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17.07.2018 22:04
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Anleger haben Datenskandal schon abgehakt: Facebook ist so viel wert wie noch nie

600 Milliarden Börsenwert: Anleger haben Datenskandal schon abgehakt: Facebook ist so viel wert wie noch nie | Nachricht | finanzen.net
600 Milliarden Börsenwert
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Mit einem Börsenwert von über 600 Milliarden US-Dollar gehört das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Und das, obwohl erst vor wenigen Monaten Milliarden an Marktkapitalisierung vernichtet wurden.
Vier Monate ist es her, dass Facebook durch die wohl größte Krise der Konzerngeschichte gehen musste: Den Datenskandal um Cambridge Analytica. Die Facebook-Aktie rauschte innerhalb kürzester Zeit in den Keller, Anleger straften den Konzern von Mark Zuckerberg für seinen laschen Umgang mit Nutzerdaten ab. Einige Experten hatten schnell ein falsches Krisenmanagement ausgemacht und prophezeiten bereits den Untergang von Facebook, mindestens aber die Ablösung der Führungsebene, der neben Gründer Mark Zuckerberg auch die für das operative Geschäft verantwortliche Sheryl Sandberg angehören.

Krise abgehakt

Doch die Talfahrt des Social Media-Riesen war nur von kurzer Dauer: Schon im April schlug die Facebook-Aktie einen Erholungskurs ein, der bis heute anhält. Am Dienstag hat der Anteilsschein bei 210,45 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht und auch die Marktkapitalisierung liegt mit über 600 Milliarden US-Dollar so hoch, wie nie zuvor.

Dass die Nutzer ihr Vertrauen wiedergefunden und die Anleger wieder Zuversicht in die Geschäftsentwicklung gefasst haben, ist unter anderem den Bemühungen der Konzernführung zu verdanken, Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten. Aktuell im Fokus: Die deutschen Nutzer.

Erst am Montag hatte das Unternehmen mit einer groß angelegten Medienkampagne auf sich aufmerksam gemacht. In TV-Spots und Anzeigen in Print- und Onlinemagazinen sowie als Plakatanzeigen entschuldigt sich das Unternehmen für Fehler in der Vergangenheit und verspricht Besserung in der Zukunft. Im Rahmen der eigens eingerichteten Webseite "Ein besseres Facebook" will der Internetkonzern um Nutzervertrauen werben und listet alle Aktivitäten auf, die der Konzern in den Bereichen Datenschutz und Fake News bislang unternommen hat.

Auch Analysten werden wieder zuversichtlicher

Doch nicht nur die Bemühungen von Facebook selbst haben den Konzern erstmals über die magische Marke von 600 Milliarden Dollar Börsenwert gehievt, auch professionelle Investoren bescheinigen dem Unternehmen wieder eine rosigere Zukunft. So hat Brent Thill, Analyst bei der Investmentbank Jefferies, erst kürzlich das Kursziel für die Facebook-Aktie deutlich von 215 auf 240 US-Dollar angehoben. Dabei verwies der Experte insbesondere auf die anhaltend hohe Marktmacht, die der Konzern im Bereich Werbung inne hat. In einer Mitteilung an Kunden heißt es: "Wir rechnen mit weiterer Stärke, weil Facebook Werbetreibenden bei der Suche nach dem Online-Return on Investment (ROI) die besten Möglichkeiten bietet".

Auch andere Analysten äußern sich ähnlich optimistisch zur weiteren Geschäftsentwicklung bei Facebook. Der Konsens geht davon aus, dass Facebook seine Erlöse im abgelaufenen Geschäftsquartal - dem ersten, in dem der Cambridge Analytica-Skandal volle Berücksichtigung findet - 13,3 Milliarden US-Dollar umgesetzt hat. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten noch Erlöse von 9,3 Milliarden US-Dollar in den Büchern gestanden. Auch beim Ergebnis erwarten Analysten offenbar keine negativen Auswirkungen des Datenskandals: Das Ergebnis je Aktie setzen sie im Mittel bei 1,70 US-Dollar an. Facebook wird seine Zahlen in der kommenden Woche veröffentlichen. Dann wird sich zeigen, ob der Konzern die Skandale der Vergangenheit tatsächlich abschütteln konnte.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: 1000 Words / Shutterstock.com, Twin Design / Shutterstock.com, tanuha2001 / Shutterstock.com

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