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23.01.2019 21:46
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Von wegen selbstlos: Wie Warren Buffett an der Sears-Pleite verdient

Immobilieninvestor: Von wegen selbstlos: Wie Warren Buffett an der Sears-Pleite verdient | Nachricht | finanzen.net
Immobilieninvestor
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Der Insolvenzantrag des US-Traditionskonzerns Sears hat viele Anleger unvorbereitet getroffen. Nicht so aber den Starinvestor Warren Buffett, der die Pleite nicht nur hat kommen sehen, sondern auch Nutznießer der finanziellen Schieflage von Sears ist.
Schon vor 13 Jahren soll Investmentlegende Warren Buffett Zweifel an einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung bei dem Einzelhandelskonzern Sears geäußert haben. Gegenüber Studenten hatte er geäußert, was für ein schwieriges Unterfangen der Zusammenschluss von Kmart und Sears sein werde. "Einen Einzelhändler umzustellen, bei dem die Geschäfte schon Jahre nicht mehr laufen, ist sehr schwer" fügte das Orakel von Omaha hinzu.

Buffett-Investment sichert sich Sears-Immobilien

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Sears angesichts schleppender Geschäfte und defizitärer Stores 2015 einen Großteil seiner Immobilien in eine Gesellschaft eingebracht hat: Seritage Growth Properties. Diese wiederum hat einen prominenten Kreditgeber und Anteilseigner: Warren Buffett. Assets, die im Falle einer Komplettliquidierung von Sears als Berechnungsgrundlage dienen könnten, wurden also bereits vor Jahren ausgegliedert.

Das Tätigkeitsfeld von Seritage kollidiere nicht mit dem seines eigenen Unternehmens Berkshire Hathaway, hatte der Starinvestor seine 5,7-Prozent-Beteiligung an dem REIT verteidigt. Seritage Growth Properties wurde von der Buffett-Holding Berkshire Hathaway mit einer milliardenschweren Finanzspritze versehen, was neben der Rückzahlung von Schulden auch der Neuausrichtung der ursprünglich von Sears genutzten Immobilien dienen sollte.

Die Investitionen haben sich gelohnt: In den vergangenen Jahren hat Seritage in seinen Immobilien tatsächlich finanzstarke Mieter einquartieren können, die rund vier Mal so viel Miete zahlen wie ehemals Sears. Zwischenzeitlich bezieht Seritage rund 70 Prozent der Mieteinnahmen von externen Mietern, vor der Abspaltung von Sears lag diese Quote nur bei rund 20 Prozent. Dies ließ Seritage direkt nach Bekanntgabe der Sears-Insolvenz wissen.

In einem Brief an seine Anteilseigner erklärte Seritage-CEO Benjamin Schall, man sehe sich gut gerüstet, den Konkursantrag von Sears zu überstehen. Der REIT verfüge über eine stabile Finanzlage und besitze rund eine Milliarde Dollar an Barmitteln und gebundenem Kapital.

Kurzfristig Gegenwind

Tatsächlich dürfte aber eine Liquidierung von Sears auch an dem Buffett-Investment nicht spurlos vorbeigehen. Zumindest, wenn die Schließungen der Sears-Filialen und der damit verbundene Mietausfall schnell erfolgen. Doch die Kapitalspritze von Buffett und die zwischenzeitlich erfolgte starke Diversifizierung, mit der sich Seritage unabhängiger von Sears gemacht hat, dürften mittel- bis langfristig zugunsten der Immobiliengesellschaft - und damit auch zu Gunsten von Warren Buffett - ausfallen.

Auf den ersten Blick hat die Aktie von Seritage Growth Properties nur wenig unter der Sears-Pleite gelitten. Seit dem 15. Oktober 2018, dem Tag an dem das US-Traditionsunternehmen Insolvenz beantragt hat, legte Seritage rund vier Prozent zu. Dennoch ist der Anteilsschein weit von seinen Höchstständen entfernt, die zur Jahresmitte 2018 bei über 51 Dollar markiert wurden.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Bill Pugliano/Getty Images

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