MÄRKTE EUROPA/Börsen mit Abgaben - Brent-Öl wieder bei 100 USD

12.03.26 18:13 Uhr

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DOW JONES--Abgaben haben die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag verzeichnet. Grund war der zwischenzeitlich wieder über die Marke von 101 Dollar gestiegene Preis für Nordseeöl der Sorte Brent - trotz der Entscheidung der Internationalen Energieagentur (IEA), eine Rekordmenge von 400 Millionen Barrel aus den Notreserven freizugeben, um die Preise zu senken. Auch der unvermindert anhaltende Krieg im Nahen Osten drückte auf die Stimmung. Der DAX verlor 0,2 Prozent auf 23.590 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,8 Prozent auf 5.749 Punkte nach unten.

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Die Seestraße von Hormus gilt bereits seit mehreren Tagen als unpassierbar, inzwischen hat der Iran offenbar auch damit begonnen, sie zu verminen. Dazu droht Teheran nun auch mit einer Sperre der Passage durch das Rote Meer mit Unterstützung der Huthi-Miliz im Jemen. Sollten die hohen Energiepreise die Inflation nachhaltig ansteigen lassen, drohe der Wirtschaft eine zusätzliche Belastung, so Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.

Wie Bloomberg berichtete, soll EU-Handelskommissar Dombrovskis davor gewarnt haben, dass ein dauerhafter Brent-Preis von 100 Dollar die Inflation in der Eurozone auf 3 Prozent treiben und das Wirtschaftswachstum um 0,4 Punkte senken würde. An den Märkten werden nun zunehmend zwei Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) im laufenden Jahr eingepreist.

Der europäische Banken-Sektor war mit einem Abschlag von 1,9 Prozent der größte Verlierer. Deutsche Bank fielen um 5,3 Prozent und Commerzbank um 4,1 Prozent. Am Markt machten Meldungen über Marktturbulenzen bei privaten Kreditfonds in den USA die Runde.

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Von ordentlichen Ergebnissen war im Handel mit Blick auf Zalando die Rede. Positiv wurde vor allem das angekündigte Aktienrückkaufprogramm aufgenommen. Zalando will bis Mitte Juli Aktien für 300 Millionen Euro zurückkaufen. Die zuletzt schwer gebeutelte Aktie haussierte um 9,5 Prozent und war DAX-Spitzenreiter.

Nach der Bekanntgabe endgültiger Geschäftszahlen zogen Hannover Rück um 4,5 Prozent an. Highlight war die Dividenden-Ankündigung. Mit 12,50 Euro je Anteilsschein liegt diese laut Analysten 5 Prozent über der Marktschätzung. RWE (+3,9%) hat nach Einschätzung aus dem Handel gute Zahlen vorgelegt. Sie lägen durch die Bank über den Markterwartungen, der Dividendenvorschlag von 1,20 Euro je Aktie entspreche der Markterwartung und signalisiere zugleich Zuversicht, wie auch der langfristige Ausblick.

BMW rückten um 1,1 Prozent vor. Belastet von einem schwierigen Marktumfeld in China setzte der Autobauer vergangenes Jahr weniger um und verdiente auch weniger. Besonders im vierten Quartal verspürten die Münchener Gegenwind - der Konzernumsatz und die Marge im Autogeschäft fielen teils deutlich unter den Markterwartungen aus. Der Ausblick entspricht indes den Erwartungen. Im Handel hatte man aber Schlimmeres befürchtet. Ebenfalls nach Geschäftszahlen gewannen Daimler Truck 4,1 Prozent. Der Lkw-Hersteller hat im vierten Quartal deutlich mehr neue Aufträge an Land ziehen können und zeigt sich auch für das Gesamtjahr optimistisch.

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Brenntag weitet derweil sein Kostensenkungsprogramm aus. Die Aktie stieg um 5,1 Prozent. Die Viertquartalszahlen sowie der Ausblick von K+S (+14,8%) sind besser als prognostiziert ausgefallen. RTL legten um 3,9 Prozent zu. Der schwache Werbemarkt bescherte dem Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz- und operativen Gewinnrückgang. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen hingegen wegen des Verkaufs des Niederlande-Geschäfts deutlich mehr, was sich für die Aktionäre in Form einer deutlich höheren Dividende auszahlt. Deutsche Börse gewannen 2,0 Prozent. Die Allfunds-Aktionäre haben der geplanten 5,3 Milliarden Euro schweren Übernahme zugestimmt.

Der italienische Versicherer Generali hat 2025 dank der guten Entwicklung aller seiner Geschäftsbereiche einen Gewinnanstieg um 12 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro verzeichnet. Der Konzern kündigte zudem an, in diesem Jahr einen Aktienrückkauf im Volumen von 500 Millionen Euro zu starten. Der Kurs stieg um 1,5 Prozent.

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Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 5.749 -0,79 0,06

Stoxx-50 4.993 -0,82 2,36

Stoxx-600 599 -0,61 1,75

DAX 23.590 -0,21 -3,47

FTSE-100 London 10.354 -0,47 4,25

CAC-40 Paris 8.042 -0,71 -1,32

AEX Amsterdam 1.003 -0,23 5,43

ATHEX-20 Athen 5.555 -2,61 3,81

BEL-20 Brüssel 5.177 -0,54 1,94

BUX Budapest 122.583 -0,45 10,40

OMXH-25 Helsinki 5.964 1,44 4,56

OMXC-20 Kopenhagen 1.415 -0,99 -12,01

PSI 20 Lissabon 9.076 0,83 9,83

IBEX-35 Madrid 17.352 -1,22 0,25

FTSE-MIB Mailand 44.773 -0,71 -0,38

OBX Oslo 1.852 1,68 15,88

PX Prag 2.590 -1,73 -3,57

OMXS-30 Stockholm 3.059 0,14 6,10

WIG-20 Warschau 120.935 -0,77 3,96

ATX Wien 5.434 -1,57 2,03

SMI Zürich 12.959 -0,90 -2,33

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:08

EUR/USD 1,1523 -0,4 -0,0043 1,1566 1,1565

EUR/JPY 183,46 -0,2 -0,3900 183,85 183,7000

EUR/CHF 0,9038 +0,1 0,0012 0,9026 0,9029

EUR/GBP 0,8631 +0,1 0,0007 0,8624 0,8630

USD/JPY 159,2 +0,2 0,2600 158,94 158,8400

GBP/USD 1,3348 -0,5 -0,0063 1,3411 1,3396

USD/CNY 6,8689 +0,1 0,0034 6,8655 6,8655

USD/CNH 6,8789 +0,1 0,0034 6,8755 6,8771

AUS/USD 0,7089 -0,9 -0,0062 0,7151 0,7147

Bitcoin/USD 70.433,58 -0,3 -213,01 70.646,59 70.360,95

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 94,57 +8,4 7,32 87,25

Brent/ICE 99,17 +7,8 7,19 91,98

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 5.124,20 -1,0 -51,25 5.175,45

Silber 85,19 -0,7 -0,60 85,79

Platin 2.152,10 -0,8 -16,91 2.169,01

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

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March 12, 2026 13:13 ET (17:13 GMT)

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