Goldpreis stabil: Trump-Zolldrohungen stützen Nachfrage

Der Goldpreis zeigte sich im frühen Dienstagshandel relativ stabil, nachdem es in der vorherigen Sitzung erstmals die Marke von 5.100 Dollar überschritten hatte.
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von Jörg Bernhard
Trumps Politik der anhaltenden Drohungen hat dazu geführt, Gold als sicheren Hafen - trotz der jüngsten Rally - weiterhin attraktiv zu halten. Am gestrigen Montag kündigte er an, dass die USA die Zölle auf Auto-, Holz- und Pharmaimporte aus Südkorea auf 25 Prozent anheben werde und kritisierte Seoul dafür, kein Handelsabkommen mit Washington umgesetzt zu haben. Am Wochenende hatte Trump bereits Zolldrohungen gegen Kanada ausgesprochen, weil sich die Beziehungen zwischen Kanada und China zuletzt entspannt haben. Ein erneut drohender Stillstand der US-Regierungsgeschäfte (Shutdown) sowie Trumps unberechenbare Wirtschaftspolitik dürften das Interesse an Gold auf relativ hohem Niveau verharren lassen. Neue Impulse könnte der Goldpreis am Nachmittag erhalten, wenn aktuelle ADP-Daten zum US-Arbeitsmarkt (14.15 Uhr) veröffentlicht werden. Am morgigen Mittwoch dürfte hingegen die anstehende Zinsentscheidung der Fed inkl. der anschließenden Pressekonferenz mit Jerome Powell für erhöhte Spannung sorgen.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 4,30 auf 5.078,20 Dollar pro Feinunze.

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Die erwartete Wiederaufnahme der Lieferungen aus Kasachstan haben den Ölpreis im frühen Dienstagshandel leicht zurückfallen lassen, während die Ausfälle wegen des Wintersturms in den USA den Verkaufsdruck abgeschwächt haben. US-Ölproduzenten verloren Schätzungen von Analysten und Händlern zufolge am Wochenende bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag, was rund 15 Prozent der nationalen Produktion entspricht. Zudem meldeten mehrere Raffinerien entlang der US-Golfküste Probleme infolge der extremen Kälte. Auf kurze Sicht dürfte nun der für den Abend angekündigte Wochenbericht des American Petroleum Institute (22.30 Uhr) für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Zur Erinnerung: Vor einer Woche wurde ein Lageranstieg um über drei Millionen Barrel gemeldet.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,11 auf 60,52 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,18 auf 64,59 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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