Goldpreis: Bergab vor Datenflut vom US-Arbeitsmarkt

Der Goldpreis gab im frühen Donnerstagshandel den zweiten Tag in Folge nach, was unter anderem auf einen robusten Dollar zurückzuführen war.
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von Jörg Bernhard
Außerdem nehmen Anleger vor wichtigen US-Arbeitsmarktberichten und der ungewissen Entwicklung in Venezuela eine abwartende Haltung ein. Am Nachmittag stehen der Challengerbericht über Stellenstreichungen (13.30 Uhr) sowie die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe (14.30 Uhr) zur Bekanntgabe an, wo laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten ein Anstieg von 199.000 auf 210.000 erwartet wird. Als noch wichtiger gilt allerdings der Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums zur Lage am US-Arbeitsmarkt (Freitag). Sollte sich der Arbeitsmarkt schwächer als erwartet entwickeln, steigen die Chancen auf baldige Zinserhöhungen. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine gegenüber dem Vortag deutlich niedrigere Wahrscheinlichkeit von 44 Prozent an, dass wir Mitte März eine Zinssenkung um mindestens 25 Basispunkte sehen werden. Dies überrascht, schließlich zeigten Daten vom Mittwoch, dass die Zahl der offenen Stellen in den USA im November auf den niedrigsten Stand seit 14 Monaten gefallen ist, während Neueinstellungen weiterhin nur schleppend vorankamen - ein Hinweis auf eine nachlassende Nachfrage nach Arbeitskräften. Für zusätzliche Spannung sorgt an den Goldmärkten aber auch die in dieser Woche anstehende Neugewichtung der Anteile im Bloomberg Commodity Index. Dies könnte zu verstärkten Verkäufen führen, da geringere Zielgewichtungen für Silber und Gold erwartet werden. Die jährliche Neugewichtung des BCOM dient dazu, den Index an die aktuelle Lage des globalen Rohstoffmarktes anzupassen. Das Zeitfenster für die diesjährige Anpassung läuft vom 9. bis 15. Januar.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 21,10 auf 4.441,40 Dollar pro Feinunze.

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Die Ölpreise fingen sich im frühen Donnerstagshandel nach ihren jüngsten Verlusten, weil Anleger die Auswirkungen zunehmender geopolitischer Spannungen und schwacher US-Arbeitsmarktdaten abwogen. Hochrangige US-Vertreter erklärten am Mittwoch, dass die USA Venezuelas Ölvorkommen und Einnahmen dauerhaft kontrollieren müssten, um dessen Wirtschaft zu stabilisieren, die Ölindustrie wiederaufzubauen und sicherzustellen, dass das Land im US-Interesse handelt. Diese Ankündigung fiel zeitgleich mit der Beschlagnahmung von zwei Öltankern im Atlantik, darunter ein unter russischer Flagge fahrendes Schiff, als Teil der aggressiven Strategie von Präsident Donald Trump zur Steuerung der Ölströme in Amerika.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,26 auf 56,25 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,31 auf 60,27 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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