SFC Energy-Aktie zieht an: Rückkehr zum Wachstum - Fokus auf Verteidigungsgeschäft

Der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy setzt nach einem holprigen Jahr 2025 auf baldige Besserung.
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"Zum Jahresende sind wir klar auf den Wachstumskurs zurückgekehrt", sagte Unternehmenschef Peter Podesser am Dienstag laut Mitteilung. Dies gelte auch für den Auftragseingang. Er sieht darin ein "positives Momentum" - nicht zuletzt mit Blick auf die Profitabilität. Helfen soll dabei der laufende Umbau des Geschäfts hin zu Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen im öffentlichen und zivilen Bereich.
SFC hatte im Sommer die Jahresprognose gesenkt und wurde im Herbst mit Blick auf die Prognosespannen pessimistischer.
Im laufenden Jahr soll es nun wieder besser laufen: 2026 erwartet SFC ein Wachstum des Konzernumsatzes auf 150 bis 160 Millionen Euro und eine Steigerung des bereinigten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 20 bis 24 Millionen Euro. Analysten haben im Mittel beim Umsatz etwas mehr auf dem Zettel und beim operativen Gewinn knapp das untere Ende der Prognosespanne.
"Seit Beginn des Jahres 2026 sehen wir eine sehr dynamische Entwicklung mit einigen Großprojekten, die zur Entscheidung anstehen", sagte Podesser. Für das erste Halbjahr erwartet er "eine starke Entwicklung" bei Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität.
Der Manager setzt dabei zunehmend auf das Geschäft mit Verteidigungstechnologie. Für 2026 soll der Anteil des Verteidigungsgeschäftes am Umsatz auf ca. 15 bis 20 Prozent ansteigen. Zusammen mit den zivilen Sicherheitsanwendungen kämen dann 60 Prozent der Konzernerlöse aus diesen Bereichen.
Vergangenes Jahr erzielte SFC einen Umsatz von 143,3 Millionen Euro, was ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2024 war und sowohl unterhalb der Analystenschätzungen als auch der Unternehmensprognose lag. Das operative Ergebnis verschlechterte sich sogar um fast ein Viertel auf 16,7 Millionen Euro. Dies war aber mehr, als Analysten geschätzt hatten.
An der Börse war von guten Margen im vergangenen Jahr und positiven Aussichten für 2026 die Rede. Die Voraussetzungen seien gut, hieß es. Es sei allerdings wichtig darauf zu achten, inwiefern sich der Auftragseingang auch in Umsätze wandele.
Den vollständigen Geschäftsbericht will SFC am 26. März vorlegen.
SFC Energy sehr fest - Gewinnausblick überrascht positiv
Die Aktien von SFC Energy sind am Dienstag dank des Ausblicks unter den größten Gewinnern im Nebenwerteindex SDAX. Zuletzt wurden sie im XETRA-Handel mit 14,06 Euro noch 9,33 Prozent höher gehandelt.
Analyst Malte Schaumann von Warburg Research hob die für 2026 gesteckte Zielspanne des Brennstoffzellenspezialisten für das operative Ergebnis (Ebitda) hervor. Diese liege mit 20 bis 24 Millionen Euro selbst am unteren Ende noch über seiner auf 19 Millionen bezifferten Erwartung. Der Experte erwähnte dabei, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr die Ziele erreicht habe.
Verlangsamte Auftragseingänge im Laufe des Jahres haben allerdings laut Schaumann zu dem Manko geführt, dass der Umsatz im vierten Quartal die Erwartungen nicht ganz erreicht habe. Unternehmenschef Peter Podesser sagte jedoch, dass der Auftragseingang auf Verbesserungskurs sei.
Helfen soll dabei der Umbau des Geschäfts hin zu Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen im öffentlichen und zivilen Bereich. Das ist ein Punkt, der bei Anlegern anderer Unternehmen zuletzt schon für Fantasie gesorgt hatte.
Das Jahr 2026 verläuft bislang wechselhaft für SFC, doch durch die jüngsten Gewinne können die Papiere nun wieder eine klar positive Bilanz im laufenden Jahr von zehn Prozent aufweisen - nach einem schwachen, von Schwankungen geprägten Vorjahr. 2025 konnten die Titel im März mit 28,35 Euro eine Bestmarke seit 2007 erreichen, bevor sie im November mit 11,32 Euro auf einem Tief seit 2020 gestanden hatten.
BRUNNTHAL / FRANKFURT (dpa-AFX)
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Bildquellen: SFC Energy AG