Jahren. Wir rechnen daher weiterhin mit steigenden Kursen - auch über das aktuelle Jahreshoch hinaus", zitiert das Manager Magazin derweil Zumpfe.

Geopolitische Risiken im Nahen Osten

Nach der Ermordung des iranischen Oberbefehlshabers Qasem Soleimani durch die USA sind die Spannungen im Nahen Osten jüngst eskaliert. Iranische Raketenangriffe auf US-Stützpunkte im Irak haben Anleger nochmals stärker in sichere Anlagen getrieben. In der Nacht zum Mittwoch setzte der Goldpreis daher seinen Höhenflug fort und stieg erstmals seit 2013 wieder über die Marke von 1.600 US-Dollar. In der Spitze klettere der Preis pro Feinunze gar über 1.610 US-Dollar. Auch in Euro war das Edelmetall mit 1.443,07 Euro so teuer wie nie zuvor.

Fortsetzung der Rally 2020 sicher?

Zahlreiche Rohstoffanalysten erwarten aus diesen Gründen, dass die Goldpreis-Rally auch für den Rest des noch jungen Jahres 2020 anhalten dürfte, sollten die geopolitischen Risiken weiterhin bestehen, der Dollar schwach und das Zinsumfeld negativ bleiben. DZ-Bank-Analyst Vogel sieht den Goldpreis Ende dieses Jahres daher bei 1.600 US-Dollar stehen, während Rohstoffanalyst Carsten Fritsch von der Commerzbank einen Anstieg auf etwa 1.550 US-Dollar für realistisch hält. Polleit von Degussa prognostiziert derweil einen Preis pro Feinunze Gold "bei ungefähr 1.700 US-Dollar oder höher". "Für einen Finanzinvestor spricht bei Abwägung von Chancen und Risiken der verschiedenen Investmentmöglichkeiten derzeit alles für Gold und die übrigen Edelmetalle. Die Performance des Goldpreises könnte in 2020 alle übrigen Investments in den Schatten stellen", gibt boerse.ARD die Einschätzung Eberhardt Ungers, Analyst bei fairesearch, wieder.

Dennoch sollten Anleger keine voreiligen Schlüsse ziehen, warnen die Experten zugleich, denn die zuvor genannten Faktoren seien zunächst nicht unbedingt nachhaltig, heißt es bei CNBC. "Eine nachhaltigere Auswirkung wäre, wenn sich die Unsicherheit erheblich auf Inflation und Wachstum auswirken würde", schrieben die UBS-Rohstoffstrategen Joni Teves und James Malcolm in einer Notiz. Auch die Rohstoffexperten von Macquarie warnten, "dass die bisherigen geopolitischen Risikoereignisse für sich allein genommen nicht ausreichend waren, um eine nachhaltige Goldpreis-Rally zu liefern". "Für eine weitere Kurserholung wäre wahrscheinlich eine Kombination aus allgemeiner Dollar-Schwäche, niedrigen Zinssätzen und einem Anstieg der Inflationserwartungen erforderlich - über höhere Ölpreise und/oder die Befürchtung eines negativen Einflusses auf das globale Wachstum."

Wie sich der Goldpreis 2020 weiterhin entwickeln wird, bleibt also spannend.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: optimarc / Shutterstock.com, IPConcept

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