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12.08.2020 22:22

OPEC und Verbündete müssen Balance zwischen Ölpreisen und Rohölproduktion finden

Fragiler Ölmarkt: OPEC und Verbündete müssen Balance zwischen Ölpreisen und Rohölproduktion finden | Nachricht | finanzen.net
Fragiler Ölmarkt
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Nachdem die Produktionskürzungen der OPEC Anfang August verringert wurden, steht die Organisation laut Stratege John Driscoll vor der Herausforderung, sowohl den Ölpreis zu stützen, als auch die Rohölproduktion in den USA zu beobachten. Die Corona-Krise erschwert dieses Unterfangen weiter.
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• Produktionskürzungen von 9,7 auf 7,7 Millionen Barrel pro Tag verringert
• Suche nach "Universallösung"
• Nachfrage durch Corona-Krise weiter mäßig
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Fördereinschränkungen teilweise zurückgenommen

John Driscoll von JTD Energy Services glaubt, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und ihre Verbündeten das Gleichgewicht zwischen der Stützung der Ölpreise und der Kontrolle der US-Rohölproduktion finden müssen. Dies erklärte der Chefstratege Anfang August gegenüber CNBC, als die Ölfördergruppe anfing, Fördereinschränkungen zumindest teilweise zurückzunehmen. Die Produktionskürzungen des Bündnisses von 9,7 Millionen Barrel pro Tag liefen am 31. Juli dieses Jahres aus. Seit August wurde die Drosselung auf 7,7 Millionen Barrel pro Tag verringert.

Anfang August fielen die Ölpreise aufgrund der Sorge vor einem Überangebot, wie Reuters berichtete. Die Ölproduktion sei bereits im Juli um 1 Million Barrel pro Tag gestiegen, als die Golfstaaten ihre freiwilligen zusätzlichen Lieferkürzungen beendeten.

Balanceakt für OPEC und Verbündete

Driscoll geht davon aus, dass die OPEC und ihre Verbündeten versuchen, einen Balanceakt zu vollziehen. Im April hatte die Organisation eine Vereinbarung zur Reduzierung des Marktangebots getroffen, um die Ölpreise zu stützen. Diese waren nach einem Nachfrageeinbruch durch den Ausbruch des Coronavirus und einen Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien stark eingebrochen. Das Gleichgewicht habe sich mittlerweile aber wieder hergestellt, so weiter. Auch die Preise hätten sich erholt. Trotzdem müsse das Bündnis sehr vorsichtig sein, um nicht das Opfer seines eigenen Erfolgs zu werden. Wenn die Preise über 45 US-Dollar pro Barrel steigen, könnte das die Aufmerksamkeit der Produzenten erregen, so Driscoll weiter.

Öl-Nachfrage durch Corona-Krise noch nicht erholt

So gehe der sehr heikle, fragile Balanceakt mit einer starken Unsicherheit einher, was das Tempo der Erholung betrifft. Daher können keine genauen Angaben dazu gemacht werden, wie schnell sich die Wirtschaft erholen kann. "Wir fliegen sozusagen im Blindflug, aber wir versuchen, dieses magische Mittel zu finden, um die US-Produktion in Schach zu halten und auch die Preise zu stützen", erklärte Driscoll.

Daher sei ihm nicht klar, woher eine plötzliche Nachfrage nach Öl kommen solle, da die Urlaubssaison in den USA durch das Virus nahezu ausgesetzt ist. Dementsprechend tue er sich schwer, sich mit Blick auf geschädigte Branchen, wie die kommerzielle Luftfahrt, ein rosiges Szenario für die Erholung der Nachfrage vorzustellen. Ein Aufschwung geschehe nur sehr langsam und sei davon abhängig, mit welcher Geschwindigkeit ein Impfstoff gegen COVID-19 entwickelt und die Fallzahlen ansteigen werden. In einer so unsicheren Situation sei es schwierig, Vorhersagen zu treffen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: noomcpk / Shutterstock.com, ALEXANDER KLEIN/AFP/Getty Images

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