Aktien von ServiceNow, Oracle, Palantir & Co. im Sturz: Abverkauf bei Softwaretiteln wegen KI-Sorgen

Der Softwaresektor erlebt einen massiven Rücksetzer, getrieben von Sorgen über die Auswirkungen von KI. Einige Investoren sehen in den Kursrückgängen bereits erste Kaufgelegenheiten.
Werte in diesem Artikel
• S&P-Softwareindex stark gefallen
• KI-Sorgen treiben Volatilität
• Erste Käufe bei überverkauften Titeln
Abverkauf bei Software-Aktien
Der Abverkauf bei Softwarewerten an der Wall Street hat sich massiv ausgeweitet. Haupttreiber der Turbulenzen sind Sorgen über die disruptive Kraft von künstlicher Intelligenz, ausgelöst unter anderem durch Bedenken zu KI-Modellen wie Claude von Anthropic. Das Unternehmen hat ein Zusatzmodell für seinen Chatbot vorgestellt, das auch juristische Aufgaben übernehmen kann, wodurch man am Markt das Geschäftsmodell von Software-as-a-Service-Anbietern gefährdet sieht.
James St. Aubin von Ocean Park Asset Management sieht laut Reuters in dem Rückgang eine Reaktion auf KI, die zwar überzogen sein könnte, aber reale Risiken widerspiegelt.
Aktien von ServiceNow, Oracle & Co. unter Druck
Der S&P-500-Softwareindex verlor seit seinem jüngsten Höchststand Ende Oktober um etwa 25 Prozent. Allein in der vergangenen Woche ist der S&P 500 Software- und Dienstleistungsindex zweistellig gefallen und hat in dieser Zeit Hunderte Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren, getrieben von Kursverlusten bei Intuit, ServiceNow und Oracle. Laut Evercore ISI sei dies die schwächste Dreimonatsentwicklung seit der Dotcom-Blase, wie Reuters das Analysehaus wiedergibt. Art Hogan, Chief Market Strategist bei B Riley Wealth, bezeichnete die Phase als "Software-Mageddon", berichtet die Nachrichtenagentur.
Trotz leichter Erholungen bei europäischen Dienstleistern, wie London Stock Exchange (+7,22 Prozent auf 76,88 GBP) und RELX (+4,94 Prozent auf 22,93 GBP) bleibt die Softwarebranche deutlich unter Druck. Am Donnerstag verliert die ServiceNow-Aktie im NYSE-Handel zeitweise 1,59 Prozent auf 109,30 US-Dollar, während die Oracle-Aktie 0,92 Prozent tiefer bei 145,32 US-Dollar notiert. Die Palantir-Aktie rutscht an der NASDAQ um 3,02 Prozent auf 135,32 US-Dollar ab. Derweil gewinnt die Intuit-Aktie gegen den Trend an der NASDAQ 1,88 Prozent auf 454,01 US-Dollar.
Seit Jahresbeginn ging es für die ServiceNow-Aktie bereits 27,5 Prozent abwärts. Die Intuit-Aktie verlor rund ein Drittel, die Oracle-Aktie rund ein Viertel an Wert. Die Palantir-Aktie fiel seit Jahresstart 21,5 Prozent zurück (Stand: Schlusskurse vom 04.02.2026).
Bietet sich nun eine Einstiegsgelegenheit?
Einige Portfoliomanager sehen die Überverkäufe bereits als Chance für vorsichtige Käufe. "Diese Unternehmen haben einen gewissen langfristigen Wert und erreichen gerade einen Punkt, an dem sie meiner Meinung nach attraktiver werden", zitiert Reuters Jake Seltz, Portfoliomanager bei Allspring Global Investments. Er habe einige Bestände, darunter ServiceNow und monday.com, in den letzten Monaten "am Rande" aufgestockt, warte aber auf klare Impulse wie starke KI-Umsätze oder Kundensignale für aggressivere Käufe.
Walter Todd von Greenwood Capital habe mit seinem Unternehmen Greenwood Capital in kleinem Umfang ServiceNow und Microsoft gekauft. Er glaubt, dass die Softwarebranche aus technischer Sicht überverkauft war, was darauf hindeutete, dass sie sich "zumindest kurzfristig einem Tiefpunkt näherte".
Brad Conger, Chief Investment Officer bei Hirtle, Callaghan & Co., erklärte, er habe begonnen, potenzielle Käufe von SAP, Adobe und Intuit zu prüfen. "Man könnte argumentieren, dass sie eine Erholung verdienen.", zitiert Reuters. Allerdings zeigt er sich noch nicht davon überzeugt, dass beim aktuellen Niveau "die schlimmste Gefahr bereits eingepreist ist".
Laut Rene Reyna von Invesco sorgt das wachsende Verständnis für KI aktuell für eine Neubewertung der Softwarebranche, wie Reuters berichtet. Ob die Reaktion überzogen ist, bleibe offen, doch weiterer Verkaufsdruck sei möglich.
Redaktion finanzen.net
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