Gold: Verkaufslawine vorerst überstanden
Beim Goldpreis entwickelt sich der Februar zu einem extrem schlechten Monat. Bei steigenden Umsätzen fiel das gelbe Edelmetall in Richtung einer wichtigen Unterstützung.
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von Jörg Bernhard
Beim am aktivsten gehandelten Gold-Future wurden den Januar über meist weniger als 50.000 Kontrakte gehandelt. Am Dienstag und Mittwoch vervielfachten sich die Umsätze hingegen auf über 200.000 Futures pro Tag. Die Verkaufslawine drückte den Goldpreis auf Dollarbasis auf den tiefsten Stand seit siebeneinhalb Monaten, auf Eurobasis markierte er sogar ein 16-Monatstief.
Aus charttechnischer Sicht steht nun eine wichtige Bewährungsprobe an, schließlich dürfte ein nachhaltiger Rutsch unter die bei 1.550 Dollar verlaufende Unterstützungszone neue chartinduzierte Verkäufe generieren. Timingindikatoren wie der Relative-Stärke-Index zeigen allerdings mit aktuell 22 Prozent eine eindeutig überverkaufte Lage an. Die Chance auf eine technische Bewegung ist somit relativ groß, zumal die fundamentalen Probleme der Finanzwelt immer noch nicht gelöst sind und daher Gold als sicherer Hafen attraktiv erscheinen lassen.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 5,80 auf 1.572,20 Dollar pro Feinunze.

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Weil nach dem Fed-Protokoll Ängste aufkamen, dass die US-Notenbank ihre ultralockere Geldpolitik früher als erwartet beenden könnte, herrschte im gesamten Rohstoffsektor Verkaufsstimmung. Diese wurde durch Gerüchte verstärkt, dass ein großer Rohstofffonds in finanziellen Schwierigkeiten stecken soll. Die am Nachmittag veröffentlichten Daten vom US-Arbeitsmarkt wurden da lediglich als Randnotiz wahrgenommen. Mit einem Anstieg der wöchentlichen Neuanträge von 341.000 auf 362.000 fielen die Zahlen schlechter als erwartet aus.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,43 auf 93,79 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,58 auf 114,02 Dollar zurückfiel.
