26.07.2021 16:49

Ryanair rechnet nach weiterem Verlust mit deutlicher Erholung im Sommer - Ryanair-Aktie deutlich stärker

Corona-Krise: Ryanair rechnet nach weiterem Verlust mit deutlicher Erholung im Sommer - Ryanair-Aktie deutlich stärker | Nachricht | finanzen.net
Corona-Krise
Folgen
Die schleppende Erholung des Reisegeschäfts in der Corona-Krise hat den Billigflieger Ryanair im abgelaufenen Quartal in den roten Zahlen gehalten.
Werbung
Europas größter Billigflieger Ryanair rechnet nach einem weiteren schwierigen Quartal mit deutlich steigenden Passagierzahlen im Sommer. Nach über fünf Millionen Fluggästen im Juni sollen es im Juli knapp neun Millionen und im August mehr als zehn Millionen werden, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary bei der Vorlage der Quartalszahlen am Montag in Dublin. Auch für den Rest des Geschäftsjahrs rechnet er mit mehr Passagieren als bisher. Von einem Jahresgewinn geht er jedoch nicht aus - auch weil die Ticketpreise niedriger lägen als vor der Pandemie.

Branchenexperte Patrick Creuset von der US-Bank Goldman Sachs zeigte sich von dem Ausblick des Managements leicht positiv überrascht. Sein Kollege David Perry von JPMorgan äußerte sich weniger überzeugt: Wegen der zunehmenden Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus dürften Analysten nach seiner Einschätzung jetzt einen etwas höheren Nettoverlust für das laufende Geschäftsjahr veranschlagen.

So stehen der wachsenden Zuversicht der Ryanair-Führung die anhaltenden Unsicherheiten infolge der Pandemie gegenüber. O'Leary zufolge sind die Buchungszahlen seit der offiziellen Einführung des digitalen EU-Impfzertifikats zum 1. Juli zwar stark gestiegen. Doch die Kunden buchten weiterhin sehr kurzfristig. Daher könne man die Entwicklung im Rest des Geschäftsjahres anhand der Buchungen bisher kaum einschätzen, räumte der Manager ein.

Die fortschreitenden Impfungen gegen COVID-19 stimmen die Ryanair-Spitze allerdings positiv. Wenn der Großteil der Erwachsenen in Europa wie vorausgesagt bis September vollständig geimpft sei, erwartet das Management eine starke Erholung der Passagierzahlen im bevorstehenden Winterhalbjahr und weit in den Sommer 2022 hinein.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2022 rechnet O'Leary jetzt mit 90 bis 100 Millionen Fluggästen. Zuvor war er von etwa 80 Millionen Passagieren ausgegangen. Einen Gewinn dürfte das Unternehmen angesichts niedriger Ticketpreise damit jedoch kaum erwirtschaften, schätzt O'Leary. Er erwartet einen kleinen Verlust oder bestenfalls ein Ergebnis nahe der Nulllinie.

Das liegt nicht zuletzt an den roten Zahlen der vergangenen drei Monate. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni stand bei Ryanair unter dem Strich ein Verlust von 273 Millionen Euro. Damit fiel das Minus fast anderthalb Mal so hoch aus wie kurz nach Beginn der Pandemie ein Jahr zuvor.

So musste die Airline nach eigenen Angaben die meisten Flüge rund um Ostern wegen der Pandemie streichen. Zudem seien die Reisebeschränkungen innerhalb der EU im Mai und Juni später gelockert worden als erwartet. Hinzu kam das Hin und Her in Großbritannien: Die dortige Regierung hat eine Liste mit Ländern aufgestellt, in die die Briten reisen dürfen, ohne nach der Rückkehr in Quarantäne zu müssen. Doch dann strich die Regierung Portugal Anfang Juni kurzfristig wieder von dieser Liste - was zu überhasteten Rückreisen führte und potenzielle Kunden verunsicherte.

An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen. Die Ryanair-Aktie gewinnt in London zeitweise 3,37 Prozent auf 16,26 Euro. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier damit noch rund ein Prozent an Wert eingebüßt, wird aber fast so teuer gehandelt wie vor dem Corona-Crash an den Finanzmärkten im Februar 2020.

DUBLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Markus Mainka / Shutterstock.com

Nachrichten zu Ryanair

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Ryanair

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.09.2021Ryanair BuyDeutsche Bank AG
17.09.2021Ryanair OverweightBarclays Capital
16.09.2021Ryanair OutperformCredit Suisse Group
16.09.2021Ryanair NeutralUBS AG
09.09.2021Ryanair OutperformBernstein Research
17.09.2021Ryanair BuyDeutsche Bank AG
17.09.2021Ryanair OverweightBarclays Capital
16.09.2021Ryanair OutperformCredit Suisse Group
09.09.2021Ryanair OutperformBernstein Research
06.08.2021Ryanair BuyGoldman Sachs Group Inc.
16.09.2021Ryanair NeutralUBS AG
06.09.2021Ryanair NeutralJP Morgan Chase & Co.
27.07.2021Ryanair NeutralJP Morgan Chase & Co.
26.07.2021Ryanair NeutralJP Morgan Chase & Co.
12.07.2021Ryanair NeutralJP Morgan Chase & Co.
12.11.2020Ryanair ReduceKepler Cheuvreux
02.11.2020Ryanair ReduceKepler Cheuvreux
29.07.2020Ryanair ReduceKepler Cheuvreux
25.02.2020Ryanair UnderperformCredit Suisse Group
18.02.2020Ryanair UnderperformCredit Suisse Group

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Ryanair nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX schließt tiefer -- US-Börsen letztlich wenig verändert -- LPKF kappt Quartalsprognose -- Nike senkt Jahresumsatzprognose -- Allianz, McDonald's, Boeing, Tesla, Daimler, VW, Delivery Hero im Fokus

Vereinbarung im Fall der in Kanada festgenommenen Huawei-Finanzchefin erzielt. Biden wirbt für Investitionspakete. Bertelsmann-Beteiligung Majorel schafft nur unteres Ende der Preisspanne. Prostatakrebsstudie von AstraZeneca erreicht primären Endpunkt. Fitch hebt Bonitätsnote der Deutschen Bank an. Aurubis-AR verlängert Mandat von CEO Harings um fünf Jahre.

Umfrage

Würden Sie es für richtig halten, wenn Gastronomie und Veranstaltungen nur noch Geimpften und Genesenen offen stehen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln