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15.11.2019 17:45
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TOTAL-CEO mit Ausblick auf 2020: Bei dieser Ölpreismarke muss die OPEC reagieren

Nachfragesorgen am Markt: TOTAL-CEO mit Ausblick auf 2020: Bei dieser Ölpreismarke muss die OPEC reagieren | Nachricht | finanzen.net
Nachfragesorgen am Markt
Die Ölpreise haben in diesem Jahr eine ungewöhnlich starke Schwankungsbreite aufgewiesen. Der TOTAL-CEO wagt einen Ausblick auf das kommende Jahr und prognostiziert, wann die OPEC Maßnahmen ergreifen muss.
• Schwache Nachfrage nach Rohöl für 2020 erwartet
• TOTAL-Chef glaubt an weitere nötige Produktionskürzungen durch die OPEC
• Auch andere Experten sehen schwieriges Jahr voraus
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Aktuell hält die Organisation erdölexportierender Länder, OPEC, in Sachen Produktionskürzungen bei Öl die Füße still. Der Chef des französischen Mineralölriesen TOTAL sieht das Ölkartell im kommenden Jahr aber in der Pflicht.

Schwache Ölnachfrage für 2020 prognostiziert

Im Interview mit "Bloomberg" erklärte Patrick Pouyanne, der CEO des Unternehmens, dass er auch im kommenden Jahr damit rechnet, dass die Ölpreise starken Schwankungen unterliegen werden. An den Märkten werde voraussichtlich angesichts von Handelsstreitigkeiten und globalen Wirtschaftssorgen eine geringere Ölnachfrage herrschen, glaubt der französische Manager. Bereits in diesem Jahr sei die Nachfrage niedrig, dies werde sich auch auf das kommende Jahr übertragen, so Pouyanne im Interview.

Die Erzeugergemeinschaft OPEC sieht er vor diesem Hintergrund in Zugzwang: Die OPEC könnte zum Handeln gezwungen sein, wenn die Preise weiter sinken. "Ich bin der Meinung, dass die OPEC reagieren wird, wenn der Preis unter 60 USD pro Barrel fällt", so der TOTAL-Chef in dieser Woche in Abu Dhabi. Der Abschwung, der eintreten könnte, wenn die OPEC ihre Bemühungen nicht verdoppelt, könnte für viele Kartellmitglieder äußerst schmerzhaft sein.

Einen Preisrückgang könne die Organisation abfedern, nach oben habe sie aber kaum Einfluss, so der Manager weiter, der dabei auf die Drohnenangriffe auf Förderanlagen in Saudi-Arabien verwies, die im September Turbulenzen an den Ölmärkten ausgelöst hatten und die Ölpreise sprunghaft anstiegen ließen.

Auch andere Experten bringen Nachfragesorgen ins Spiel

Der TOTAL-Chef steht mit seinen Befürchtungen, dass die Ölmärkte mittelfristig mit Nachfragesorgen konfrontiert werden könnten, nicht alleine da. Auch Martijn Rats, globaler Ölstratege bei Morgan Stanley, hatte "Bloomberg" gegenüber kürzlich gewarnt, dass die Ölpreise um rund 30 Prozent einbrechen und auf 45 US-Dollar je Barrel fallen könnten, wenn die OPEC keine weiteren Produktionskürzungen beschließt. Einen Preisrückgang bis auf 50 US-Dollar fürchteten zuletzt auch Experten der Citigroup und der BNP Paribas.

Und auch die Ölmarktexpertin Helima Croft hatte sich zuletzt angesichts globaler Handelsspannungen und deren Auswirkungen besorgt gezeigt, was die Auswirkungen auf die Rohölnachfrage betreffe. "Wir haben immer noch große Befürchtungen hinsichtlich der Nachfrage. Das belastet diesen Markt", so Croft kürzlich. Dabei sah sie die Handlungsmöglichkeiten der OPEC in diesem Zusammenhang durchaus als beschränkt an. Eine deutliche Verknappung des Angebots und damit eine Stützung der Ölpreise könnte "Marktängste vor einer schwachen Nachfragelage verstärken und damit das Marktsentiment beeinflussen", erklärte die Expertin.

Dass die Ölnachfrage sich 2020 in Grenzen halten wird, glauben auch die Experten der US-Bank Goldman Sachs. Allerdings geben die Goldman-Analysten Entwarnung für die Preisentwicklung am Ölmarkt: "Die anhaltenden OPEC-Kürzungen und die nachlassenden Aktivitäten bei Ölschiefer werden im kommenden Jahr das steigende Angebot außerhalb der OPEC und das moderate Wachstum bei der Nachfrage ausgleichen", so die Rohstoffexperten kürzlich.

Nimmt die OPEC die Warnungen ernst?

Dass das Ölkartell und verbündete Staaten bei ihrem nächsten Treffen Anfang Dezember eine weitere Produktionskürzung anstreben, war zuletzt allerdings ohnehin weniger wahrscheinlich geworden, nachdem Russlands Energieminister Alexander Nowak den Rohölmarkt als tendenziell ausgeglichen und das Preisniveau als angemessen bezeichnet hatte.

Die Organisation selbst hatte sich zuletzt zudem positiv zur erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung geäußert und trotz Gegenwind von Expertenseite sogar eine höhere Nachfrageprognose erwogen. Dass es vor diesem Hintergrund zu einer Produktionskürzung im Dezember kommen wird, ist unwahrscheinlich.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Kokhanchikov / Shutterstock.com, PhotoStock10 / Shutterstock.com

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